Diane von Furstenberg macht Warhol strandtauglich
Andy Warhol ist nach wie vor allgegenwärtig. Nun, da sein 80. Geburtstag ansteht, hat sich Diane von Furstenberg mit der Andy Warhol Foundation zusammengetan und entwirft zwei Zwischenkollektionen mit seinen Motiven. „Andy’s pop colors and iconic images feel glamorous and right for the beach”, so von Furstenberg. Hauptsächlich Bademoden werden mit den Drucken verziert und sollen die Lust auf Sommer und Strand wecken.
Bereits zu Warhols Lebzeiten verewigte er die New Yorker Designerin auf einem seiner berühmten Siebdrucke, beide lebten den Glamour der 70-er und waren Weggefährten. Von Furstenberg, die amerikanisierte Form von Fürstenberg, war mit Egon von Fürstenberg verheiratet, selbst Designer und Mitglied des gleichnamigen badischen Adelgeschlechts. Warhol und sie haben beide osteuropäische Wurzeln, wurden zu Größen der Gesellschaft, tanzten im Studio 54 und haben Ikonen-Status. Im Nachhinein erscheint das alles sehr klischeehaft.
Warhol der Überkünstler ist stets präsent, man kommt nicht um ihn herum, wenn man die Kunst des 20. Jahrhunderts betrachtet. Er verewigte Stars und wurde so selbst zu einem. Seine Werke sind immer hart an der Grenze, mal überkitschig und dann wieder fast schockierend. …Die übergroßen Drucke von Unfallopfern stehen in krassem Gegensatz zu seinen Portraits von Marylin Monroe oder Elizabeth Taylor. Von Furstenberg wurde zur selben Zeit eine der prägenden amerikanischen Modedesignerinnen. Ihre Entwürfe liegen immer irgendwo zwischen casual und formal und wirken immer genau richtig. Ihr Wrap-dress ist ein Klassiker und fast schon mit dem Tweedkostüm von Chanel gleichzusetzen, es wird in allen Preissegmenten kopiert. Ihre Entwürfe waren nie aus der Mode, allerdings auch lange Zeit nicht so aktuell wie in den letzten beiden Jahren. Der „Sex and the City”-Film hat noch eins drauf gesetzt, gefühlte drei Stunden lang sieht man Carrie (Sarah Jessica Parker) in der New Yorker DvF-Boutique. Sicherlich keine schlechte Werbung.
Mode und Kunst geht immer – Versace und der in Berlin aufgespürte Künstler Tim Roeloffs, Louis Vuitton und Richard Price. Nun also Diane von Furstenberg und Warhol, bravo.




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