Julien Vallée für OFFF 2010
08.07.10
Julien Vallée, berühmt berüchtigt für jede Menge Schreibtischchaos und anderen grafischen Schabernack, hat für das OFFF 2010 eine animierte Sponsorenpräsentation entwickelt, die einfach sehenswert ist.
08.07.10
Julien Vallée, berühmt berüchtigt für jede Menge Schreibtischchaos und anderen grafischen Schabernack, hat für das OFFF 2010 eine animierte Sponsorenpräsentation entwickelt, die einfach sehenswert ist.
03.07.10
Den Runden ins Eckige und das obendrein in edlem Glencheck, das wünscht sich der Fussballfashonista. Meterdown zeigt eine Auswahl an Karofussbällen aller Coleur des Designers Klas Ernflo.
28.06.10
Passend zum gestrigen Exitus der englischen Nationalmannschaft, habe ich heute die passenden Selbstmordszenarien. Allerdings geben sich hier, anstatt der Fussball-Unglücksraben, in die Jahre gekommene Designer den Gnadenschuss um den jungen Pferden Platz zu machen. die recht deftige Kampagne fotografiert von David Stewart und bearbeitet von NB: Studio, für den heute endenden D&AD Youngster Wettbewerb New Blood, greift tief in die todsichere Kiste der Geschmacklosigkeiten und provozierte beim Blog des englischen Magazins Creativ Review auch direkt 115 Kommentare. Sehenswert aber bitte nicht nachmachen.
23.06.10
Die Designer von Hexagonall haben Kinoplakate namenhafter Streifen genauestens unter die Lupe genommen und dabei festgestellt, dass den ganzen Schnickschnack, wie monumentale Headlines, gestellte Fotos und melodramatische Schattenspielchen, kein Mensch braucht. Mit minimaler Gestaltung und maximaler Aussage sind die Neuinterpretationen der spanischen Designer sehr viel signifikanter wie amüsanter. Es lohnt ein Blick ins hexagonall´sche Portfolio.
28.05.10
Am 31. Mai trifft sich die Online-Szene zum 4. Mal auf der Webinale, der holistischen Webkonferenz in Berlin. Business, Design und Technologie sind die Koordinaten des weltweiten Raumes, dessen Besucher ihre Energien an 3 Tagen im Maritim proArte in der Friedrichstraße bündeln. In zahlreichen Sessions, Vorträgen und Panels öffnen sich dem Publikum neue Perspektiven, Kontakte und Denkanstöße. Die Themen der dreitägigen webinale reichen von E-Business und Advertising über Rich Internet Applikationen (RIA), Widgets & Co, Soziale Netzwerke und Communities, Future und Mobile Web, Design und Usability bis hin zu Multitouch und Augmented Reality.
Inhaltliche Schwerpunkte werden vom 31. Mai bis zum 2. Juni 2010 in Special Days präsentiert, die nach dem Motto „Ein Tag, ein Raum, ein Thema“ einen fokussierten Besuch je nach persönlichen Interessensgebieten erlauben sollen. Am 31. 5. gibt es den Mobile Revolution Day in Kombination mit dem Start Up Day für Unternehmensgründer, wo Menschen mit Ideen auf Menschen mit Geld treffen und sich austauschen. Der 1. Juni widmet sich Onlinemarketing und RIA. Der 3. und letzte Tage steht unter dem Motto (Social) SEO Day.
Als Sprecher stellen sich Szene-Größen wie Thomas Bachem, Dennis Bemmann, Carlo Blatz, David Carr, Ibrahim Evssan, Vitaly Friedman, Eric Gehl, Felix Haas, Johnny Haeusler, Jörn Kabisch, Patrick Lauke, Martin Lechner und Ossi Urchs dem Fachpublikum. Ein online zur Verfügung gestellter Zeitplaner hilft bei der Vorauswahl des vielschichtigen Angebotes. Wer die Zukunft mitgestalten will, sollte sich jetzt schnell eines der begehrten Tickets sichern. Einfach mal Webinale-Luft schnuppern wollen? Durch eine kostenlose Vorab-Registrierung können Neugierige ausgewählte Sessions am 1. und 2. Juni genießen.
