Wie Crazy Cat People und ihre fiesen Fellnasen das Web unsicher machen
David Bowie hat es schon gewusst: Die Crazy Cat People dieser Welt sind ein sehr spezielles Völkchen. Das Klischee von der durchgeknallten Cat Lady, die ihr Singledasein mit einem wilden Sammelsurium haariger Kratzbiester fristet, kennt wahrscheinlich jeder. Die unendlichen Weiten des Internets zeigen jedoch, dass es eine bunte Vielfalt von Katzennarren gibt – und darunter auch das eine oder andere männliche Exemplar.
Ob man die schnurrigen Vierbeiner hasst oder liebt (oder gar beides?), eines kann niemand leugnen: Innerhalb kürzester Zeit haben sie das Web erobert und tauchen dort in allen denkbaren Farben, Formen und Verrücktheiten auf. Es gibt einfach kein Entkommen. Und sind wir mal ehrlich, eigentlich ist doch auch für jeden Geschmack etwas dabei: Wer die Fellnasen nicht ausstehen kann, findet online eine Palette von Peinlichkeiten für das hemmungslose Ausleben der eigenen Schadenfreude. Und wer Miezen einfach nur knuffig findet, wird ebenfalls fündig. Genau diese Mischung ist wahrscheinlich auch das Erfolgsrezept von Katzen im Netz.
Quelle: Anastasia Hansen
Einer der Anfänge der Online-Katzenmanie war Bonsai Kitten. Eine Scherzseite mit skurrilen Bildern, die 2000 online ging und behauptete, Bonsai-Katzen zu verkaufen. Was das ist? Kätzchen in kleinen Glasbehältern, die dort angeblich mehrere Monate eingesperrt wurden, damit sie die Form der Gläser annehmen. So übertrieben, dass man sofort merken müsste, es ist ein Hoax. Ein paar humorlose Tierschützer merkten es (und merken es ab und an noch heute) nicht und machten reichlich Theater.
Fotos verrückter Natur funktionieren auch mit Vierbeinern: Seien es die Lolcats in nicht sehr eleganten Posen oder niedliche Schnappschüsse privater Cat Lover auf Instac.at. Daneben finden sich durchgeknallte Katzenbesitzer, die gerne mal Allerlei auf ihre Miezen drauf legen und es auf Stuff on my Cat hochladen sowie jene, die sie auf Cats in Boxes bei ihrem Hobby Nummer 1 fotografieren – dem Verstecken in Boxen. Für all jene, die in Stubentigern die pure Verkörperung des Bösen sehen, gibt es dank My Cat hates you auch reichlich Fundstücke im Web. Besonders skurril sind die Cats that look like Hitler: Fotos von Schnurrmaschinen, die mit einer mehr als ungünstigen Fellfarbgebung im Gesicht auskommen müssen.
Die großen Knaller im Netz sind und bleiben jedoch Videos von Fellnasen: Von harmlos unschuldigen Klassikern mit reichlich Niedlichkeitsfaktor über Männer in weinroten Hemden mit einer Katzengebrauchsanweisung für Ingenieure bis hin zur Mean Kitty mit ihren Abenteuern. Ganz vorne dabei ist natürlich Simon’s Cat. Dank YouTube wurde Simon Tofield mit kurzen und brüllend komischen Cartoons über die schrägen Eigenheiten der Stubentiger zum Star. Dabei hat er nichts anderes gemacht, als das Verhalten seiner eigenen Vierbeiner überspitzt aufs (digitale) Papier zu bringen. Und schwupdiwups gibt es Bücher, eine App, Merchandise und Fans en masse. Es gibt sie dann wohl doch – die Crazy Cat Guys. Wenn die sich jetzt mit den Cat Ladies dieser Welt zusammen tun, dann wäre die Romanze perfekt, oder? Na, oder zumindest könnten sie dann zusammen mit den Katzen versuchen, die Welt zu erobern. Vom Internet zur Weltherrschaft – das ist doch nur ein Katzensprung.





Kommentare zu diesem Beitrag