Portraits von Primaten – Ruben Brulat
Ruben Brulat portraitiert Menschen, dabei ist er nicht angewiesen auf schnuckelige Fotostudios, theatralische Windmaschinen und umschwärmte Stylisten. Er zeigt den Menschen in seiner natürlichen Form, als Spezies, nackt, ungeschützt und alleine und schafft damit seine ganz eigene Dramatik. Klein und verlassen, hilflos und ausgesetzt wirkt der Körper in seiner ursprünglichen Umgebung, verloren und vereinsamt in seinem eigens geschaffenen urbanen Umfeld. Wie in einem Suchbild wird der Mensch ohne persönlichen Sicherheitsbereich, ohne schützende Fassade, selbst eine kleine Figur auf einem großen Spielfeld. Wer die Arbeiten des Pariser Fotografen in Echtgröße auf sich wirken lassen will, kann bis 31.07 die G3 Gallery… [weiterlesen]
Deplaziert – Zebrastreifen auf Abwegen
Wenn man eine der markantesten Regelsymbole die die verkehrstüchtige Gegenwart kennt, den Zebrastreifen, in Umgebungen plaziert, die dessen Regel ad absurdum führen, obwohl diese Orte tatsächlich auch mit dem Begriff Reisen und Fortbewegung in Zusammenhang stehen, tauchen die Fragen von ganz allein auf. Das dachten sich Donna Wearsmouth und Simon Walvin – beide Designstudenten an der Universität von Northumbria (Newcastle), als sie das, nach einer Designintervention in der Umgebung verlangendem, Semesterprojekt gemeinsam in Angriff nahmen und eher ländliche Gegenden mit wenigen weißen Blockstreifen zu einem städtischen Credo verhalfen. Brief / A Design Intervention — Create rules within an environment. Solution… [weiterlesen]
Im Land der Trolle und Schreibtischlampen
Rune Guneriussen erschafft eine Anderswelt. Vor der Kulisse der ohnehin schon mystisch anmutenden norwegischen Landschaft, erschafft sie Dramaturgien, die ihres Gleichen suchen. eine Herde Schreibtischlampen grast mit erleuchteten, gesenkten Köpfen auf kargem Waldboden. Rivalisierende Stühle liefern sich vor ihren Artgenossen einen Zweikampf. Eine Formation Telefone überwindet einen vereisten Pass und leuchtende Globen lümmeln auf Uferfelsen. Die norwegische Künstlerin wirft mit Interpretationsansätzen nicht gerade um sich, so müssen die kleinen Denkanstösse, die der Anblick in der Wildnis ausgesetzter Alltagsgegenstände verpasst, wohl genügen. gefunden bei Cool Hunting



