Curious Displays


17.03.10

Eine interessante Idee für eine neue Art von Display ist Julia Tsaos Examensarbeit in Media Design am Art Center College of Design (HP in Bearbeitung). Neugierig verbindet innovative Funktionalität mit Design-Forschung und einem Vorschlag für ein zukünftiges Produkt. Das Projekt untersucht die Beziehung von Geräten und Technologie, mit mehrdimensionalerKommunikation und der Komplexität sozialen Verhaltens und Interaktion. Gut vorstellbar ist diese Art Technologie z.B. als Medienfassade an Gebäuden.

RoosBros

 

Bestandsaufnahmen gesellschaftlicher Tabubezirke


16.03.10

Zweisitzer oder Eckcouch, Wackeldackel oder Wandteppich, Biber Bettwäsche oder Satinlaken: all das gilt als wichtiger Informationsträger der demografisch bis psychografischen Analyse eines Haushüters. Doch wie prägt persönliche Individualität Plätze der architektonischen Analogie und stilistischen Systematik außerhalb heimischer Sphären. Jürgen Chill hat sich Gefängsniszellen und Bordellstuben mal von oben angeschaut und sich auf eine preisgekrönte fotografische Ermittlung in Vogelperspektive begeben. In Frontalperspektive sind die Arbeiten übrigens auch im Oktober auf der Expo 2010 in Shanghai, China im Deutschen Pavillon ausgestellt. Abgesehen von der farblichen Verschiedenheit und differenzierenden 4qm ca. wirken die Räumlichkeiten doch erstaunlich ebenmäßig.

Bordelle auf hundertmark, Zellen auf popchili

 

A Heart a Day – ein Blog mit Herz


15.03.10

Thomas Fuchs ist Illustrator und lebt in New York. Sein Blog ist absolut herzig.  Jeden Tag beschenkt er seine Zuschauer mit Illustrationen in Herzform. Viele seiner Arbeiten sind rein optisch nicht mein Geschmack. Andere wiederum zeugen von einer großartigen Abstrahierungs -und Assoziationsgabe. Der Blog, im Oktober 2009 gestartet, ist noch jung. Man schafft es ohne Weiteres, ihn bis zu seinem Auftakteintrag zurückverfolgen.

Freistil online

 

BerliNordik – bright green design – Call For Entries


15.03.10


© Jan Rasmus Voss

Für die zweite Runde des Projekts BerlinNordik sucht CREATE BERLIN Berliner Gestalterinnen und Gestalter aus den Bereichen Produkt- und Interieurdesign mit max. 5 Jahren Berufserfahrung, die mit ihren Produkten und Objekten zum Thema Nachhaltigkeit – und zwar in Idee und Entwurf, durch Material und Energieverbrauch, oder auch durch die Prozesse von Produktion, Gebrauch und Verwertung – zur Ausstellung beitragen.


© diephotodesigner

BerliNordik führt als Projektserie durch die nordischen Hauptstädte. Nach „bright green fashion“ und einem erfolgreichem Projektauftakt 2009 in Kopenhagen, bleibt BerliNordik 2010 in Berlin und lädt die Nordischen Partner in die Hauptstadt ein, bevor es ab 2011 weiter nach Island, Norwegen, Finnland und Schweden geht. Die anschließende Ausstellung „bright green design“ wird nach ihrer Eröffnung in Berlin wandern und an bis zu zwei weiteren Standorten im Rahmen des Projektes BerliNordik präsentiert.


© Jan Rasmus Voss

Bewerbungs- und Einsendeschluss ist der 23. April 2010.
Einsendung per Email an: berlinordik@create-berlin.de

zum Call for Entries



 