22.05.10
Im Hintergrund des sich gesellschaftlich breit machenden Wegwerfsyndroms, kommt es immer wieder vor, dass unmodisch erscheinende Einrichtungsgegenstände, welche stets treu gesinnt zur Seite gestanden haben, schlichtweg durch etwas Neues, Besseres, Größeres ersetzt werden und nach jahrelanger Überlastung angeknackst und unbarmherzig beim Sperrmüll abgeladen werden. Schade eigentlich, denn Francesca Pelliconi zeigt, dass man mit Kreativität statt Passivität aus den treuen Begleitern durchaus noch individuelle Raumausstattung fertigen könnte.
14.05.10
Im internationalen Verkehr sind heute Postkarten mit einer Länge von 140 bis 235 mm, einer Breite von 90 bis 125 mm und einem Flächengewicht von 150 bis 500 g/m² zugelassen. Es ist allerdings nicht geklärt, ob die Postkarte unbedingt aus Barcelona, Prerow, Görlitz beziehungsweise einem anderen sehenswerten Ort sein muss oder auch aus abgeschnittenen Haaren, erschlagenen Mücken und abgetrennten Waschzetteln sein darf. Die Finnin Riitta Ikonen hat sich diesen bürokratiefreien Raum erschlossen und ihre offen lesbaren Mitteilungen mit visuellen Botschaften, sicherlich ihr Tagwerk betreffend, ergänzt. Von 2004 bis 2006 erreichten Margaret Huber in Brighton etliche postalische Unikate aus Russland, Japan, Spanien, und Seegras. Bis auf drei Karten, kam jede der 100 verschickten Exemplare bei der Empfängerin an.
PS: Hallo Herr Hundertmark, Alles Gute zum Geburtstag :))
03.05.10
Wenn man eine der markantesten Regelsymbole die die verkehrstüchtige Gegenwart kennt, den Zebrastreifen, in Umgebungen plaziert, die dessen Regel ad absurdum führen, obwohl diese Orte tatsächlich auch mit dem Begriff Reisen und Fortbewegung in Zusammenhang stehen, tauchen die Fragen von ganz allein auf. Das dachten sich Donna Wearsmouth und Simon Walvin – beide Designstudenten an der Universität von Northumbria (Newcastle), als sie das, nach einer Designintervention in der Umgebung verlangendem, Semesterprojekt gemeinsam in Angriff nahmen und eher ländliche Gegenden mit wenigen weißen Blockstreifen zu einem städtischen Credo verhalfen.
Brief / A Design Intervention — Create rules within an environment.
Solution / “Where does the limitations on rules end” or “how can we place rules into an environment where rules should not appear to exist.” We considered rules which have already been placed into an environment, developing an instantly recognisable theme, road markings. However, the location in which we placed these would be the interventions.
Zebra Crossing — a bold, clear pattern that could be easily applied to the surface. The location had to be based on what would deliver the most impact in a way where the viewer could not feasibly use the zebra crossing; overall creating questions. When looked at as a series, the message is clearly reflected. From right to left, scenery changes from a rural landscape to an urban / city scape. It could be seen as a change in time from when rules were very sparse in a day–to–day travel to now, where rules are seen around us and everyday we pass by or through them subconsciously acting upon them.
02.05.10
Nicht nur einen überraschenden Effekt in Räumen, sondern auch ein durchaus interessantes Konzept zur anschaulischen Informationssvermittlung, stellen die RGB Wallpapers von Carnovsky dar, die gerade auf der Milan Design Week zu bestaunen waren. Drei unterschiedliche Motive werden in den Farben rot, grün und blau übereinander gedruckt und erscheinen bei entsprechender farblicher Beleuchtung separat.
24.04.10
Was man aus und in drei Kubikmetern machen kann, zeigt der britische Designer Oliver Bishop Young mit seinem Projekt SkipWaste, in dem er Müllentsorgungscontainer zu vollfunktionsfähigen Minierlebnisswelten umgestaltet.
13.04.10
In seinem Film Cross Fire visualisiert der schottische Künstler Geoff Mann, anhand eines Familienstreits, den unsichtbaren Effekt von Geräuschen an statischen Dingen, die durch akkustische Impulse scheinbar verzerrt werden. Er verwendet eine Audiosequenz aus dem Sam Mendes Film American Beauty. Die Fotos zeigen die Ergebnisse eines fünfjährigen Forschungsprojektes, über die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Handwerks an der Universität von Dundee.
