Neue Models braucht das Land! Oder: Wie Lily, Lindsay & Co. die Laufstege erobern

Die Zeiten der weiblichen Supermodels sind schon seit langem vorbei. In den 90ern gab es keinen Laufsteg, der vor Cindy, Christy, Naomi, Linda und Eva sicher war. Von jeder Reklametafel blickten sie „larger than life“ und vor allem überirdisch schön auf den Normalsterblichen herab. Mit der Jahrtausendwende war es dann vorbei und die Catwalks dieser Welt wurden von „No Names“ aus den Ostblockstaaten bevölkert. So schnell diese im Modezirkus auftauchten, so schnell waren sie auch wieder verschwunden. Völlig austauschbar und ohne Wiedererkennungswert waren sie meist nicht mehr als eine Fußnote in der Geschichte der Fashionweeks – wenn überhaupt. Seit einiger Zeit scheint sich allerdings wieder eine neue Strömung ihren Weg zu bahnen. Denn gerade der Wiedererkennungswert, den die 90er-Topmodels hatten, ist gefragter denn je. Statt einfacher Kleiderstangen sind markante Typen gefragt. Allen voran Lily Cole und Lindsay Wixson. Erstere ist bekannt für ihr Puppengesicht mit dem makellosen Porzellanteint und dem tizianroten Haar. Überirdisch – nein, fast ausßerirdisch anmutend mit riesigen Augen und dem winzigen Mund fasziniert die Britin, wenn sie von den Covern der wichtigsten Modezeitschriften anschaut. Ebenso „anders“ wirkt Lindsay Wixson. Der herzförmige Mund und die markante Zahnlücke, auf die sogar eine Vanessa Paradis neidisch sein dürfte, wirken wie nicht von dieser Welt. Auch Miranda Kerr – die übrigens dicker im Geschäft sein dürfte, als der Vater ihres Kindes Orlando Bloom – ist kein Allerweltsgesicht. Wer heutzutage also Model sein möchte, dem reicht es nicht, schlicht hübsch zu sein. Besonderheit ist Trumpf.

Wie von einem anderen Planeten: Model Lily Cole. Quelle: http://www.flickr.com/photos/gdcgraphics/6169067131/

 

Puppenmund: Lindsay Wixson. Quelle: Opening Ceremony

Miranda Kerr. Quelle: http://www.flickr.com/photos/jccchou/2764923347/

 

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