Vee Speers – last days of childhood


14.03.10

An Tagen der alltäglichen Sachlichkeit eines gepflegten Erwachsenendaseins, passiert es in einigen Minuten der ungewollten Unachtsamkeit, dass wir uns zwischen verborgenen Sehnsüchten wiederfinden, die unsere Wahrnehmung manipulieren und uns auf trügerisch idealisierte Weise zuflüstern wollen, dass die verlorene Zeit der Kindertage wohl die glücklichsten Momente unseres Lebens gewesen seien müssen. Eine Zeit, in der Topf schlagen und Blinde Kuh gesellschaftlich anerkannt waren, Schokolade nicht dick machte und Verkleiden nie dem furchtbaren Druck des guten Aussehens unterworfen war. Die Geburtstagsfeier, die Vee Speers festgehalten hat, scheint entweder leicht aus dem Ruder gelaufen zu sein, oder es sind unsere Vorstellungen vom unbefangenen Kind sein, die sich unbemerkt der Wirklichkeit entzogen haben. Vielleicht treffen sich auf der dress-up Party ja auch die gefragten Vertreter der viel zitierten ,,verschwundenen Kindheit“, die neben kindlicher Koketterie die verborgene Geheimnisse des reifen Rollenspiels austauschen.

photoslaves

 

The Art of Chess – Schachspielvariationen


13.03.10

„The Art of Chess” ist eine Ausstellung die am 14. April 2010 auf der Mailänder Möbelmesse als Teil des  fuori salone, Schachspielinterpretationen bekannter zeitgenössischer Künstler zeigt. Künstler wie  Tracy Emin und Damien Hirst deklinieren das Thema Schach von provokativ-vulgär bis klinisch-minimalistisch in sieben Variationen durch.


‘modern chess set’, rachel whiteread 2005


‘mental escapology, damien hirst 2003


‘untitled’, barbara kruger 2006


‘chess set’, jack and dinos chapman 2003


‘amorphous organic’, alastair mackie 2008


‘untitled’, tom friedman 2005

Mehr Fotos hier

Neatorama

 

Alberto Seveso – Tinte im Goldfischglas


12.03.10

Wenn Wasser und Farbe sich zum molekularen Zusammenspiel in einem Wasserbehälter treffen, entstehen dabei manchmal solche versunkenen Luftschlösser, wie bei Alberto Seveso. Zugegeben der Trick ist alt, trotzdem fließt die Farbe beim italienischen Künstler besonders gekonnt zu anschmiegsamen Artungen der Unterwassergewächse.

Hier ein kleiner Einblick in frühere Arbeiten – erstaunlich vielseitig.

beginbeing

 

Alice in Potholes – Oder wie man Spaghetti aus Schlaglöchern isst


11.03.10

Potholes oder in Deutsch Schlaglöcher oder in Fachdeutsch (Frost)ausbrüche, sind bei Zwei -und Vierradfahrern äußerst unbeliebte Vertreter der Straßenschäden. Für Claudia Ficca und Davide Luciano aus Montreal sind sie Inspirationsquelle für ihre fortlaufende Fotoserie mypotholes die sie in L.A., N.Y.C. und Montreal schießen. Während in New York Spaghetti mit Fleichbällchen direkt aus dem Schlagloch gefuttert werden, rettet eine Baywatch-Nixe in L.A. Ertrinkende. Alice gelangt direkt von der 30. Straße ins Wunderland. Die Kanadier finden für ihre Serie immer auch Motive und Szenarien, welche die Stadt charakterisieren. Die Ironie, die aus überflüssigen Asphaltschäden, plötzlich nützliche Gefässe für Nahrung, Fußbäder oder die Feinwäsche macht, rundet diese, mir bisher unbekannte, Variante der Streetart ab.

formatmag

 

Maarten Wetsema – Meilensteine der Hundeportraitfotografie


10.03.10

Große Hunde, kleine Hunde, wuschelige Hunde, Kurzhaarhunde. Die niederländische Fotografin Maarten Wetsema hat offensichtlich eine Vorliebe für Hunde – und Möbel. Wer sonst würde 4 ganze Fotoserien (Daan and Jacob, Dogs in their Domestic Environments, Portraits of Dog, Dogshoots) der Hundportraitfotografie widmen. Die Theorie, dass Herrchen und Hund sich oftmals erstaunlich ähnlich sehen, ist unter Hundekennern weit verbreitet. Ob das Gleiche jedoch auch für Hund und Heimchen gilt, wurde bisher noch nicht tiefgehend thematisiert. Wie dem auch sei, bei Wetsema stimmen Hintergrund und Hund wie Hund zu Herrchen.

lenscratch, if it´s hip it´s here

 

Minimal Earth – Black & White Globe


09.03.10

Der minimalistische Globus aus dem Hause Nendo kommt ohne die sonst üblichen Farben aus, ohne Grenzen und auch ohne Ländernennung. An die Stelle von unsteter, geografisch-politischer Korrektheit tritt ein emotionales  Statement. Interessant in diesem Kontext ist auch die These die Alexander Kluge auf dem DLD-Panel map your future (TheJ berichtete) erhoben hat.

