Toril Johannessen – ein Herz für Statistik
Wer eine innige Leidenschaft für Statistiken, Tabellen und Vergleiche hat, sollte statistisch gesehen Words and Years von Toril Johannessen lieben. Die Norwegerin vergleicht nämlich fast alles, besonders gerne aber die Verwendung von Wörtern. Identische Begriffe werden ihrem Vorkommen in unterschiedlichen Magazinen und Fachzeitschriften nach gegenübergestellt, konträre Begriffe auf die Verwendung in einem bestimmten Magazin überprüft. Das alles wird auf einen längeren Zeitraum angewendet und man erhält fabelhafte Graphen und Diagramme, aus denen man entweder tiefsinnige Rückschlüsse ziehen oder sie einfach nur glückselig betrachten kann.
Once upon a time: Die Telefonzelle
Während wir heute zweifeln, ob ein Leben ohne Handy, Internet und Flatrate tatsächlich möglich war, gibt es in Los Angeles bereits bildhafte Beweise dafür, dass es irgendwie auch mal anders ging. Unvorstellbar, aber es gab Zeiten, in denen der einzige unverzügliche Kontakt zu Außenwelt noch der heißgeliebte Festnetz-Kabeltelefonanschluss war, man zu Verabredungen pünktlich erscheinen musste, auf echtes Bargeld angewiesen war und wir uns der Bedienung hochmodernen Telefonhäuschen erfreuten. Heute sind die kuscheligen Fernsprecheinrichtungen vom Aussterben bedroht, Nataly Rader hat die übrig gebliebenen Raritäten fürs Geschichtsbuch festgehalten. Je nach Wohngegend variiert der Zustand der ausgedienten Apparate. lenscratch
Mail Art – Haare in Din A6
Im internationalen Verkehr sind heute Postkarten mit einer Länge von 140 bis 235 mm, einer Breite von 90 bis 125 mm und einem Flächengewicht von 150 bis 500 g/m² zugelassen. Es ist allerdings nicht geklärt, ob die Postkarte unbedingt aus Barcelona, Prerow, Görlitz beziehungsweise einem anderen sehenswerten Ort sein muss oder auch aus abgeschnittenen Haaren, erschlagenen Mücken und abgetrennten Waschzetteln sein darf. Die Finnin Riitta Ikonen hat sich diesen bürokratiefreien Raum erschlossen und ihre offen lesbaren Mitteilungen mit visuellen Botschaften, sicherlich ihr Tagwerk betreffend, ergänzt. Von 2004 bis 2006 erreichten Margaret Huber in Brighton etliche postalische Unikate aus Russland, Japan, Spanien, und… [weiterlesen]



