Mode ist… Oder: Jessica Weiß von Les Mads im Interview

Blogs sprießen seit einigen Jahren wie die sprichwörtlichen Pilze aus dem Boden. Besonders im Modebereich ist die Anzahl der Schreiberlinge besonders groß. Ein Blog, der qualitativ heraussticht ist Les Mads. Für TheJunction stand Jessica Weiß, Leiterin des Blogs, Frage und Antwort und spricht über Individualität, Modetrends, Jungdesigner und die Modemetropolen.

Quelle: LesMads

Wie bist Du zum Mode-Blogging gekommen?

Aus Langeweile vor meinem Studium und der Faszination an Mode und Schreiben.

Wie hat sich Deine Arbeit verändert, seitdem Burda mit an Bord ist?

Wir haben das Blog drei Monate nach Bestehen gemeinsam mit Burda weiterentwickelt. Geändert hat sich zu diesem Zeitpunkt nur, dass wir ein richtiges Layout bekommen und die Marke eingetragen haben.

Was macht für Dich den Unterschied zwischen einem Modejournalisten und einem Modeblogger aus?

Es gibt so viele unterschiedliche Typen von Modebloggern, dass sich das nicht pauschalisieren lässt. Allgemein ist es aber sicher die Subjektivität und dass Blogger oftmals keine professionelle Ausbildung haben – aber auch die hat nicht zwingend jeder Modejournalist.

Wenn Du an die verschiedenen Modestile denkst, was fällt Dir bei folgenden Städten ein?

Berlin: Secondhand, sportlich, bequem.
London: Bunt, viel Vintage, nackte Beine im Winter.
Mailand: Smarte Männer in Anzügen und spitze High Heels bei Frauen.
Paris: Understatement, Chicness, Schönheit ohne viel Schnickschnack.
New York: Sehr hip und nah an Trends, Alexander Wang überall und Opening Ceremony.

Was ist Deiner Meinung nach die derzeit einflussreichste Modemetropole und warum?

Eine bestimmte kann ich nicht mehr nennen, weil alles verschmilzt. In Paris wird aber noch immer die spannendste Mode gezeigt.

Welche Jungdesigner aus Berlin sollte man für die Sommergarderobe unbedingt auf dem Plan haben?

Vladimir Karaleev und Hien Le.

Die ganze Welt redet derzeit von Street Styles und DoItYourself. Woher denkst Du, kommt der Trend sich immer mehr über seine Kleidung individuell ausdrücken zu wollen?

High-Street-Ketten überall, jeder Trend wird sofort kopiert, die Schnelllebigkeit in der Mode nimmt Überhand und Individualität kommt zu kurz. Kein Wunder, dass Einzelstücke den Konsumenten auf Dauer eher besonders machen als hippe Teile, die jeder tragen kann.

Fruchtet der Wunsch nach Individualität oder sind wir alle doch nur mehr oder weniger Kopien von Role Models?

Inspirieren lässt sich jeder überall und immer. Ich würde da weniger von kopieren sprechen.

Mode ist…

vor allen Dingen Spaß.

Wenn Du nicht im Modebereich tätig wärst, was würdest Du machen?

Vermutlich noch immer in der Werbebranche hocken und unglücklich sein.

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