04.04.10
Passend zur Zeit der furiosen Eiersuche hier ein etwas größer geratenes Ei, geschickt durch außerirdisches Aussehen am Rande verdächtiger Kornfelder getarnt. Der überdimensionale Hartschaler hört auf den geheimnisvollen Namen Blob VB3. Seine Macher vom belgischen Architekturbüro dmVA haben dem ausgewachsenen Ei aber nicht nur eine harte Schale mitgegeben. In der auf Hochglanz polierten Polyesterhülse verbergen sich ein platzsparendes Bad, integrierte Kochnische, halbrundes Bett und großzügige Verstaumöglichkeiten. Ein appetitlicher Rückzugsort für alle, denen es in rechteckigen Räumen zu ungemütlich ist oder, die schon immer von einem eigenen Büro geträumt haben. Das ausgehöhlte EIgenheim lässt sich durch minimale Gewichtsklasse ganze einfach jedes Ostern neu verstecken.
19.03.10
Hinter diesen Fenstern, die zum Rieter Areal in Konstanz am Bodensee gehören, findet am 26. März 2010, bei möglicherweise nicht ganz so gemütlicher Beleuchtung der 1. Corporate Identity Gipfel statt. Bei dem eintägigen Bildungsevent geht es darum, aktuelle Tendenzen in der CI-Entwicklung aufzuspüren, den Wert einer Corporate Identity Strategie zu erfassen und die Wirtschaft dazu zu bringen, sich stärker mit dem Fachbereich Markenkommunikation auseinanderzusetzen. Der Begriff Corporate Identity im Zusammenhang mit zukunftsweisenden Tendenzen in der Markenkommunikation, rief hier in der Redaktion den Begriff Social Media auf den Plan. Eine Frage zum Thema war schnell formuliert und fünf Sprecher der Veranstaltung haben geantwortet. Unseren Herzlichen Dank an Ruedi Baur, Florian Dengler, Wally Olins, Andreas Rotzler und Evert Ypma!
Unsere Frage:
Wie wird Ihrer Meinung nach Social Media die Anforderungen
an Corporate-Identity-Entwickler verändern?
Social Media ist ein vergleichsweise junger Bereich eines Markenauftritts, der häufig noch vernachlässigt wird. Inwiefern ist Ihrer Meinung nach die Einbindung von beispielsweise Facebook und Twitter in eine gelungene Corporate Identity notwendig, wie verändert dies Ihre Arbeitsweise, oder generell die eines CI Entwicklers.
Die Antworten:

Ruedi Baur | Intégral Ruedi Baur
Zuerst möchte ich die Bezeichnung “Social Media” stark in Frage stellen. Auch wenn gewisse Aktivitäten die in Verbindung mit diesem Medium stehen, politische oder soziale Dimensionen haben können, sehe ich ihre Nähe zur Autonomität oder zu einer freien (liberalen) Dimension eher in ihrer ersten Phase. Sozial sind viele Medien leider nur in Ihrer erster Phase bevor Sie von der Neo-liberalen Gesellschaft kontrolliert werden. Im Moment der Einbeziehung der Strategien eines Corporates, das heisst der anonymen Mächte, in dieses Medium, werden diese sozialen Dimensionen sowieso schnell verschwinden. Die Frage für mich ist zur Zeit also eher wie man ein solches Medium vor Corporates schützen kann. Sonst werden wir es sowieso verlassen müssen oder es nur noch sehr vorsichtig benützen können. Ob ich das jetzt so an meine Kunden weitergebe, obwohl von denen die meisten sowieso Un-corporates sind, stellt sich trotzdem an diesem Punkt als eine ethische Frage. Ich berate meinen Kunden nicht als Marke oder Institution in diese Medien zu gehen, sondern als Person, oder wenn möglich als Personen die in der Lage sind diese Nähe zu behalten, um das Anonyme und das Generelle zu vermeiden. Wenn ich Personen im Plural sage, tue ich das auch um die Diversität in diese Kommunikation einzubringen. Ich sehe in diesem Zusammenhang also keine Veränderung sondern eine Komplementarität, die nur interessant ist wenn sie die Möglichkeit der Nähe auch nutzt. Kann so etwas ein Corporate?
Florian Dengler | MetaDesign | Executive Creative Director
Rein technisch betrachtet sind Social Media ja erst mal nur ein weiterer Kanal wie Outdoor, Print oder TV, von dem man wissen muss, ob und wie man ihn inhaltlich und visuell bespielt, ob online oder mobil.
