Filmtip: Slumdog Millionär
Der in Indien gedrehte Film handelt vom bisher größten Tag im Leben von Jamal Malik: Nur noch eine Frage trennt ihn vom Hauptpreis, den 20 Millionen indische Rupien, in der Fernsehsendung „Who Wants to Be a Millionaire?“. Doch warum sollte ausgerechnet ein ehemaliger Straßenjunge aus Mumbai als erster die Millionenfrage richtig beantworten? Für den Moderator der Show, Kumar Prem, gibt es keinen Zweifel, dass es sich bei Jamal um einen schamlosen Betrüger handelt, zumal er selbst auch aus den Slums kommt und sich mühsam hochkämpfen musste. Als die beiden sich in der Werbepause auf der Toilette begegnen, hat Prem keine Skrupel, Jamal eine falsche Antwort zukommen zu lassen. Doch Jamal durchschaut den Trick und errät die richtige Lösung. Kurz vor der letzten Frage ertönt das Signal zum Ende der Sendung. Jamal ist über Nacht zum Medienstar geworden. Da der Kommissar von der Unschuld Jamals überzeugt ist, lässt er ihn am nächsten Tag frei und bringt ihn zum Studio. Sein Bruder Salim, welcher Jamal im Fernseher sieht, bereut seinen Lebenswandel, welcher ihn zum skrupellosen Handlanger eines reichen Verbrechers gemacht hat. Er verhilft Latika zur Flucht, welche sich im Gefolge seines Bosses befindet, und überlässt ihr sein Handy und seinen Wagen mit dem sie zur Show fahren will. Anschließend bereitet Salim sich auf das Schlimmste im Haus seines Bosses vor. Jamal kann indessen die letzte Frage nach dem Namen des dritten Musketiers nicht sofort beantworten. Er wählt den Telefonjoker und lässt die einzige Nummer anrufen die er kennt – seinen Bruder. Latika, die im Verkehrschaos Mumbais stecken geblieben ist, sieht ihn in einem der zahllosen Fernseher und geht ans Telefon. Dass Latika lebt bringt Jamal durcheinander, allerdings kann auch sie ihm nicht helfen, doch Jamal errät daraufhin die richtige Antwort. Gleichzeitig erschießt sein Bruder in einer Badewanne voller Geld seinen Boss und wird von dessen Wachen erschossen. Später in dieser Nacht treffen sich Jamal und Latika auf einem Bahnhof und küssen sich.
Slumdog Millionär ist ein Film von Danny Boyle aus dem Jahr 2008 und basiert auf dem Buch „Q and A“, deutscher Titel “Rupien! Rupien!”, von Vikas Swarup. Simon Beaufoy basierte das Drehbuch auf dem Roman Q and A von Vikas Swarup. Um das Drehbuch zu verbessern reiste Beaufoy dreimal nach Indien und befragte Straßenkinder. Im Sommer 2006 luden die britische Produktionsfirmen Celador Films und Film4 den Filmregisseur Danny Boyle ein, das Drehbuch zu lesen. Boyle zögerte anfangs, da er nicht daran interessiert war einen Film über Who Wants to Be a Millionaire? zu drehen. Boyle änderte seine Meinung nachdem er sah, dass Beaufoy auch das Drehbuch zu einem seiner Lieblingsfilme, dem britischen Film Ganz oder gar nicht geschrieben hatte. Boyle war davon beeindruckt, wie Beaufoy verschiedene Erzählstränge aus Swarup’s Roman verknüpfte und entschied sich dafür, den Film zu drehen. Da die geplanten Produktionskosten bei 15 Millionen US-Dollar lagen, suchte Celador eine weitere Produktionsfirma um die Kosten zu teilen. 20th Century Fox Angebot lag bei 2 Millionen US-Dollar, wurde aber von Warner Independent Pictures mit 5 Millionen US-Dollar übertroffen. Nach der Schließung von Warner Independent Pictures durch den Mutterkonzern Warner Bros., wurden die Distributionsrechte für Slumdog Millionär an Fox Searchlight verkauft. Warner und Fox Searchlight teilen sich Kosten und Einkünfte des Vertriebes. (Via)
Im September 2007 reiste das Filmteam nach Mumbai und begann einheimische Schauspieler und Filmtechniker anzustellen. Boyle entschied sich auch, ein Drittel des Dialogs vom Englischen in Hindi zu übersetzen, teilte aber der Filmproduktionsfirma mit, dass nur zehn Prozent des Dialogs in Hindi seien. Drehorte waren unter anderem die Slums in Mumbai und der Vorort Juhu. Die Dreharbeiten begannen am 5. November 2007.
Den Besucher des Films erwarten unglaubliche Bilder, fantastische Farben und einen Einblick in die Kultur Indiens wie sie bisher nur selten oder gar nicht zu sehen war. Filmstart in Deutschland ist der 19. März 2009.











Kommentare zu diesem Beitrag
Jupp, auf den Film freu ich mich auch schon!
von Ole the Man am 18.02.09Sehr schöner Film, nur schade, dass hier die gesamte Geschichte erzählt wird.
von typ am 18.02.09must see!!!!!!!!!!!!!
von sven am 18.02.09