Die Liebe in Moscow, Belgium
23.09.08
Eine Postbeamtin, die von ihrem Ehemann verlassen wird und darauf wartet, dass er zu ihr zurückkommt. Eine Delle im LKW, ein hitziges Wortgefecht und Blutwurst mit Senf – “Aanrijding in Moscou” (Deutscher Titel: Neulich in Belgien) erzählt die Liebesgeschichte von der verlassenen Ehefrau und dreifachen Mutter Matty, und dem Trucker Johnny.
Als die 41-jährige Matty den LKW von Johnny rammt, kommt es zu einem lautstarken Streit – dass der unverschämte Trucker sie am nächsten Tag besucht und anbietet den Kofferraum ihres Wagens zu reparieren, hätte Matty nie gedacht. Doch Johnny lässt nicht locker, die 12 Jahre ältere und schlagfertige Matty gefällt ihm. Doch die weiß plötzlich nicht mehr was sie will. Den liebenswerten Trucker mit dem gebrochenen Herzen oder ihren abtrünnigen Ehemann Werner, der sie wieder zurückgewinnen will. Irrungen, und Wirrungen im Arbeitermilieu von Gent.
Die Story des Independent Films, der sich diese Saison zu einem absoluten Festivalliebling entwickelte, wirkt so lebensnah, so echt. Die Charaktere sind aus Fleisch und Blut, besonders Barbara Sarafian in der Rolle der Matty kann begeistern. Weit weg von den pathetischen Liebeschwüren des Hollywood Kinos findet diese Geschichte ihren Platz. Regisseur Christophe Van Rompaey hat ein kleines Filmjuwel geschaffen, das Zuschauern sicher noch lange im Gedächtnis bleiben wird.
In deutschen Kinos wird der Film voraussichtlich am 16. Oktober anlaufen.







