Forum Vogelsang

Ordensburg Vogelsang (Eifel). Die ehemalige “NS-Ordensburg” Vogelsang wurde seit dem Kriegsende durch ihre Lage in einem von der britischen Armee begründeten und von der belgischen Armee übernommenen militärischen Sperrgebiet praktisch unter Verschluss genommen. Das drittgrößte noch erhaltene Baumonument des nationalsozialistischen Regimes haben die Belgier erst zum Jahresende 2005 an die Bundesrepublik zurückgeben. Deutschlands ehem. halbfertiges Nazi-Projekt soll nun durch eine Neugestaltung zum Informations-, Ausstellungs- und Bildungszentrum ausgebaut werden. Derzeit arbeiten zahlreiche ArchitektInnen und LandschaftsplanerInnen an den Vorschlägen für die neue “Perspektive” in Vogelsang.

Vogelsang wurde am 1. Januar 2006 zum ersten Mal den Besuchern öffentlich gemacht. In knapp 2 1/2 Jahren haben über 350.000 Menschen das Gelände besichtigt und zeugen damit von der Dringlichkeit der Erhaltung architektonischer Leistungen, dem Wunsch nach historischer Aufklärung und verpflichtender Nachhaltigkeit bestimmter geschichtlicher Geschehnisse.

“Vogelsang ist eines der Projekte der EuRegionale 2008 und damit eines der Leitprojekte des regionalen Strukturwandels. Vogelsang ist in dreifacher Hinsicht ein besonderer Ort. Er ist ein Ort der Zeitgeschichte – zentrales, bauliches Zeugnis der NS-Zeit. Er liegt im Herzen des Nationalparks Eifel, einem sensiblen Naturraum, und er bietet einmalige Panoramablicke auf den Nationalpark und die Region. Diese drei Besonderheiten bilden den Ausgangspunkt des Entwicklungskonzepts für Vogelsang.”

Gemessen an dem schwierigen Erbe, stellt die Planung eines solchen Ortes eine besondere Herausforderung für die ArchitektInnen und LandschaftsplanerInnen dar, die Vision eines INTERNATIONALEN PLATZES VOGELSANG mitten im Nationalpark Eifel unter Berücksichtigung sämtlicher sozial-, gesellschaftlich-, historischer Einflüsse. Ein Ort der Toleranz und des Friedens. Ein Ort der Erinnerung und Natur, der internationaler Kommunikation und Bildung. Und ein Ort, dessen historische Wurzeln in einer demokratischen Gesellschaft mit Bedeutung gewürdigt wird und ihm das verleihen was er ist: Einzigartigkeit.

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