Michael Moores neuer Film- kostenlos im Netz ab Mitternacht

Es dürfte eigentlich kaum jemanden überraschen, dass sich Filmemacher und Querdenker Michael Moore mit einem neuem Film in den laufenden US-Wahlkampf einmischt. Seine Mission diesmal: Faule Couchpotatoes hoch vom Sofa und rein in die Wahllokale zu bekommen. “Slacker uprising” zeigt Michael Moore’s Tour vor den letzten US-Wahlen 2004 als er durch die sogenannten „Swing-States” reiste, also Staaten ohne eine eindeutig demokratische oder republikanische Wählermehrheit. Damals versuchte Moore an Colleges und Universitäten Jungwähler zu überzeugen, für den Wechsel und gegen Präsident Bush zu stimmen. Anscheinend ist Moore überzeugt, dass seine Reden von damals auch im Jahr 2008 noch geeignet sind, um junge Menschen zum Wählen zu bewegen.

Die eigentliche Überraschung ist, dass Moore den Film gratis ins Netz stellt, um möglichst viele potentielle Wähler zu erreichen. Unter slackeruprising.com können sich Interessierte einschreiben, um ab 23. September für drei Wochen den Gratis-Download des Films zu erhalten. Moore tut mit der Gratis-Veröffentlichung nicht nur ein gutes Werk, sondern schreibt auch noch Internet-Geschichte. Obwohl der Gratis-Release übers Netz in der Musikbranche bereits Gang und Gäbe ist, betritt Moore für den Bereich Film hiermit Neuland. “Slacker uprising” ist die erste Filmproduktion dieser Größenordnung, die auf diese Weise veröffentlicht wird. Zuvor lief zwar “Jackass 2.5” gratis im Netz, dieser enthielt jedoch lediglich unverwertetes Material aus der vorangegangen Kinoproduktion. Moore hingegen greift für die gute Sache tief in die Tasche. Von den ca. 2 Millionen Dollar Produktionskosten für den Film, zahlt er 1 Million aus eigener Kasse. „Als einzige Gegenleistung erhoffe ich mir, die allergrößte Wahlbeteiligung an Jungwählern in den Wahlen im November”, so Moore auf der Film-Website. Das passt zu Michael Moore, der in erster Linie schließlich nicht Geschäftsmann, sondern Weltverbesserer ist.

Der Film soll Präsidentschaftskandidat Barack Obama unterstützen. Nicht nur, weil Moore als Linker eher politisch den Demokraten zugetan ist, als den Republikanern. Obama passt zudem zum Image des Films, verdankt er doch seine Kandidatur der breiten Unterstützung aus Reihen der ansonsten zum Teil politikverdrossenen, jungen Amerikanern.

Aber klar ist auch, dass Moore sich damit ein letztes Mal gegen seinen schärfsten Gegner, George W. Bush, vor dessen Abgang positioniert. Moore’s internationaler Erfolg basiert nicht zuletzt auf der weltweiten Empörung über die Politik von Präsident Bush, der er in seinen Büchern und Filmen Ausdruck verlieh. Sein bislang erfolgreichster Film “Fahrenheit 9/11“, der 119 Millionen Dollar einspielte, ist eine scharfe und oftmals zynische, manchmal polemische Kritik am von Bush geführten Kampf gegen den Terrorismus. Indem Moore mit “Slacker uprising” im aktuellen Wahlkampf mitmischt, macht er zugleich klar, dass er mehr ist als Bushs Chefankläger. Der nächste Film nach “Slacker Uprising” ist daher auch schon in der Mache und dieser wird dann wieder – ganz klassisch – im Kino veröffentlicht.

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Kommentare zu diesem Beitrag


Speaking of George W. Bush:

Bush is a raging racist.

Bush committed hate crimes of epic proportions and with the stench of terrorism (indicated in my blog).

And I do solemnly swear by Almighty God that Bush committed other hate crimes of epic proportions and with the stench of terrorism which I am not at liberty to mention.

Many people know what Bush did.

And many people will know what Bush did—even to the end of the world.

Bush was absolute evil.

Bush is now like a fugitive from justice.

Bush is a psychological prisoner.

In any case, Bush will go down in history in infamy.

Respectfully Submitted by Andrew Yu-Jen Wang, J.D. Candidate
B.S., Summa Cum Laude, 1996
Messiah College, Grantham, PA
Lower Merion High School, Ardmore, PA, 1993

(I can type 90 words per minute. In only 7 days, posts basically like this post of mine have come into existence—all over the Internet (hundreds of copies). One can go to Google right now, type “George W. Bush committed hate crimes of epic proportions and with the stench of terrorism,” hit “Enter,” and find more than 550 copies indicating the content of this post. All in all, there are probably more than 2,000 copies on the Internet indicating the content of this post—it has, in a way, become headline news. One cannot be too dedicated when it comes to anti-Bush activities. As I looked back at my good computer work, I thought how fun and easy it was to do it.)

“GEORGE W. BUSH IS THE WORST PRESIDENT IN U.S. HISTORY” BLOG OF ANDREW YU-JEN WANG
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I am not sure where I had read it before, but anyway, it goes kind of like this: “If only it were possible to ban invention that bottled up memories so they never got stale and faded.” Oh wait—off the top of my head—I think it came from my Lower Merion High School yearbook.

von Wang am 16.03.09