Anti-Terrorism Exercises in China Part II

Dass die anstehenden Olympischen Spiele ein sportliches Großereignis werden ist klar.  Das sind sie ja per Definition. Die diesjährigen sind durch ihre politische Dimension längst auch zu einem Großereignis der Kontroverse geworden. Man denke nur zurück an den olympischen Fackellauf . Nun hat das aktuelle Gastland der Spiele auch einen Superlativ unter dem Schlagwort Anti-Terror-Bekämpfung aufgemacht. “GreatWall5” nennt sich die Kampagne, die China nicht medienunwirksam gestreut hat. GreatWall5: Wenn man daran denkt, dass die Große Mauer das größte Bauwerk der Welt ist, so kleckert der metaphorische Vergleich zur chinesischen Sicherheit nicht. Er klotzt – und es ist stimmt: er ist gigantisch, er ist unübertroffen! Selbst James Bond könnte dagegen einpacken – nur, James Bond ist Film, all das hier ist echt und wahr: fälschungssichere Eintrittskarten für die Eröffnung, Videoüberwachung nonstop, Hightechkontrollen… Mehr als eine halbe Million… Besucher werden erwartet. Zur  Eröffnung der Spiele am 8. August sollen mehr als 100 Staats- und Regierungschefs aus aller Welt kommen. Natürlich ist man in China stolz auf die internationale Aufmerksamkeit, gleichzeitig will man maximale Sicherheit gewährleisten.  Und deswegen hat man nicht nur auf Technik, sondern auch auf den Faktor Mensch gesetzt. Mit 80 000 Spezial-Polizisten und einer privaten Aufpass-Armee von weiteren 600 000 füllt Peking schon mal locker eine deutsche Großstadt. Die Präsenz von soviel Sicherheitspersonal soll potentiellen Terroristen den Terror unmöglich machen und den Gästen ein Gefühl von „bei uns bist du in sicheren Händen” vermitteln. Damit beide Seiten das auch glauben können, wurden im Vorfeld schon mal einige Bilder um die Welt geschickt. Diese zeigen Polizisten, Armee und Sicherheitsleute in Aktion. Die Bilder zeigen auch, dass China in seinen Sicherheitstrainings sämtliche Eventualitäten durchgegangen ist : Chemische Angriffe, Busentführungen, Angriffe aus Luft und Wasser. Und: in welcher Topform der Veranstalter der Olympischen Spiele 2008 ist. Dabei sind die Bilder keine bloßen Reportage-Fotos. Sie sind chic, ästhetisch, gigantisch – und zeigen, dass China auch im Bereich visueller Kommunikation ein Top-Spieler ist.

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