Love + Lala = Lola


15.02.10

Diese Lichtkunstinstallation stammt aus einer Kooperation mit den Produkt- und Interiordesignern von llot llov und dem Fashion Label lala Berlin. Alte Lampenschirme dienen als Basis für das Design aus blaugrauen Maschen, Fäden und Perlen. Wie ein Gewächs rankt die überdimensionale Lichtkomposition von der Decke des Berliner Stores und schafft eine Symbiose aus Interior und der Mode des Stricklabels. Wer bisher also bei Maschenware lediglich an kratzige Wollpullover oder in unmöglichen Farben geringelte Socken gedacht hat, wird jetzt eines Besseren belehrt.

Die reduzierte zu Hause Variante.

Gesehen auf quite contrary und designboom

 

Ordinär ist anders – Tara Donovan bringt Pappteller zum Leben


09.02.10

Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit, Individualität und Einmaligkeit: Das sind die neuen Tendenzen. Tara Donovan weiß das schon seit einem Jahrzehnt und recycelt Alltagsgegenstände zu Kunst, verwandelt ordinäre Massenprodukte zu Unikaten. Pappteller, Plastikbecher, Knöpfe und Klebeband: Dinge, die wir als einzelne Gegenstände täglich wahrnehmen. Durch Akkumulation wachsen sie zu futuristisch, lebendigen Landschaften – eine Metamorphose aus industrieller Produktion und organischer Formgebung aus New York.

Wolke aus schätzungsweise 735620 Plastikbechern und 289 Tuben Kleber.

Strohhalme gestapelt.

Knöpfe und Kleber.

Pappteller und Kleber.

Bleistifte und Kleber.

Gerissen und gestapelte Dachpappe.

butdoesitfloat

Acegallery

 

Couch – Couture


03.02.10

Auf der Suche nach einem neuen Sofa?

Zugegeben, vielleicht ist das ein oder andere nicht wirklich bequem, dafür werden deine Freunde Augen machen, dass du dich nicht für den 0815 Möbelhausklassiker entschieden hast. Ob man darauf sitzen kann, ist dann ja auch eher nebensächlich, als Designobjekt macht so ein Sofa auf jeden Fall viel her.

Morfeo Sofa Sleeper – Giovannoni & Rodrigo Torres for domodinamica

Es ist kein außerirdisches Sitzobjekt, es ist ein Schlafsofa. Hoffentlich fängt es nachts nicht an zu sprechen. Ansonsten sicher eine gelungene Kombination aus Form und Funktion.

LED Lighting Sofa – Colico

Praktisch ist: man kann es farblich per Fernbedienung an seine Gemütslage oder neue Haarfarbe anpassen, vom Design her allerdings nicht wirklich spektakulär.

Lips Sofa – Salvdor Dali & Oscar Tusquets

Sitzobjekte in Körperformen gibt es natürlich schon lange. Die Idee stammt aus den 70ern hat durch neue Technologie jetzt aber auch neuen Ausdruck gefunden.

Glossy Lipstick Sofa – Sand & Birch

Das hier ist mit Silikon beschichtet und schreit nach Aufmerksamkeit.

Tensile Sofa – Therese Glimskär

Für mich eine gelungene Kombination aus kontemporärem Design und Funktionalität – mein Favourit.

Toxel

 

Orientation in Thinking – DLD Session „map your future“


26.01.10

Das letzte Panel „Maps for the 21st Century“ des gestrigen Tages auf dem DLD (Digital, Life, Design Kongress) drehte sich um Orte, Daten und ihre Visualisierung in einem künstlerischen und wissenschaftlichen Kontext. Somit hob sich diese Session etwas von den anderen Panels ab, die sich unter Anderem den Themen Marken und Märkte, Content (im Sinne von journalistischen und informativen Inhalten im Internet),  Daten und Identität in sozialen Netwerken widmeten. Das Panel mit dem Slogan „Map Your Future“ basierte auf einer Projektinitiative des Schweizer Kunstkritikers, Kurators und Galeristen Hans Ulrich Obrist, der international bekannte Künstler dazu aufgerufen hat ihre Vorstellungen von Ort mit den Möglichkeiten der digitalen Techniken in Postern zu verarbeiten. Die Vorstellung Ort wurde dann auch vielfältig interpretiert. Die Videokünstlerin Rosa Barda geht in ihrer Arbeit von Fakten aus, die sie fiktiv weiterentwickelt. Für das Projekt beschäftigte sie sich mit Inseln, die ihre geografische Lage verändern und damit einen Teil ihrer Identität einbüßen. Sie hat zu diesm Fakt Spezialisten interviewt, die nach Maßnahmen gegen diesen Zustand forschen und diese in Videos dokumentiert.

der Mediziner Josef Penninger, erforscht die Ursachen von Krankheiten wie Adipositas, Arthritis und Osteoporose. Er hat eine funktionale Landkarte der genetischen Welt entworfen.

