Microcastle by Deerhunter



Wer gerne psychedelischen Indie-Pop hört, dem könnte das Quintett von Deerhunter bestehend aus Bradford Cox, Moses Archuleta, Lockett Pundt, Joshua Fauver und Whitney Petty schon ein Begriff sein. An sich führt diese Gruppe bisher aber doch ein relatives Nischendasein. Auch wenn Frontman Bradfox Cox verlauten hat lassen  „My punk days are over“ und er sich mit seiner Band Deerhunter und dem aktuellen Album „Microcastle“ vom verstörenden Experimental-Rock des Debüts und ihres Zweitlings „Cryptograms“ ein gutes Stück entfernt hat, muss ich dennoch einschränken, dass man sich den Weg in die Deerhunter Welt ein kleines Stück weit erarbeiten muss.

Das Album lässt sich in unterschiedliche Abschnitte unterteilen. Dem recht poppigen ersten Teil, der mit “Agoraphobia”, “Never Stops” und “Little Kids” gleich drei fantastische Songs beinhaltet, folgt ein kurzer Mittelteil. Anfangs noch etwas befremdlich, entwickelt der Mittelteil nach einigen Hördurchläufen eine wunderbare Ästhetik. Kurz bevor man droht ins Träumen abzudriften, wird man vom rockigen “Nothing ever happend” aus diesen schon wieder heraus gerissen. Mit ihm wird der dritte und etwas rauere, rockigere Teil der Platte eingeleitet. Den krönenden Schlusspunkt setzt  der vielleicht beste Song des gesamten Albums “Twilight at Carbon lake”.

Microcastle ist ein wirklich gelungenes Album, das aber vermutlich vor allem den Geschmack einer musikbegeisterten Minderheit trifft, die gerne psychedelischen und verträumten Indie-Gitarren-Pop hört. Deerhunter machen musikalisch genau das, was sie wollen und das steht ihnen auch äußerst gut, hört sich gelungen an und ist denjenigen, die sich hier angesprochen fühlen auch wärmstens an Herz zu legen.

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Kommentare zu diesem Beitrag


I LOvE IT.

von anna am 5.06.09