Filmtipp: Birdwatchers


16.07.09

Im brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso do Sul verdienen sich weiße Großgrundbesitzer nicht nur mit dem Anbau von genveränderten Pflanzen auf gewaltigen Feldern eine goldene Nase, auch „Birdwatching“-Touren für Touristen ermöglichen ihnen ein Leben in Saus und Braus. Für diese Touren werden Guarani-Kaiowa Indianer engagierten und als fotografische Attraktion vorgeführt.

Die grausame Geschichte, dass die Indianer bereits seit 500 Jahren immer weiter von ihrem Land vertrieben werden, bleibt den Touristen oft erspart. Dieses perspektivlose Leben, treibt viele junge Guarani in den Selbstmord. Und es ist ein solcher Selbstmord, der die Revolution eines Stammes auslöst…

Birdwatchers – Das Land der roten Indianer” ist ein sehr ergreifender und absolut sehenswerter Film, der heute in den deutschen Filmpalästen anläuft.

 

Used Schoolgirl Panties


03.07.09

Immer wieder haben wir davon gehört, dass es in Japan Automaten mit getragenen Mädchenslips gibt. Businessmänner und andere befriedigen darüber angeblich ihren Fetisch. Für japanische Schülerinnen und Studentinnen soll dies eine gute Möglichkeit sein, ihr Taschengeld aufzubessern. Diesem Grücht mussten wir etwas näher nachgehen…

In den 1990ern haben Unternehmer Slips in Zigarettenautomaten gepackt, die angeblich von Schülerinnen getragen wurden. Sie hatten allerdings nicht das Recht “gebrauchte Ware” zu verkaufen und verloren dadurch ihre Lizenz.

Mittlerweile soll es diese Automaten aber wieder geben. Zwar nicht an jeder Straßenecke, aber Fakt ist: es gibt sie.

Hier ein paar “Beweisfotos”:

Foto via www.duo-brilliant.com

Foto via www.duo-brilliant.com
Foto via www.duo-brilliant.com

Foto via www.duo-brilliant.com

Via Oddee

 

Life-saver – fire drencher


23.06.09

Fire Design

Fire Design

© Fire Design

Wer sagt eigentlich, dass Feuerlöscher immer rot sein müssen? Klar, sie sollen auffallen, so dass sie im Notfall sofort ins Auge stechen. Aber würde das ein außergewöhnlich, gutes Design nicht vielleicht genauso erledigen und sich damit optimal in jede noch ach so gestylte Wohnung einfügen ohne deplaziert zu wirken.

Genau genommen sollte in jedem Haushalt ein Feuerlöscher existieren. Aber mal ehrlich, wer von euch ist tatsächlich im Besitz eines einwandfrei gewarteten Lebensretters?

Man muss sich ja nicht gleich die typischen uninspirierten Dinger in die Wohnung stellen oder hängen, aber die abwechslungsreiche Gestaltung des französischen Unternehmens Fire Design lässt ab sofort keine Ausreden mehr gelten. Entweder einfarbig von knallgelb bis unauffällig schwarz oder mit coolen Mustern bedruckt sind diese Feuerlöscher mehr als heiß.

Und das Beste: sie stehen nach wie vor für den Brandschutz in den eigenen vier Wänden bereit.

Via TheDieLine

 

Herr Müller – life in spasm


20.06.09

Life In Spasm © Herr Müller

Life In Spasm © Herr Müller

Auch wenn es schon knapp zwei Monate her ist, dass die Galerie showroom berlin die Ausstellung “life in spasms” des Illustrators Herr Müller präsentierte, möchten wir euch seine großformatigen Arbeiten heute einmal näher vorstellen.

Aus dem heimischen Frankenland zog es ihn zuerst nach Hamburg, bevor er im Berliner Kreuzberg landete und dort bis heute lebt und arbeitet. Seit 2005 kommen regelmäßig neue Auszeichnungen wie der Epica Award, ADC oder die TITAN Awards hinzu und betonen immer wieder sein Können.