Aaron Koblin nutzt soziale Daten wie Flugverkehr und Kommunikationsverkehr für digitale Visualisierungen, die eine Schnittstelle von Kunst und Information schaffen.

Der Filmemacher Alexander Kluge referierte über die Subjektivität von geografischen Daten anhand eines kurzen geschichtlichen Abrisses der geografischen Kartografie. Seine Herleitung zeigte die starken Veränderungen auf der Weltkarte, die grundsätzlich Folge von Expansion, Kolonisation und der Verschiebung von politischen Machtverhältnissen seien. Für ihn existiert keine objektive Verortung anhand von Landkarten. Er sagte, alles was man brauche um einen Ort zu finden, sei ein funktionierendes GPS-Gerät. Er lenkte das Augenmerk auf uns Menschen, die er metaphorisch als wandelnde Landkarten ihres eigenen Lebens bezeichnete.

Der Designer und Stamen-Gründer Eric Rodenbeck zeigte Karten, die Kriminalität in San Fransisco verorten.

Die diesjährige DLD Konfernz geht heute in die dritte und letzte Runde, man kann sie über einen Live Blog verfolgen. Der Twitter hashtag #dld10, ist für Hintergrundinformationen und Livekommentare der Teilnehmer empfehlenswert. Reuters Livestream überträgt die Keynotes live.

Hintergrundinformationen zum Projekt und die Künstler

 

Spitz wie Buntstift – Jennifer Maestre’s Stiftskulpturen


18.11.09

Jennifer Maestre erzählt mit ihren Arbeiten von dem Paradoxum, wenn haptisches und visuelles Erleben ein und des selben Gegenstands oder Lebewesens, einerseits  in schmerzliche Erfahrung, andererseits aber in Empfindung von Schönheit mündet. Das beschriebene Paradoxum verbindet sie konkret mit Seeigeln, die für sie eine hohe optische Anziehungskraft ausstrahlen, die den Drang steigert, die gefährlich-schönen Meeresbewohner zu berühren. In ihren Skulpturen empfindet sie das mit Buntstiften nach, denen sie dieselbe spitze Textur und weiche Ästhetik zuspricht, wie ihrer Inspirationsquelle.

Für ihre Arbeite benötigt Jennifer Maestre Hunderte von Buntstiften, die sie auf die Länge von 2,5 cm kürzt, durchbohrt und dann in die gewünschte Form zusammennäht.

gefunden bei Bit Rebels

 

Tapetenwechsel


26.09.09

Sanierungsbedürftige Häuser kann man aufhübschen, ohne etwas an ihrem tatsächlichen Zustand zu ändern. Mit neuer Wandgestaltung, obendrein in jedem Raum einer anderen, lenkt man schon mal eine Zeit lang von der bröckelnden Substanz ab. In Rotterdamm wird ein leerstehendes Haus, gegenüber der Kunsthalle am Westzeedijk, für ein derartiges Gemeinschaftsprojekt genutzt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Apropos Tapetenwechsel, morgen das Wählen nicht vergessen!

gesehen bei trendbeheer

 

Quick Press: The Sofa Dress


02.09.09

Via LikeCool

 

It’s the end of the week


28.08.09

Das Wochenende steht vor der Tür und wir alle blicken mit großen Augen auf die Wanduhr. Lasst es euch allerdings gesagt sein, wer ‘hip’ auf’s Wochenende warten möchte, der braucht das hier: die QLOCKTWO der deutschen Designer Biegert & Funk zeigt die Uhrzeit in schicker Schrift an. ‘It’s ten past nine‘ oder eben ‘half past twelve‘ – die 4. Dimension im Quadrat. Einzelne Sekunden werden durch die weißen Punkte in den Ecker dargestellt. Das ganze gibt’s für €1099.99, in deutsch, italienisch, holländisch und französisch.

Très jolie!

