Cargo City – ehrlicher Indie-Pop
Nach dem das Erstlingswerk „ How To Fake Like You Are Nice And Caring“ bereits im vergangenen Jahr die Kritiker überzeugen konnte, veröffentlicht der Singer-Songwriter Simon Konrad alias Cargo City heute (29.05.09) mit „On.Off.On.Off“ sein zweites Album. Mit einer fünfköpfigen Band ist Cargo City seit gut einer Woche deutschlandweit unterwegs. Gestern Abend haben wir uns das neue Album schon einmal live im Sage Club Berlin angehört und sind nicht nur beim Anblick des Sängers ins Schwärmen gekommen.
Nach anfänglichen Tonschwierigkeiten ging der Beat der zwölf neuen Indi-Pop-Songs direkt in die Beine, Texte und Stimme des Sängers hingegen berührten unsere Herzen. Simon Konrad kombiniert gekonnt das Markenzeichen von Cargo City, die Akustikgitarre, mit Elektro-Samples und Instrumenten wie Gebläseorgel, Piano oder Xylophon. Das Ergebnis reicht von leisem Folk bis hin zu krawallig-akustischem Frohsinnspop, der vor allem gestern Abend das Publikum zum Tanzen brachte und in Verzückung versetzte.
Besonders die eher außergewöhnliche Besetzung (Piano, Glockenspiel, Melodika, Bass, Gitarre, Cajon…) gab dem live Auftritt einen ganz besonderen Charme und war bzw. ist auf jeden Fall einen Besuch wert.
Wer sich das Album erst einmal kostenlos anhören möchte, kann dies per Webwheel tun – darüber hinaus gibt es dort auch noch fünf exklusive Goodiebags zu gewinnen.











Kommentare zu diesem Beitrag
Danke, dass du geschwiegen hast. Besser so.
von El Greco (der Grieche) am 9.06.09“Ehrlich” ist ein Epitheton ornans.
von El Greco (der Grieche) am 7.06.09Da du mit Sicherheit keinen Schimmer hast, was das ist, schlag bei Wikipedia nach – oder schweige für immer.
[...] TheJunction.de [...]
von Cargo City Indie Pop mit cooler Brille « Cajon Drums Percussion am 30.05.09Aber ist Simon Konrad wirklich authentischer als Robbie Williams? Erlangt er seine Authentizität nicht erst durch die Akzeptanz des von ihm (durch seine Musik, Texte, Clips, Kleidung und Art) perfekt abgestimmten Images “Indie-Singer-Songwriter”?
Letztendlich geht es doch darum, ob dieses Image glaubwürdig ist. Dabei spielt die Echtheit oder Ehrlichkeit keine Rolle, die ist eh nicht nachzuprüfen (es sei denn, Du warst dabei).
Worum es mir geht: Dein Bild von Simon Konrad ist letztlich auch eine (Medien-)Konstruktion und damit in meinen Augen nicht ehrlicher als das konstruierte Image von Robbie Williams. Ich mag die positive Hervorhebung von Künstlern durch das Adjektiv “ehrlich” einfach nicht, da ich Pop generell für inszeniert halte. Was ich übrigens nicht schlimm finde, sondern großartig. Nichts für Ungut. ;)
von sbstn am 29.05.09Robbie Williams oder andere Künstler, die ihre Songs nicht selbst schreiben als unehrlich zu bezeichnen, so weit würde ich nicht gehen. In gewisser Weise sind sie aber nicht so authentisch/ehrlich wie eben ein Simon Konrad, der uns sein Herz öffnet und seine selbst erlebten Geschichten erzählt. Ich würde einen Künstler nie als “unehrlich” bezeichnen, da immer auch ein Teil von ihm selbst in seinen Werken steckt. Auch wenn er diese nicht selbst schreibt, interpretiert er diese doch auf seine ganz eigene Art.
von julia-TheJunction am 29.05.09Was Du mit “ehrlich” meinst, habe ich mir schon gedacht. Mich würde aber wirklich interessieren, was im Umkehrschluss unehrliche Popmusik sein soll – ohne Dir zu Nahe treten zu wollen. Hieße das, Robbie Williams sei ein unehrlicher Künstler, weil er seine Songs nicht selbst schreibt? Ist das unauthentisch, wenn er zB “Angels” singt?
von sbstn am 29.05.09Das “ehrlich” bezieht sich auf die absolut autentischen Texte mit denen sich Simon Konrad seinem Publikum öffnet. Er schreibt seine Texte selbst und lässt sich von ganz alltäglichen und vor allem persönlichen Erfahrungen und Geschichten inspirieren.
von julia-TheJunction am 29.05.09AAAAAAAAAAAAAHHHHH Was issn das für ne komische Frage?
von sam am 29.05.09Was ist eigentlich unehrlicher (Indie-)Pop?
von sbstn am 29.05.09