The BPA – Part 2

„Ich glaube ich höre die falsche Musik“ dachte ich, als meine Freundin erzählte das sie auf einer Party neben Dizzee Rascal stand. Zwar kannte auch sie ihn kaum, trotzdem redeten irgendwann alle nur noch von diesem einen Thema.

WHO IS THAT GUY?

Die Anwort bekam ich vor vier Wochen, als ich zum ersten Mal zu Dizzee’s Fix Up, Look Sharp abtanzte. Ich fand’s überirdisch. Verrückt, mit 16 lieh ich mir das Talking Heads Album aus und mochte es nicht einmal. Jetzt, ein paar Jahre später, habe ich es mir gekauft. Auf David Byrne wurde ich erst später aufmerksam. Wie genial ist der Typ eigentlich? Aber dazu später… Doch wenigstens Tausendsassa und Über-Produzent Norman Cook a.k.a. Fatboy Slim ist mir bekannt.

Seltsam erscheint die Zusammenarbeit der Herren Rascal, Byrne und Cook. The Brighton Port Authority, kurz The BPA, ist in erster Linie ein Projekt Norman Cook’s und dessen Kollegen Simon Thornton. Will man der sehr fantasievollen Biographie auf ihrer Myspaceseite Glauben schenken, so entstand die Band Anfang der 70er Jahre in Brighton. Angeblich feierte The Brighton Port Authority einige Erfolge in Teilen Großbritanniens, bevor sie sich Mitte der 90er Jahre auflöste. Der Grund für das ‚Comeback’ der BPA seien alte Aufnahmen gewesen, die in einem Warenhaus in Brighton gefunden wurden. …

Diese klangen wohl so gut, dass Cook und Thornton mit dem alten Material zu arbeiten anfingen und illustre Gäste wie Iggy Pop, Martha Wainwright und eben Rascal und Byrne für das Projekt gewinnen konnten. Fiktionale Biographie hin oder her, dem All STAR-bestückten Projekt steht höchstwahrscheinlich eine glorreiche Zukunft bevor. Bewies Norman Cook doch schon häufig ein Gespür für Hits (Praise You, The Rockerfeller Skank, Soul Surfing, Magic Carpet Ride). Besonders das von Iggy Pop gesungene He’s Frank begeistert. Iggy singt hier einen Song der britischen Band The Monochrome Set. Sehr charmant klingt das, nicht sehr Iggy-typisch und fast ein bisschen Crooner-haft.

Das Video zum von David Byrne gesungenen Toe Jam erstrahlt im matten Glanz eines 70er Jahre Pornofilms, und zelebriert die zensierte Version einer Swingerclubparty. Alles da, Afro, Farah Fawcett Wellen, Kniestrümpfe, Schnauzer und der Flokatiteppich. In einer Szene sind die freizügigen Formationen der Tänzerinnen choreographiert wie Wasserballett, es wird Limbo getanzt oder einfach auf dem Sofa gehüpft. Die interessanten Stellen bleiben verdeckt. Abzuheften unter Norman Cook’s Swingerparty, schwarzer Balken, Hitgarant.

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