She put the Hip in HipHop

© Martha Cooper
© Martha Cooper

Es war einmal eine Zeit, in der sich noch niemand für Sprayer, Breaker und Rapper interessierte. Back in the early days, Anfang der 70er Jahre. Da gab es eine junge, ambitionierte Fotojournalistin, die für die New York Post arbeitete und auf ihrem Weg zur Arbeit in der Lower East Side Kids beim Spielen auf der Straße fotografierte. Sie lernte Dondi kennen, einen Jungen, der damals mit einem Notizbuch ausgestattet, die Wände und Züge der Stadt bemalte. Sie traf eine Gruppe Kinder, die sich einen eigenen Tanz ausdachten und sich in den U-Bahnhöfen Manhattans gegenseitig herausforderten. Diese Frau hieß Martha Cooper und sie stand im Wartezimmer, als HipHop geboren wurde.

© Martha Cooper
© Martha Cooper
Martha Cooper © Allan AKA
Martha Cooper © Allan AKA

HipHop ist heute ein dehnbarer Begriff, der zu einem riesigen Mainstream Hype avancierte und besonders im neuen Jahrtausend fester Bestandteil junger westlicher Kultur ist. Damals ging es ausschließlich um Kreativität. Es ging weder um ‘Fame’, ‘Bitches ‘n Hos’, noch um riesige ‘Cribs’ oder fetten ‘Bling’. Es ging um einen gewaltfreien Zeitvertreib, etwas Neues, noch nie dagewesenes: Grafitti, Breakdancing, DJing, MCing – eine Lebenseinstellung und Jugendbewegung. Heute denken wir fast nur noch an Rap-Musik, eben an ‘Bling Bling’ und Sexismus, doch Martha Cooper dokumentiert, in ihrem bereits über 30 Jahre altem Lebenswerk, eine Bewegung, die so viel mehr war und eigentlich immer noch ist. Dank ihr könne wir heute die Entwicklung des HipHops nachvollziehen und verstehen. Einige ihrer Fotobände wie z.B. “HipHop Files“, “Tag Town” oder “Street Play” sind die Bildchroniken einer Lifestyles. Die Fotografin war für die Kindern New Yorks ein Sprachrohr, ohne dass sie es bemerkten. Während niemand die “Halbstarken” ernst nahm, war Martha da und hörte ihnen zu. Sie war fasziniert vom Ideenreichtum, der positiven Energie, die die Jugendlichen umgab, die sprühten, tanzten, sangen oder scratchten. Zu diesem Zeitpunkt dachte sie, der “Trend” würde so schnell wieder verschwinden wie er gekommen war, also lieber ein paar Bilder machen.

Die legendäre und bis heute respektierte Zeitzeugin Cooper hat neben einem Anthropologie und Kunst Abschluss am Grinell College, außerdem bei den Peace Corps in Thailand mitgearbeitet und war lange Zeit beim National Geographic Magazine tätig. Die Arbeit auf den New Yorker Straßen prägte sie jedoch immens und wird noch lange nach ihr ein Stück urbaner Geschichte prägen.

Da Madam Cooper leider keine offizielle Website hat, gibt es hier mehr Infos:

Interview mit Cooper auf Hobnox

Coopers Website über weibliche Fotografinnen und ihren Werdegang

Coopers Website über B-Girls

Coopers Website mit Fotografien von NYC

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Kommentare zu diesem Beitrag


Scheint ne konkrete Dame zu sein!

von Lenz am 15.12.08

über martha cooper hört man leider viel zu selten was in den medien. die ist wahrlich eine ikone.

von basti am 15.12.08

I love the title! This writer is amazing!

von Leah am 15.12.08