So süß wie Honig. Das Werk von James Jean

Maze. James Jean, 2008.
Maze. James Jean, 2008.

Kunst. Was ist das schon? Wer möchte sich schon anmaßen, in Angesicht von allem möglichen und unmöglichen Gekleckse eine profunde Meinung abgeben zu können. Aber es gibt ja auch simply Wunderschönes. Und um das zu fühlen, muss man kein Experte sein. James Jeans Kunst ist so etwas Wunderschönes und in sich selbst so divers, dass man gar nicht weiß, wo man anfangen soll mit dem Beschreiben. Da stimmt mir auch Goethe zu. Er meint, Kunst sei „eine Vermittlerin des Unaussprechlichen; darum scheint es eine Torheit, sie wieder durch Worte vermitteln zu wollen.” In Anbetracht dieses überwältigenden Werkes von Jean fehlen mir tatsächlich die Worte und werden durch Staunen und Schauen ersetzt. Seine unterschiedlichen Webseiten enthalten so viel Material, dass man sich schier verlieren kann zwischen den Zeichnungen und Aquarellen seiner Skizzenbücher.

The Willow Tree. James Jean, 2007.
The Willow Tree. James Jean, 2007.

Der in Taiwan geborene und in New Jersey aufgewachsene Künstler erstellte nach seinem Abschluss an der School of Visual Arts in New York City zahlreiche Cover für DC Comics, die unter anderem Superman, Wonder Woman und Batman herausbringen und kam hier zum ersten Mal zu Ruhm und Ehre, ausgezeichnet mit zahlreichen Preisen. Nach und nach gesellten sich aber auch Illustrationen für unterschiedliche Magazine oder Bücher dazu. Neben den vielfältigen Auftragsarbeiten liebt er es, ohne Ziel und bestimmte Absicht zu malen. Man merkt an seiner Arbeit, dass er die Idee des Phantastischen oder Paranormalen sehr schätzt, denn er schafft es mit einer unglaublichen Detailtreue, seinen Zeichnungen etwas Verspieltes und Liebenswertes zu verleihen. Mit seinem Duktus transportiert er ein starkes und reines Gefühl. Man denkt an Worte wie „untadelig”, „hold” oder „morgenschön”. Selbst in energischen, kämpferischen oder erotischen Momenten, die James Jean erfasst, bleibt immer etwas Liebliches, das seinen Bildern anhaftet wie Honig. Auf die Frage jedoch, was Jean als seine größte Quelle der Inspiration betrachtet, antwortet er: „Leiden. Und ich befreie mich jedes Mal ein bisschen selbst, wenn ich male.”

Crayoneater. James Jean, 2007.
Crayoneater. James Jean, 2007.

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Kommentare zu diesem Beitrag


hey, … 70 % of our textes are written in german, 30 % in english, sorry. Greets

von Redaktion am 15.09.08

doesn’t this web site has other languages support??

von ingiltere dil okulu am 15.09.08