Grooveshark ist tot. Es leben die Alternativen!
Ohne Musik geht es nicht. Und bisher dachte ich, das ist in etwa gleichzusetzen mit „Ohne Grooveshark geht es nicht.“ Unmissverständlich also, dass ich heute morgen fast einen Herzinfarkt bekam. Mein Morgenritual besteht aus einigen wenigen Schritten: Schreibtischsessel mit Kuscheljacke satteln; Kaffee – süß, mit Milch – in Massen bereitstellen; Schokivorräte galore zum Tisch schaffen. (Nein, ich bin trotz allem nicht fett. Gute Gene. Danke, Mama.) Und dann, nachdem der Apfelcomputer hochgefahren ist: Browser öffnen und Grooveshark an.
Ob nun CocoRosie, Nine Inch Nails oder Gisbert zu Knyphausen – je nach Laune variieren Künstler und vor allem Lautstärke. Aber egal, welche Musik mein inneres Ohr gerade brauchte – sie war da. Weil Internet. Weil Grooveshark. Doch heute Morgen plötzlich – Stille. Diese traurigen Zeilen begrüßten meine morgenmüden Augen und meine nach Musik lechzende, nur minimal vorhandene Motivation: “Aufgrund unverhältnismäßig hoher Betriebskosten stellt Grooveshark den Zugriff aus Deutschland ein. Wir werden Sie vermissen! (…) Wenn Sie die Betriebskosten für Anbieter wie Grooveshark herabsetzen wollen, können Sie eine höfliche Nachricht an die GEMA zu(sic!) schicken.”
Na gut. (Und mit „Na gut“ meine ich: Fick dich, GEMA.) Da ich aber sowieso eine kleine Musikdienstschlampe bin und die Beziehung zu Grooveshark doch eher als offene sehe, habe ich gleich mal ein paar Alternativen im Ärmel. Aufgepasst:
1.) rdio.com
rdio ist gerade eben aus den Staaten herübergeschwappt. Der Service hat durchaus Parallelen zu Grooveshark: Es lassen sich Playlists nach Interpreten oder Alben erstellen, zudem gibt es Trendanzeigen und eine plattformübergreifende Suche. Außerdem kann der User anderen folgen, deren Musik hören und neue Sounds entdecken. Der Haken: Es gibt ein Limit für den Gratis-Musik-Konsum. Genauer ist das nicht definiert; wer aber „zu viel“ Musik hört und nicht gewillt ist, zu zahlen, wird von der Plattform gekickt. Ein reguläres Abo kostet 9,99€ im Monat – also nicht wirklich ein würdiger Nachfolger von Grooveshark.
2.) last.fm
Aufgebaut als Webradio, das Musik ähnlich zu angegebenen Lieblingsinterpreten und -songs spielt, aber doch sehr komplex im Umgang. Ich persönlich finde es zu umständlich und zu wenig intuitiv; zudem kann man keine eigenen Playlists erstellen. Eher mau also, wenn man bloß mal einfach dauerhaft altbekannt gute Musik hören möchte; für Neuentdeckungen allerdings wie geschaffen. Trotzdem nicht ganz meins. Allerdings: kostenlos und völlig legal.
3.) ex.fm
Ich nutze ex.fm zwar erst seit kurzem, dennoch erscheint es mir als recht akzeptable, kostenlose Alternative zu Grooveshark. Playlists können ohne Probleme erstellt werden, die Musik kann direkt auf der Plattform gefunden werden und es gibt sogar Trendlisten sowie die Möglichkeit, einzelne Alben oder Interpreten zu hören – sehr ähnlich dem „guten, alten“ Grooveshark also. Ein weiterer Vorteil, wie ich finde: Der Dienst kann einfach mit Facebook, oder – in meinem Fall ideal – mit Twitter verbunden werden.
4.) Simfy
Grooveshark selbst empfiehlt Simfy – wo ich aber noch nicht mal einen Account habe. Mit Simfy kann eine eigene Playlist erstellt, Musik geteilt und neue Musik entdeckt werden. Der große Nachteil daran ist allerdings, dass nach fünf Stunden Musik hören das Monats-Gratis-Kontingent aufgebraucht ist. Fünf Stunden? Das hör ich doch an einem Tag zu Ende…
5.) musicplayr
musicplayr.com ist ein ziemlich feiner und kostenloser Service: Von allen möglichen Plattformen kann freie Musik in einer Playlist zusammengeführt werden. Ich kann also beispielsweise ein Youtube-Video und einen Soundcloud-Track in einer einzigen Playlist hören. Allerdings wird auf musicplayr keine Musik gehostet – es gibt also auch keine plattforminternen Interpreten- oder CD-Playlisten. Ausgeglichen wird das durch einen Twitter-artigen Musikstream: Ich kann anderen Usern folgen und deren gepostete Musik als Playlist hören – und dadurch immer wieder neue Songs entdecken. Da musicplayr übrigens noch in der “private beta invitation only”-Phase ist, gibt’s bei uns ein paar exklusive Invites. Wer eines haben möchte, möge sich per Kommentar, Mail, auf Facebook oder auf Twitter bei uns melden!