Mit den Arbeiten der vergangenen “life in spasm” Austellung beschäftigt sich Herr Müller mit Momenten der Eruption, Verpuffung und Entladung. Als Inspiration dienten unter anderem Werbekampangen von Banken oder Stellenanzeigen, die als drastische Grenzüberschreitungen körperlicher und sexueller Art überzeichnet werden. Durch die Unruhe ihrer faltigen Oberflächen, die sich aus zerknittertem Papier, zerschlissenen Folien und Klebebandfetzen zusammensetzen, verstärkt sich die nervöse Spannung der Motive und verleiht den dargestellten Figuren – anonyme Angestellte oder Persönlichkeiten wie Oliver Kahn – eine Plastizität, die ikonographische Bezüge eröffnet.

Neben seinem Schaffen als Illustrator ist Herr Müller u.a. für Magazine wie Neon oder Feld hommes tätig.

Mehr Arbeiten des berliner Illustrators gibt es hier.

 

Luis Ferreyra – painted by numbers


09.06.09

© Lui Ferreyra

© Lui Ferreyra

Der mexikanische Künstler Luis Ferreyra absolvierte sein Studium an der University of Colorado in Boulder. Seine dortigen Lehrmeister waren der Filmemacher Stan Brakhage sowie der amerikanische Künstler Chuck Forsman. Nach 10 Jahren des Ausprobierens hat er nun seinen ganz persönlichen Stil gefunden, den „fragmentism“. Dabei zerlegt er seine Modelle und Landschaften in ihre Einzelteile und huldigt damit augenscheinlich dem Kubismus. Er selbst sagt über seine Kunst:

„When we behold a single object, we temporarily forget that it is inextricably connected to everything else in the universe. Whether something is perceived as ‘isolated’ or ‘integrated’, is a result of a mental process. When we focus inwardly, we divide things up into smaller parts, when we focus outwardly, we bundle them together. We can do this endlessly in either direction, limited only by the capacity of our latest technology.“

Vielleicht steckt aber noch eine zweite, verborgene Leidenschaft aus Kindertagen in seinen Werken – das Malen nach Zahlen. Zu sehen gibt es diese außergewöhnlichen Werker in der Van Straaten Gallery ( 760 Santa Fe Dr, Denver, CO).

© Lui Ferreyra

© Lui Ferreyra

Via yayeveryday

 

Microcastle by Deerhunter


05.06.09



Wer gerne psychedelischen Indie-Pop hört, dem könnte das Quintett von Deerhunter bestehend aus Bradford Cox, Moses Archuleta, Lockett Pundt, Joshua Fauver und Whitney Petty schon ein Begriff sein. An sich führt diese Gruppe bisher aber doch ein relatives Nischendasein. Auch wenn Frontman Bradfox Cox verlauten hat lassen  „My punk days are over“ und er sich mit seiner Band Deerhunter und dem aktuellen Album „Microcastle“ vom verstörenden Experimental-Rock des Debüts und ihres Zweitlings „Cryptograms“ ein gutes Stück entfernt hat, muss ich dennoch einschränken, dass man sich den Weg in die Deerhunter Welt ein kleines Stück weit erarbeiten muss.

Das Album lässt sich in unterschiedliche Abschnitte unterteilen. Dem recht poppigen ersten Teil, der mit “Agoraphobia”, “Never Stops” und “Little Kids” gleich drei fantastische Songs beinhaltet, folgt ein kurzer Mittelteil. Anfangs noch etwas befremdlich, entwickelt der Mittelteil nach einigen Hördurchläufen eine wunderbare Ästhetik. Kurz bevor man droht ins Träumen abzudriften, wird man vom rockigen “Nothing ever happend” aus diesen schon wieder heraus gerissen. Mit ihm wird der dritte und etwas rauere, rockigere Teil der Platte eingeleitet. Den krönenden Schlusspunkt setzt  der vielleicht beste Song des gesamten Albums “Twilight at Carbon lake”.

Microcastle ist ein wirklich gelungenes Album, das aber vermutlich vor allem den Geschmack einer musikbegeisterten Minderheit trifft, die gerne psychedelischen und verträumten Indie-Gitarren-Pop hört. Deerhunter machen musikalisch genau das, was sie wollen und das steht ihnen auch äußerst gut, hört sich gelungen an und ist denjenigen, die sich hier angesprochen fühlen auch wärmstens an Herz zu legen.

