Deutschland legt die Unterzeichnung des Anti-Piraterie-Vertrags aufs winterliche Eis
Am Wochenende sind europaweit Proteste gegen ACTA geplant. Das „Handelsabkommen zur Abwehr von Fälschungen“ stellt jeden Internetnutzer per se unter Raub-Verdacht, genauer gesagt: unter Raubkopierverdacht. Dass sich eine solche pauschale Unterstellung auf dünnem Eis bewegt, sollte jeden empören, der ein Email Konto besitzt oder sich gerne in sozialen Netzwerken bewegt. Anscheinend beugt sich auch die Bundesregierung nun den Web-Usern und zieht die Unterzeichnung des Vertrags genau einen Tag vor den geplanten Protesten in zahlreichen deutschen Städten zurück. Dank des öffentlichen Widerstands sehen auch andere Länder wie Polen, Tschechien und die Slowakei bereits von einer Unterzeichnung ab. Wer also das Netz durch vorsorgliche Überwachung unter Kontrolle bringen will, sollte sich warm anziehen. Denn es liegt in der Natur einer digitalen Netzstruktur, sich nicht nur zum gemeinsamen „kopieren“ (nachkochen) leckerer Kochrezepte aus dem Netz zu verabreden, sondern sich für die Freiheit, Informationen zu teilen, auch per Mausklick zu organisieren. Da die Bundesregierung ihre Entscheidung jederzeit wieder ändern könnte, wird auf Twitter der 11.02. nach wie vor als wichtiger Protesttag für Europa proklamiert. Denn erst wenn im EU-Parlament eine endgültige Entscheidung getroffen wird, kann ACTA auch ad acta gelegt werden.
Quelle: http://maps.google.com/maps/ms?msid=212120558776447282985.0004b7b33e16f13c710c7&msa=0.
Wer wissen will, wo man diesen Samstag für die eigenen Rechte frieren kann, findet hier eine Übersicht aller Veranstaltungsorte: http://bit.ly/wQb1Qv.





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