Aus strategischer Perspektive verändern Social Media das Thema Markenentwicklung und -führung aber massiv. Wurde der Auftritt einer Marke lange Zeit zentral von Unternehmensseite gesteuert, so ermöglichen Social Media allen Usern, z. B. Mitarbeitern, Kunden oder Kritikern sich zur Marke zu äußern, sie zu bewerten oder zu gestalten. Erfolgreiche Marken kennen und verstehen ihre „Nutzer“ und deren soziale Plattformen. Diese optimal zu unterstützen und gegenseitige Loyalität aufzubauen wird somit eine wichtige neue Anforderungen an die Markenführung.
Wally Olins | Chairman, Publicist, Professor, Co-founder
The entire media landscape is changing very rapidly. As we all know, conventional media are losing their prime position to the new media. The emergence of twitter, facebook and so on means that the difference between external communication and internal communication is beginning to disappear. If you are an employee of a company and you use facebook or twitter to communicate, either with your customers or other people inside the company who you may or may not know, then this clearly affects the identity of the entire organisation.
What the emergence of social media means for corporate identity so that it is no longer something that comes from the company to the customer and its own staff but it is emerging mutual as a relationship in which each stakeholder influences the other.
Andreas Rotzler | Interbrand |Chief Creative Officer Central and Eastern Europe
Back to the roots. Das Geschwätz der Kunden wird wieder wichtig, wie damals in Ägypten. Storytelling, die Story hinter der Marke, wird noch mehr an Gewicht gewinnen. Ist sie einfach, einleuchtend und geschäftsfördernd? Nimmt sie der virtuelle Stammtisch auf und spinnt die Geschichte weiter? Kann sie Trends und Trendumkehrungen überleben? Social Medias zwingen Markenentwickler back to the roots. Das Geschwätz der Kunden ist wieder wichtiges Gut. Das ist die grosse Herausforderung für die Branche, denn geschäftsrelevante Markengeschichten zu entwickeln ist um ein Vielfaches fundamentaler als visuell/verbale Strategien.
Evert Ypma | Design, Research, Strategy, Education
Innerhalb dieser Fragestellung ist es überhaupt fraglich ob man noch von ‘Markenauftritt’ im klassischen Sinne sprechen kann. Kann die Marke eines Unternehmens oder eines Konsumprodukts noch als ‘Besitz’ der rechtlichen Inhaber betrachtet werden, da doch die Marke von der Begnadigung der Marken-Konsumenten lebt?
Zum Beispiel hat Nike – kulturell betrachtet – nicht die Kontrolle über seine Marke, weil die Subkulturen selbst die symbolischen Verständigungs- und Wertgebungsprozesse gestalten. Die Marke spielt darauf ein und nutzt dies im Guten und auch fragwürdigen Sinne. Anstatt ‘brand government’ wird branding zu ‘brand governance’ und ‘public diplomacy’. Das die social networks darin eine immer grössere Rolle spielen ist evident.
Momentan sind die social network am Wachsen trotz relativ beschränkter Funktionalität. Die Zahl und ‘Qualität’ der Mitglieder bestimmt momentan noch ihren Wert. Mit der Zeit wird sich die Funktionalität dieser Netzwerke ändern, mehr Zwecke und Nutzen werden mit einander verbunden. In den Niederlanden, wo eine hohe Internet-Affinität wahr zu nehmen ist, sehen wir schon das Twitter ein integrales Teil in den Verhandlungen während parlamentarischer Sitzungen durch Volksvertreter ist. Auch sehen wir das Publikum durch online Zeitungen parallel den Debatten folgen und sie kommentieren.
Aber auch internationale professionelle Netzwerk benutzen die social networks um ihr Wissen auszutauschen. Das Freischalten der Kontrolle fällt der Privatwirtschaft noch schwer, aber ist absehbar. Und die Aufgabe der Moderation ist erstens Neuland für Unternehmen, aber zweitens auch eine Kontraktion. Ein privates Unternehmen ist kein öffentliches Gefäss und in seinem Rahmen oft protektionistisch ausgerichtet.
Ich verstehe nicht genau was Sie mit einer ‘gelungenen’ Corporate Identity meinen?