 

For Sale


04.06.09

The Ben Rose Home

The Ben Rose Home

1986 machte der High-School-Film Ferris Bueller’s Day Off (Ferris macht blau) dieses knapp 5000 qm große Haus als Garage für einen Ferrari 250 GT California bekannt. Nun steht „The Ben Rose Home“ zum Verkauf. Designed wurden die zwei Designtempel aus Stahl und Glas von den Architekten James Speyer und David Haid. Für “läppische” 2,3 Millonen Dollar lässt es sich mit einem atemberaubenden Panoramablick über den Highland Park, Illinois sicher schick leben.

Via A Cup of Jo

 

Motion Pictures – Pictures in Motion


03.06.09



Boris Seewald – Berliner Musiker und vor allem grandioser Filmemacher – hat sich zum Ziel gesetzt seinen Projekten höchstmögliche Ausdruckskraft und Gefühl zu verleihen.

Das Besondere – er bringt in allen Bereichen der Filmkunst ein erstaunliches Repertoire an Erfahrungen und Wissen mit und setzt dieses gekonnt in seinen Filmen um. Vom Drehbuch und Produktion über Regie und Schnitt bis hin zur Musik und ihrer Performance lässt er sein Talent einfließen und findet immer wieder neue Wege seinen Ideen Ausdruck zu verleihen.

Mit seinem Musikvideo “Mit Rhythmus im Blut” konnte er 2007 die Jury des Alzeyer Kurzfilmfestivals überzeugen und damit den ersten Platz belegen. Weitere Preise sind u.a. der Clip-Club Berlin 2007 oder der Sieg des European Business School Commercial Contest.

Auf seinem Blog geht es, wie sollte es auch anders sein, rund um das Thema Film. In den verschiedensten Kategorien, wie Analyse, Filmgeschichte oder Drehbuch kann sich jeder Filminteressierte einen ersten Eindruck des unglaublichen Know-Hows von Boris Seewald machen.

 

Industrial vestiges


02.06.09

Bleichert Transportanlagen, Leipzig - © Yves Marchand and Romain Meffre

Bleichert Transportanlagen, Leipzig – © Yves Marchand and Romain Meffre

Die französischen Fotokünstler Yves Marchand und Romain Meffre zeigen uns mit ihrem Projekt  “Eastern Germany industrial vestiges – Industrielle Spuren in Ostdeutschland”.
Die ostdeutsche Industrie hatte es nach der Wende besonders schwer. Sie musste sich nach der Öffnung der Grenzen gegen internationalen Verdrängungswettbewerb durchsetzen. Zudem war die viel zu breit gefächerte Industrielandschaft der DDR durch eine tief greifende Strukturbereinigung zu überwinden. 

Mit der Privatisierung volkseigener Betriebe durch die Treuhandanstalt und durch staatlich massiv geförderte Unternehmensansiedlungen wurde die erfolgreiche Entwicklung der Industrie eingeleitet. Die wirtschaftliche Erneuerung einer Region ist allerdings eine ungemein schwierige und langwierige Aufgabe und so prägen auch heute noch zahlreiche Industriebrachen die ostdeutsche Landschaft.


“Ruinen sind sichtbare Symbole und Landmarken unserer Gesellschaft und ihres Wandels”, so beschreiben die beiden Künstler ihre Motivation, alte Gebäude abzulichten.

 

The Cave House


01.06.09

© Los Angeles Times

© Los Angeles Times

Unweit des Mississippi wohnt Familie Sleeper in einer gut 185 qm großen Felsspalte, die nach der Stilllegung einer Sandsteinmine im Jahr 1930 übrig blieb. Die Sleepers – Curtis, Deborah und ihre Kinder Kian, Perry und das Baby Theodore Wesley – haben sich im Land des Huckleberry Finn ihr ganz persönliches Abenteuer aufgebaut und knapp 14 Meter unter einem Wald ihre „Luxushöle“ mit 3 Schlafzimmern errichtet. Die Front des Hauses besteht aus diversen Glastüren und gebrauchten Materialen aus einem benachbarten Baumarkt. Wärmedämmender Dichtstoff hält die Raumtemperatur der „Höhle“ das ganze Jahr über bei angenehmen 20 Grad Celsius.

Wir haben uns für diesen Ort auf Grund seiner Ruhe und Abgelegenheit entschieden, so Curtis Sleeper über die Wahl seines außergewöhnlichen Wohnortes.