Kommentare zu diesem Beitrag
ihr habt doch alle ne macke ich hör die ganze zeit mukke über grooveshark das kann man entweder wenn man ein proxy nutzt oder einen grooveshark unlocker!
von Informiert euch am 12.04.13Auf lyricoa.com kann man unbegrenzt viel Musik gratis hören und findet zu vielen Songs auch die passenden Songtexte. Leider gibt es noch nicht alles, aber jede Woche kommen viele Tausend Songs hinzu.
von lyricoa.com am 8.03.13Ich hätte gern eine Einladung zu Musicplayer! Wär super, danke!
von Giud am 21.08.12hey @moritz,
als beste alternative würde ich usercharts nun auch nicht grade bezeichnen. youtube-videos und -playlists verwalten kann ich direkt auf youtube auch…
von Christina Tieber am 4.06.12Ich kann euch
http://www.usercharts.net
wohl eine der besten alternativen
von Moritz am 2.06.12@Ninja: wenn schon seeding, dann bitte das nächste mal subtiler…
von Christina Tieber am 23.05.12hier der Link : http://www.ninja-skills.com !
von Ninja am 23.05.12Warum Alternativen zum Original suchen? Mit dem Addon hier kannst Du grooveshark nutzten und auch wieder die Musikvideos bei youtube ansehen!
Klasse gratis addon.
von Ninja am 23.05.12Warum GS-Alternative? Nutzt es doch einfach weiterhin mit dem grooveshark unlocker plugin für firefox. Stealthy geht auch, allerdings is der unlocker bequemer.
von Dave am 29.04.12Grüßle Dave
Simfy ist nicht zu empfehlen!!!
von Keks am 27.03.12Ich habe als noch alles kostenlos war einen Account erstellt.
Jetzige Situation für Gratis-Nutzer:
-nach jedem Lied 30sek. Wartezeit
-Beschränkung auf 5h pro Monat
-Nach jedem zweiten Lied Werbung (ca. 1 Minute)
Fazit: Finger weg
An den lieben Vorkommentator:
Ich hatte nicht den Eindruck, der Verfasser dieses Themas wollte einen allgemein zutreffenden Bericht schreiben, sondern seine Meinung äußern und nebenbei seinen Frust ablassen. Finde ich gut, hätte ich auch gerne getan. Das er dabei sogar noch Alternativen aufzeigt finde ich im übrigen sehr nett.
Also, klugscheissern kann man überall. Erwünscht ist es aber nirgentwo.
Danke für diesen Blogpost, ich werde mir das einmal ansehen. Schon traurig wenn man bedenkt wieviele tolle innovative Ideen und Services in meiner Generation elendig verreckt sind. Echt sehr sehr traurig. Und das wie immer nur für einen scheiss Lobbyverein und Geldesser.
V!
von Tym5 am 4.03.12Das stimmt so nicht.
Bei Last.fm ist es möglich eigene Radioplaylisten zu erstellen. Sind erstmal ein paar Lieder in deiner Liste, kannst du dein eigenes Radio anhören, bei dem random alle Lieder aus der Liste abgespielt werden.
An last fm ist auch nichts komplex. Es gibt ganz klare Rubriken, an denen man sich orientieren kann. Wenn du dich mit allen Themen so intensiv beschäftigt hast, ist jeder Eintrag auf diesem blog absolut sinnfrei.
von Test am 13.02.12ich würde mich über einen exklusiven invite zu musicplayr.com zu freuen, falls euer kontingent noch nicht erschöpft ist. oh, it would be really nice
von nesto am 11.02.12***
Also ich hör ganz gern bei Jango.com .
Kommt zwar nich annähernd an Grooveshark ran, aber wie’s die Senioren heute auch sagen “Mir hatten doch nischt anderes damals!”.
Prost aus Frittenhain ;)
von Stylons am 2.02.12Simfy ist eben wie Spotify in den USA aufgebaut, bzw. hat eine vergleichbare Kontingenz an Musiktiteln aber 5 Stunden sind klar zu wenig. Man kann ja immernoch via Proxy..*hust*
von Vladimir am 21.01.12cant.io spielt Youtube-Videos. Kommt daher nichtmal annähernd an die Qualität von Grooveshark heran. http://www.deezer.com wäre auszuprobieren, allerdings braucht man einen Facebook-Account, um sich dort zu registrieren und die Songs in voller Länge hören zu können.
von Klaus Marius am 20.01.12Ich empfehle als SUPER Alternative
von Hendrix am 19.01.12http://www.deezer.com
Echt der Hammer! Genau wie Grooveshark!
cant.io, imho die beste Alternative zu Grooveshark
von versuche mal am 19.01.12