Minimalissimo

 

Rube-Goldberg-Maschine deluxe


08.03.10

Domino Day war gestern. Ok Go zeigen mit Hilfe einer vom Effekt her ähnlichen Installation namens Rube-Goldberg-Maschine eines der viralsten Musikvideos der letzten Zeit und das muss gewürdigt werden:

65 Mitarbeitern und 60 Anläufe, von denen 3 tatsächlich bis zum Ende durchliefen, davon zwei aus ästhetischen Gründen kombiniert, führten zu dem offiziellen Video “This Too Shall Pass”.

xoomix

 

Michael Johansson – Spielzeugnostalgie für Ausgewachsene


08.03.10

Für alle äußerlich Groß Gewordenen, die in ihre Kindheit voller selbstvergessener Begeisterung unzählige Stunden, vertieft in ihren Fantasieterritorien, mit dem Zusammenbau von Modellsätzen verbracht haben und noch heute gerne an das Geräusch des Auseinanderknickens der Plastikrahmen denken, hier ein Stück Nostalgie im angepasst erwachsenen 1:1 Großformat. Fahrbare Untersätze sind seit jeher die Pioniere der Spielzeughierarchie, die Version des Schweden Michael Johansson kommt aber vergleichsweise designsicher in uni Farben daher. In den geschweißten Metallrahmen verstecken sich alle fortbewegungsrelevanten Utensilien vom Dieselmotor bis zur Fahrradklingel. Eine kleine Enttäuschung aber: Alters entsprechend darf nur betrachtet, nicht gebastelt werden!

designboom

 

Zahlenstapel und Buchalphabet


07.03.10

Wer richtig stapelt bekommt am Ende so hübsche Zahlenkombinationen oder sogar ein ganzes Alphabet. Ich hab zwar keine Ahnung wie das ‘P‘ die Schwerkraft ausgehebelt hat aber es gibt ja heutzutage Lösungen für derartige Lapalien.  Das Alphabet aus Büchern ist von Hanna Nilsson und Sofia Østerhus, die sehr schönen Ziffern von Paul Octavius.

Swiss & Miss

 

Google Office steht Kopf


06.03.10

Google creative director Ji Lee geht an die Decke, die Gründe sind aber recht plausibel:

“People fill the floor of their homes with furniture and walls with paintings and pictures. So why are the ceilings left empty? Decorating ceilings was a celebrated art form in the past centuries that somehow got lost through the reductionism of modernism. People don’t look at the ceiling anymore. It’s a dead space. So I wanted to bring a small wink to this space. I also liked the idea that somehow there’s a parallel world which coexists with ours.”

Die kopfstehende Kleinkunst versteckt sich derzeit in den kreativen Quadratmetern des heimisch und dienstlichem Hoheitsgebiet Lees – auf der anderen Seite der Schwerkraft versteht sich. Maßgeschneiderte Miniaturreiche gibt es auf Anfrage. Preis für eine persönliche Parallelwelt leider unbekannt.

ignant

 

RGB-Messie – Portia Munson gibt den Farbton an


05.03.10

Portia Munson kombiniert in ihren Installationen die Angewohnheiten eines Messies mit denen eines Pedanten. Sie sammelt unzählige gebrauchte und unbrauchbar gewordene Plastikgegenstände und wirft sie entweder wahllos als große Farbfamilie auf einen Haufen, oder stellt durch akribische Anordnung fließende Übergänge von einer Farbnuance zur anderen her. Pink scheint bei Portia Munson ein ebenso beliebtes Thema zu sein wie bei dieser Farbsortiererin.

iGnant