Via LATimes

 

Cargo City – ehrlicher Indie-Pop


29.05.09

© TH-Frame

© TH-Frame

Nach dem das Erstlingswerk „ How To Fake Like You Are Nice And Caring“ bereits im vergangenen Jahr die Kritiker überzeugen konnte, veröffentlicht der Singer-Songwriter Simon Konrad alias Cargo City heute (29.05.09) mit „On.Off.On.Off“ sein zweites Album. Mit einer fünfköpfigen Band ist Cargo City seit gut einer Woche deutschlandweit unterwegs. Gestern Abend haben wir uns das neue Album schon einmal live im Sage Club Berlin angehört und sind nicht nur beim Anblick des Sängers ins Schwärmen gekommen.

Nach anfänglichen Tonschwierigkeiten ging der Beat der zwölf neuen Indi-Pop-Songs direkt in die Beine, Texte und Stimme des Sängers hingegen berührten unsere Herzen. Simon Konrad kombiniert gekonnt das Markenzeichen von Cargo City, die Akustikgitarre, mit Elektro-Samples und Instrumenten wie Gebläseorgel, Piano oder Xylophon. Das Ergebnis reicht von leisem Folk bis hin zu krawallig-akustischem Frohsinnspop, der vor allem gestern Abend das Publikum zum Tanzen brachte und in Verzückung versetzte.

 

 

GM Zimmermann: Simply I


28.05.09

© GM Zimmermann

© GM Zimmermann
© GM Zimmermann

© GM Zimmermann

Wir sind uns nicht ganz im Klaren darüber, wem das Simply I Projekt von Gilles-Marie Zimmermann gewidmet sein könnte, aber wir sind uns sicher, dass es sich dabei um traumhaft schöne Bilder von Models und Persönlichkeiten wie Anna Mouglalis, Heidi Klum, Laetitia Casta, Lauren Hutton, Milla Jovovich, Mischa Barton oder Naomi Campbell handelt. Die Fotos zeigen die wahre Schönheit und betonen die individuellen Seiten jeder Person. Wer sich noch nicht satt gesehen hat, findet auf der Homepage von GM Zimmermann noch zahlreiche weitere seiner grandiosen Bilder:

In Paris geboren studierte Gilles-Marie Zimmermann zuerst klassische Musik bevor er die Fotografie für sich entdeckte. Seine berufliche Laufbahn begann er als Assistent in den Harcourt Studios, wo sein Talent erstmal entdeckt wurde und er kurz darauf zum Fotografen befördert wurde. Gilles Marie arbeitete außerdem als Filmfotograf für Sygma. Zu seinen Kunden gehören u.a. Jean-Louis Scherrer, L’Oreal, Wella, Schwarzkopf, Cartier, Chaumet, French Glamour, West East, GQ, Massiv, Madame Figaro, Amica, Ocean Drive, Mischa Barton, Naomi Campbell, Audrey Tautou, Penelope Cruz, Heidi Klum, Theodora Richards, + Laetitia Casta.

 

Back to Nature


17.05.09

Was kann es Schöneres geben? Jeden Morgen, auf dem Weg zur Arbeit, raus aus der Großstadt und rein in die Natur. Frische Luft, freie Straßen, kein Lärm der vom Arbeiten ablenkt und dann noch dieser traumhafte Blick ins Grüne. Der perfekte Ort für kreative Köpfe und solche, die es noch werden wollen. Das von Iwan Baan entworfene Architekturbüro für Selgas Cano ist zukunftsweisend. Abgelegen vom Stadtzentrum Madrids bietet es den Angestellten völlig neue Perspektiven.

Weitere Bilder und Infos über das Projekt und Iwan Baan gibt es hier.

Via ArchDaily

 

Schön ist anders…


15.05.09




© Meredith Andrews, Via Behance

…aber wie soll man schon aussehen, wenn man kaum aufgestanden und völlig schlaftrunken vor die Kamera von Meredith Andrews gesetzt wird? Wie beruhigend, dass nicht nur mein eigenes Spiegelbild früh am Morgen irgendwie erschreckend aussieht, bevor ich nicht mindestens geduscht und gebürstet bin. Der blanke Wahnsinn – es gehört viel Mut dazu Fotos ohne Make-Up, Weichzeichner und Photoshop zu veröffentlichen.