Feline Kunst: Die Welt aus Katzensicht

Wenn ein Künstler ein Foto schießt, nimmt er sich dafür oftmals genauso viel Zeit wie ein Maler für seine Bilder. Das Licht muss stimmen und jedes Detail am richtigen Platz sein. Aber es gibt auch Fotografen, die das Ganze vollkommen anders angehen. Da gibt es zum Beispiel Cooper aus den USA – er gibt sich bei seinen Bildern eigentlich keinerlei Mühe. Ohne auch nur einen Gedanken an das passende Motiv und die perfekte Bildkomposition zu verschwenden, wird einfach spontan drauf los fotografiert. Und dennoch reißen sich Menschen wie Medien um seine Bilder. Selbst Ausstellungen von seinen Werken gibt es inzwischen.

Wie kann das sein? Die Antwort ist genauso merkwürdig wie einfach: Im Gegensatz zu den meisten Fotografen besitzt Cooper vier Beine, jedoch keine Daumen. Dafür aber reichlich Fell. Die bevorzugte Kommunikation verläuft via Schnurren und Miauen. Genau, richtig gelesen: Bei Cooper handelt es sich um einen Kater. Eines Tages hatten seine Besitzer die tollkühne Idee, der abenteuerlustigen Fellnase eine kleine Kamera am Halsband zu befestigen. Alle zwei Minuten macht diese dann ein Foto. Heraus kommt ein bunter Mix an Naturaufnahmen, Nachbarmiezen und potentiellem Futter in Form von wegrennenden Eichhörnchen. Cooper beweist einmal mehr: Das Internet erschafft ungewöhnliche Stars. Erst recht im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Inzwischen begeistert der Vierbeiner sogar auf Facebook und flickr.

Coopers flickr-Account
Coopers flickr-Account

Quelle: flickr

Doch so banal Coopers künstlerische Ader klingen mag, ist sie gar nicht. Die Bilder, die er unbewusst aufnimmt, entpuppen sich immer wieder als wahre Kunstwerke. Wann bekommt man schon einmal solche Einblicke in die Katzenwelt? Bestimmt hat sich fast jeder Tierbesitzer einmal gefragt, was Hund oder Mieze tagsüber so treiben. Cooper löst das Rätsel auf. Was die Bilder so interessant macht, ist vor allem die Perspektive. Seien es die blassen Beine von Dosenöffnern, verschwommene Feuerwerke oder geheime Verstecke unter Autos: Jedes Bild macht neugierig und Lust auf mehr. Vor allem Fotos von Flora und Fauna wissen zu überzeugen: Meist fällt das Licht warm auf farbenfrohe Pflanzen und fängt seine Betrachter ein, bevor sie es überhaupt merken. Und man kann sich das eine oder andere Schmunzeln nicht verkneifen, wenn man Cooper beim Ausspähen der schnuckeligen Nachbarsmieze zuschaut. Unser Fazit also: Ein Kater als Fotograf? Vollkommen durchgeknallt! Die Bilder, die dabei entstehen? Alles andere als langweilig!

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Kommentare zu diesem Beitrag


Scheinbar sind aber nicht alle Aufnahmen bei Flickr vom Kater, zumindest kann ich mir das nicht wirklich vorstellen. Sind aber auch ein paar echt witzige dabei :)

von Lani am 17.07.11

Lehrreicher Post. Interessant, wenn man sowas auch mal aus einem anderen Blickwinkel beschrieben lesen kann.

von Simon am 14.06.11