Und nun eine Info in eigener Sache:

Bitte schaut euch auf gar keinen Fall, unter gar keinen Umständen das dazugehörige Video an. Wenn ihr eben noch vor hattet euch das edle Teil zu Weihnachten zu wünschen, vermiest euch der unsympathische Typ im Promo-Clip mal sowas von den Appetit auf die QLOCKTWO, das es kracht. Erinnert eher an die Sendung mit der Maus als an Werbung für ein schickes Designer Möbelstück.

Naja gut, tut was ihr nicht lassen könnt…. alter Schwede!

Via noquedanblogs

 

“Summer of Love” by Saiman Chow


17.08.09

© Saiman Chow

© Saiman Chow

Tatsächlich gibt es Künstler deren Arbeiten könnte ich wieder und wieder vorstellen. Saiman Chow ist einer von ihnen. Hatten wir eben erst seinen großartigen Kurzfilm  “LOOKING THRU THE B-SIDES” vorgestellt, kommt er sogleich mit einem weiteren Glanzstück um die Ecke. Der Titel: “Summer of Love”. Die A-Bitter Sweet-Serie zeigt die faszinierenden und doch erschreckenden Ansichten über die innere Verarmung der Sexualität in unserer Gesellschaft. Die Fotos sprechen für sich! Und für all jene unter uns, die den Bildern eher noch skeptisch gegenüber stehen, werden spätestens beim Lesen des Arbeitstitels von der Botschaft des Projektes überzeugt sein: „Aren’t we all animals after all?“

 

Olaf Hajek


17.08.09

Olaf Hajek ist einer der bekanntesten deutschen Illustratoren. Mit Leichtigkeit überschreitet er permanent die Grenzen zwischen Illustrationen für Magazine und freien künstlerischen Arbeiten und hat in zahllosen Bildern seinen ganz persönlichen Stil kultiviert.

In Hajeks Bildern vermischen sich die Grenzen zwischen Realität und Phantasie, südamerikanische Folklorekultur, Mythologie, Religion, Geschichte und Geographie. Hajek kombiniert damit zwei Konzepte, die in der westlichen Welt als gegensätzlich gelten: Realität und Mythologie, Phantasie oder Magie.

Der Berliner bezieht sich gern auf Wunder, Heldentaten, Halluzinationen und Märchenmotive. Er verschiebt und kombiniert – durchaus mit artistischer Virtuosität und intellektuellem Kalkül – disparate Realitätsausschnitte und bettet diese in einen neuen überraschenden, oft mythischen Sinnzusammenhang ein.

Oft finden sich die Figuren disproportional dargestellt und figurieren vor einem theatralischen Vorder- oder Hintergrund. Seine Bilder entstehen überwiegend in Acryl auf Karton oder Papier und erhalten aufgrund einer speziellen Wisch- und Schabetechnik eine künstliche Patina, die Hajeks Bilder an Kubanische Werbeplakate aus den 60er Jahren erinnern lassen.

Doch bleiben sie – obwohl sie sehr malerisch erscheinen – durch ihren prägnanten Strich irgendwie grafisch. Hajeks individueller Stil wurde zuerst vom SZ-Magazin entdeckt, heute arbeitet der Illustrator für große Modefirmen und Magazine wie The New Yorker oder das Wall Street Journal, zumeist in Berlin, aber auch in New York und Los Angeles. Hajek erhielt zahlreiche Preise für seine Arbeiten, zuletzt die Goldmedaille des Art Directors Club Europe in London.

Via Swatch Young Illustrators Award

 

Quick Press: ‘Conversation’ by Eva Han


16.08.09

Via Swatch Young Illustrators Award

 

Sculptures In Motion


15.08.09

Peter Jansen scheint eine besondere Leidenschaft für Slow-Motion zu haben. Der holländische Physiker und Philosoph fängt menschliche Bewegungen ein und gießt sie in fanzinierende Skulpturen aus Gold, Silber und Gips.

Via IheartPluto

 

Vincent Hui


14.08.09

Vincent Hui wurde 1980 in Hong Kong geboren, studierte am Art Center College of Design und lebt nun in Los Angeles, von wo  uns auch diese bezaubernden Werke erreichten.

Via Swatch Young Illustrators Award

 

Martin Haake – human being shapes


12.08.09

Der Mensch ist das zentrale Element in Martin Haakes Collagen. Um den Menschen herum knüpfen sich Beziehungen, kreisen Stimmungen, entstehen Geschichten.

