Hello Kitty — eine Konsumlegende wird 35

Hello Kitty, die Religion meiner post-postpubertären Phase, fanatisch zelebrierte Sammelleidenschaft, mit Comic-Pflastern auf völlig unversehrter Haut festgeklebtes Kindchenschema, meine Erleuchtung aus Plastiklampen in Kätzchensillouette, wird 35 und viele ihrer AnhängerInnen mit ihr. Die Phase ist längst Geschichte und im Laufe der Zeit ist mein, durch Anfälle von Kaufsucht und Geschenke wohlwollender Freunde, stetig gewachsener Bestand an Nippes, Stück für Stück in den Spielzeugkisten meiner Tochter und anderen schwarzen Löchern verschwunden.

Royal/T in L.A. widmet der Sanrio-Ikone anlässlich ihres Geburtstags eine Ausstellung, an der sich 80 Künstler beteiligt haben, die zweierlei verbindet, die Liebe zu Hello Kitty und die heimlich gehüteten Kollektionen aus Puppen, Handtüchern, Toastern und multifunktionalen Schultermassagegeräten.

Royal/T, Three Apples
Exhibition, Pop-up-shop, Kitty’d fake apartement
23 October-15 November 2009

gesehen bei Cool Hunting

Weitere Beiträge zu diesem Thema:

Kommentare zu diesem Beitrag


Früher fand ich die Sachen auch schon toll. Heute muss ich sie jetzt nicht mehr unbedingt selber haben, aber manchmal macht anschauen ja auch schon glücklich http://www.qype.com/place/6046.....RG-Hamburg :) Oder verschenken – natürlich an die kleinen Nichten oder an den Nachwuchs der Freundinnen.

von Karin am 15.10.09

Das krasse an Hello Kitty ist ja irgendwie das Alterslose der Käuferschaft. Ich fand Hello Kitty als Kind schon toll und heute rasen lauter 35-jährige mit Hello Kitty Einkaufstaschen durch die Gegend. Hört das denn nie auf?

von Marita am 14.10.09