Would you like to see me do it, Selly?
Unser Körper ist kein Unbekannter mehr: wir wissen, dass das, was in der Brust klopft, das Herz ist, und die Nase das Ende des Schlauches ist, der aus dem Körper ragt, um der Lunge Sauerstoff zuzuführen. Das Gesicht ist nichts anderes als ein Armaturenbrett, wo alle Funktionen des Körpers zusammenlaufen: Verdauen, Sehen, Hören, Atmen und Denken. Derselbe Ablauf, die gleichen Funktionen, Tag für Tag. Der einzige Unterschied, das Alter. Das Alter bestimmt die Interaktivität des Tags. Es bestimmt was passiert, in diesen 24 Stunden. In Selly, einem Kurzfilm von Britni Wests, wird uns in eindrucksvollen 10 Minuten das gleichförmige Leben von Selly und seiner Frau Dory vor Augen geführt, bei dem ein Tag dem anderen gleicht und sich sogar die Gespräche wiederholen. Praktisch alles ist programmiert: das Anzünden einen Streichholzes, das Rühren der Frühstücksflocken, bis hin zu Dorys Frage: “Would you like to see me do it, Selly?”. Die gleiche Frage, dasselbe Essen, die Wiederholung der Musik, wieder und wieder bis eines Tages der Sack mit den Frühstücksflocken leer ist.
Ein bewegender und emotionaler Kurzfilm über die rasente Geschwindigkeit der Zeit des Lebens zweier Menschen, verpackt in wenigen Minuten unseres doch ach so langen Lebens. Also, nehmt euch die Zeit.
Via Vimeo




Kommentare zu diesem Beitrag
O we, wie wir wohl sein werden?
von kathleen am 4.03.09Gott, süß und traurig zugleich …
von Anna am 3.03.09