‘7×14′ EDITORIAL: Henning Bohl
Henning Bohl in der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden
30.06. – 12.07. 2009
Henning Bohl und Wolfgang Breuer malen vor Ort.
Spaltfüllende Klebstoffe, das Wichtigste in die Mitte, umgekehrte Langneseherzen, Pfirsiche, Adventskalender, Schüsseln und Nachspeise.
Henning Bohl (*1975 in Oldenburg) studierte an der Kunsthochschule in Kassel (1997-2000) und an der Städelschule in Frankfurt am Main (2000-2004) bei Prof. Thomas Bayrle und bei Prof. Michael Krebber.
In einer privatistischen wiewohl konzeptuellen Setzung kombiniert er Dinge zu Bildern, die sich zunächst durch ihre Leichtigkeit, ihre sensiblen, leuchtenden Farben und ihre klare, schnörkellose Form auszeichnen. Papierbänder über offenen Keilrahmen, Filzstiftgemälde, an Sockel gelehnte Collagen aus Papierschnipseln oder die Applikation auf einem Rosengitter führen Träger und Material als solche vor. Er erarbeitet großformatige Gemälde, die aus Tropfen-, Tränen-, Kreis- und Sichelformen scheinbar simpel komponiert sind, aber dennoch Opulenz und Poesie ausstrahlen.
In seinen Ausstellungen werden diese Bilder und Objekte niemals als isolierte Einzelwerke präsentiert, sondern stets in einen installativen Zusammenhang gebracht, der die Bewegung des Betrachters im Raum ebenso choreographiert, wie seine assemblierten Arbeiten als „Props” einer kommenden Performance erscheinen lässt.
Seine Arbeitsweise wird unter anderem als „mehrschichtiges Sampler- und Composertum” bezeichnet. Ausgangspunkte für sein künstlerisches Schaffen sind oftmals Zeitschriften, Zeitschriftentitel oder Zeitschriftenkonzepte, z.B. Theater heute, Psychologie heute, The studio.
Staatliche Kunsthalle Baden-Baden
Lichtentaler Allee 8a
76530 Baden-Baden
Tel. 07221-30076408
www.kunsthalle-baden-baden.de











Kommentare zu diesem Beitrag