…eine visuelle Repräsentationstrategie; ein Corporate Design (das Design der Organisation der unternehmerischen Entität; eine Unternehmungskultur , den Ausgangspunkten der ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Nachhaltigkeit folgend; oder eine Marke (brand) die man wieder unter mehreren Perspektiven betrachten und definieren kann (innen/ aussen; praktisch/ philosophisch; politisch;kulturell; ökonomisch)?
Erstens würde ich Klarheit stellen, und Marke, Corporate Identity als Prozesse der Identifikation bezeichnen. Die statischen, gefrorenen Metaphern die im Fachbereich gängig sind , u.a. durch modernistisches Designdenken (Machbarkeit) und wirtschaftlichen Vorhersehbarkeitsmodellen, würde ich gerne als funktionale-, normative und emotionale Identifikationsprozesse bezeichnen. Diese Trennung schafft konzeptionelle Klarheit. Die Kommunikation mittels der Designpallette, direkte und indirekte, sowie verbale und non-verbale Kommunikation spielen eine entscheidende Rolle in diesen Identifikationsprozessen, somit auch die Social Networks.
Momentan benutzten sie eher die (zukünftigen) Arbeitsgeber um ihre (neuen) Mitarbeiter zu kontrollieren. Die soziale Kontrolle verläuft im Moment einseitig. Social networks stellen den Manager und den Mitarbeiter ‘gleich’. Die Idee der ‘Exklusivität’ wird aber auch in den social networks weitergeführt. Facebook ist eine Volksangelegenheit und für die Führenden in der Gesellschaft eine Möglichkeit eine ‘digitale Theke’ zu haben. Freischaffende und die sozial-kulturelle Elite, die ökonomische Mittel- und Oberklasse, im Kontext einer Wissengesellschaft, benutzen die Netzwerke um ihre Geschäfte voran zu bringen.
Ich mache mir grosse Sorgen um die unbeachtete Zweiteilung in der Gesellschaft. Diejenigen die sich an der negativen Seite, und diejenigen die an der positiven Seite der digital globalisierten Wissensgesellschaft befinden. Es ist so einfach wie Migration: Wenn westliche Menschen an nicht-westliche Orte verreisen, heisst dies Tourismus. Wenn nicht-westliche Menschen zu westlichen Orte reisen, labeln wir sie als unerwünschte potentiale Migranten. Diese Paradox wird oft vergessen. Mit den social networks haben die Unternehmen auf globaler Ebene eine Chance, mehr Sinn für Realität mit unternehmerischer Praxis zusammen zu bringen. Also, social networks als ‘Maschine’ für permanente ‘Realitätskontrolle’.
Aber bevor es soweit ist, müssen die social networks erst interessanter werden und mehr sein als ein sehr veredelter Emailverteiler und ein maxi-message board.
–
Anmerkung der Redaktion: Die Bilder stellvertretend für Arbeiten der Sprecher sind mit den zugehörigen Kampagnen verlinkt (ausser Centre Pompidou).
15.02.10
Diese Lichtkunstinstallation stammt aus einer Kooperation mit den Produkt- und Interiordesignern von llot llov und dem Fashion Label lala Berlin. Alte Lampenschirme dienen als Basis für das Design aus blaugrauen Maschen, Fäden und Perlen. Wie ein Gewächs rankt die überdimensionale Lichtkomposition von der Decke des Berliner Stores und schafft eine Symbiose aus Interior und der Mode des Stricklabels. Wer bisher also bei Maschenware lediglich an kratzige Wollpullover oder in unmöglichen Farben geringelte Socken gedacht hat, wird jetzt eines Besseren belehrt.
Die reduzierte zu Hause Variante.
Gesehen auf quite contrary und designboom
09.02.10
Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit, Individualität und Einmaligkeit: Das sind die neuen Tendenzen. Tara Donovan weiß das schon seit einem Jahrzehnt und recycelt Alltagsgegenstände zu Kunst, verwandelt ordinäre Massenprodukte zu Unikaten. Pappteller, Plastikbecher, Knöpfe und Klebeband: Dinge, die wir als einzelne Gegenstände täglich wahrnehmen. Durch Akkumulation wachsen sie zu futuristisch, lebendigen Landschaften – eine Metamorphose aus industrieller Produktion und organischer Formgebung aus New York.
Wolke aus schätzungsweise 735620 Plastikbechern und 289 Tuben Kleber.
Strohhalme gestapelt.
Knöpfe und Kleber.
Pappteller und Kleber.
Bleistifte und Kleber.
Gerissen und gestapelte Dachpappe.