Der in Oldenburg geborene Künstler studierte zunächst in Berlin und arbeitete als freier Illustrator in Hamburg, London und heute Berlin. Mit seinen freien Arbeiten war er bereits auf verschiedenen europäischen Ausstellungen vertreten. Nach einer Phase, in der vor allem Zeichnungen entstanden, wandte er sich bald ganz der klassisch-manuellen Collage zu. Charakteristisch für seine Arbeitsmethode ist dabei Haakes humorvoller Blick; entweder steht dabei eine Grundidee am Anfang, die ihn auf der Suche nach verwertbarem Bildmaterial leitet, oder das zufällige Auffinden von Material, welches mit einem Gefühl korrespondiert, in dem schon die nächste Bildidee schlummert.

In seinem piktoralen Repertoire greift Haake häufig auf Fragmente aus der Populärkultur, der Technik oder der urbanen Alltagswelten zurück. Figuren werden beschnitten, maskiert und in neu gebaute Räume versetzt. Berge interagieren mit Familiendarstellungen, umrankt von typografischen Sprechblasen, die scheinbar aus dem Zusammenhang gegriffene Äußerungen beinhalten. Auch das Moment proportionaler Kontraste und Unwahrscheinlichkeiten spielt eine große Rolle, wenn beispielsweise ein großer roter Mund neben einem viel kleineren Kopf schwebt. Immer ist es Haakes Strategie, den Betrachter zunächst zu verunsichern, um dadurch die Imagination einer anderen Welt, eines künstlerischen Paralleluniversums anzustoßen. In der Verbindung mit Elementen der Pop-Kultur entsteht jedoch eine eigenwillige und einzigartige Melange voller Humor, Geheimnis und Subtilität.

Via Swatch Young Illustrators Award.

 

‘framework of a billboard’ by Tim Dinter


11.08.09

Das ist das Schicksal des Großstadtcowboys. Eingeklemmt in den Rahmen einer Werbetafel scheint der Westernheld durch die steinerne Prärie zu galoppieren, umzingelt von Beton, Autos, Wohnhäusern. Hinter dem Reklame-Cowboy leuchtet es orange, als reite der einsame Held vor einem Sonnenuntergang. Die Farbe kommt von einem weiteren Wohnhaus, das hinter zwei grauen Brandmauern hervorlugt. Mit wenigen Strichen und Farbtupfern hat der Zeichner eine typische Straßenszene aus Mitte festgehalten und sie zur Metapher erhoben für das Wechselspiel zwischen Alt und Neu, zwischen Aufbruch und Verharren, das für Viertel wie dieses symptomatisch ist.

Es ist der Blick des Zugezogenen, der Dinters Werk prägt, seitdem der gebürtige Hamburger vor 13 Jahren über den Umweg der bayerischen Barockstadt Landshut nach Berlin kam. Die Stadtbilder von Dinter sind Dokumente des Übergangs, wie er gerade zwischen Mitte und Pankow auch 17 Jahre nach dem Mauerfall immer noch allgegenwärtig ist.

Die Schnelllebigkeit, mit der sich Berlins östliche Innenstadt wandelt, ist dem 1971 geborenen Künstler suspekt und fasziniert ihn zugleich. Als Dinter, der zum Studium an die Kunsthochschule Weißensee nach Berlin kam, seine erste Wohnung an der Grenze zwischen Mitte und Wedding bezog, fühlte er sich in einen melancholischen Film von Wim Wenders versetzt. Tatsächlich strahlen Dinters Bilder eine ähnliche Atmosphäre aus wie die meditativen Kinobilder und Fotos des Regisseurs.

Beispielhaft zeigt das eine Szene aus der Torstraße: Zwischen zwei Wohnblöcken steckt ein niedriger 30er-Jahre-Bau, auf dessen Fassade die verblassten Buchstaben “kod” zu erkennen sind – Relikte des Schriftzuges “Skoda” aus DDR-Zeiten. Die Buchstaben hat Dinter leuchtend gelb unterlegt, die gleiche Farbe ziert einen modernen Transporter vor dem Gebäude. Auch wenn auf dem Bild kein Mensch zu sehen ist, hat man das Gefühl einer belebten Szene, einer Auseinandersetzung zwischen Vergangenheit und Zukunft, Abschied und Neuanfang. Eine Kulisse, gemacht wie für einen Berlinfilm, auch wenn der nur im Kopf des Betrachters abgeht.

Via Swatch Young Illustrators Award.