Papergirl 2010 – 250 Künstler stellen aus


05.07.10

Seit 2006 findet das Plakatkunstfestival Papergirl jährlich in Berlin statt, mittlerweile gibt es die Papergirls in mehreren Städten weltweit. New York geht dieses Jahr erstmalig mit an den Start. Für die Berliner Aktion, werden vom 04.07. – 23.07. 2010 250 Beiträge in der Galerie Neurotitan in Berlin zu sehen sein, bevor sie am letzten Tag des Festivals per Fahrrad unter die Leute gebracht werden.

 

Beam me up, Scotty! – Star-Trek-Perlenvorhänge


02.07.10

Der wahrgewordene Trekie-Traum. Devorah Sperber fädelte für ihre Ausstellung Mirror Universe, die das Verhältnis von Kunst, Wissenschaft und Technologie analysieren soll, Glasperlen zu einem Bild auf, das TV-Generationen bewegte – die Beam me up, Scotty!-Szene aus der Serie Star Trek. Mittlerweile hängen die als Perlenvorhänge verwewigten Crewmitglieder in Microsofts Studio D in Redmond, Washington.

Diskursdisko

 

RGB Wallpaper


02.05.10

Nicht nur einen überraschenden Effekt in Räumen, sondern auch ein durchaus interessantes Konzept zur anschaulischen Informationssvermittlung, stellen die RGB Wallpapers von Carnovsky dar, die gerade auf der Milan Design Week zu bestaunen waren. Drei unterschiedliche Motive werden in den Farben rot, grün und blau übereinander gedruckt und erscheinen bei entsprechender farblicher Beleuchtung separat.

Emmylou Cakehead

 

Expo 2010 – Das Riesenbaby von Shanghai


29.04.10

Die Fotoreihe auf The Big Picture von der Expo 2010 die kommenden Samstag eröffnet, ist beeindruckend. Booooooom! sorgt für das Kontrastprogramm zum superlativen Schaulaufen der ausstellenden Nationen: chinesische Familien stellen raus.

 

Neues von Evol – Fotorealismus auf Pappe


28.04.10

Neue Arbeiten von Evol, letztens schon mit seiner Plattenbauaktion hier vertreten, sind momentan in der Berliner Wilde Galery zu sehen. Für die Gruppenausstellung Source/Resource hat der Künstler Karton mit fotorealistisch wirkenden Details besprüht und dem Allrounder Pappe alle Ehre gemacht.

iGnant

 

Englands haariger Beitrag zur Expo 2010


09.04.10

Wo sonst als in Shanghai, China, der asiatischen Metropole der Superlative, sollte die größte Weltausstellung aller Zeiten stattfinden. Bei voraussichtlich 70 Millionen Besuchern lohnt es sich dann auch schon mal mit visuellem und konzeptionellem Futurismus auf sich aufmerksam zu machen – wie England mit dem von Thomas Heatherwick kreierten Pavillon. Das etwas groß geratende Nadelkissen soll nicht etwa Spießigkeit oder gar eine borstige Art der Britten repräsentieren, sondern vielmehr die einmalige Verbindung von Natur und Urbanität in England verkörpern. In den 60.000 Filamenten in fragiler Fiberglasoptik verbergen sich verschiedenste Pflanzensamen, die also für mehrere Hektar britische Grünfläche stehen sollen. Wenn zwischen dem 01.05. – 31.10.2010 dann auch noch ein Lüftchen in Shanghai wehen sollte, erlaubt die flexible Fiberglasskulptur sogar ein seicht schimmerndes Schwingen der Filamente. Am Abend taucht sich der britische Expo-Beitrag thematisch passend in ökologisches Grün.

via Yatzer & dezeen

 

Das Lichtperlenspiel – L-E-D-LED-L-ED


27.03.10

Diese Display-Installation erinnert mich an das Konzept von Curious Displays, gewissermaßen als ein analoges und interaktives Pendant zu der virtuellen, aus verschiedenen beweglichen Einzelteilen bestehenden, digital bespielbaren Fläche.

Der Titel dieses Kunstwerks bezieht sich auf Hunderte perlenförmiger Leuchtdioden, die auf parallel verlaufenden, horizontalen Drähten aneinandergereiht sind, entlang derer sie hin- und herbewegt werden können. Das ist eine neue Technik für das Aussenden von Licht, bei der ein Ring innerhalb jeder der Perlen das von elektrischem Strom erzeugte Magnetfeld in den Drähten in Energie umwandelt. Tadahiro Suzuki bemüht sich, direkt den Hauptzweck dieser Technik zum Ausdruck zu bringen: die Möglichkeit von “Beweglichkeit”. Sie ist nicht nur Gegenstand einer Ausstellung; BesucherInnen können das Kunstwerk angreifen und fühlen. Der Künstler hat bewusst eine Beziehung zwischen Technik und der Betrachterin/dem Betrachter hergestellt. Dadurch, dass in dem Kunstwerk ein leerer Raum freigelassen wurde, wird die Besucherin/der Besucher außerdem dazu angeregt, ihre/seine Fantasie zu benutzen, damit sie/er selbst die nächste Idee hat. Dieser Zwischenraum könnte für BetrachterInnen eine Anregung dazu sein, sich ein neues Konzept einfallen zu lassen. Das ist der Schwerpunkt bei der Gestaltung dieser Ausstellung.

Text:  ars electronica linz

mat&me
dilight

 

Abgründe der modernen Kunst in New York und London


18.03.10

Zwischen nüchternen Neonröhren und blassem Beton maskieren sich Tiefen der modernen Kunst. Die bunten Bilder, die interaktiven Installationen wurden nicht vergessen anzubringen und es hat sich auch niemand verlaufen. Freigelassen durch die Autonomie moderner Kunst kreieren ein Schweizer und eine Kolumbianerin Installationen aus Dreck, Erde, Beton, Zerstörung. Urs Fischer buddelt ein 3 Meter tiefes Loch im Wert von 250.000 $ in die New Yorker Galerie von Gavin Brown und Doris Salcedo entwirft einen 176 Meter langen Riss für die ehemalige Turbinenhalle Tate Modern in London. Zugegeben hier ist Abstraktionssinn gefragt, denn wer hätte das gedacht, die kontemporäre Kunst hat wahrhaftig Tiefgang. Während Fischer an die Wertschätzung von Ausstellungsraum appelliert, versinnbildlicht Salcedo die gesellschaftliche Kluft durch Ausgrenzung und Rassismus.

kaszinski & Sweet Station, Cool Hunting

 

The Art of Chess – Schachspielvariationen


13.03.10

„The Art of Chess” ist eine Ausstellung die am 14. April 2010 auf der Mailänder Möbelmesse als Teil des  fuori salone, Schachspielinterpretationen bekannter zeitgenössischer Künstler zeigt. Künstler wie  Tracy Emin und Damien Hirst deklinieren das Thema Schach von provokativ-vulgär bis klinisch-minimalistisch in sieben Variationen durch.


‘modern chess set’, rachel whiteread 2005


‘mental escapology, damien hirst 2003


‘untitled’, barbara kruger 2006


‘chess set’, jack and dinos chapman 2003


‘amorphous organic’, alastair mackie 2008


‘untitled’, tom friedman 2005

Mehr Fotos hier

Neatorama

 

Metastadium – das Musée René Magritte


12.02.10

Normalerweise stelle ich hier die Ausstellung in einem Museum vor, nicht aber seine renovierungsbedingte äussere Verkleidung. Wenn diese Verkleidung allerdings so spektakulär war, wie die des Brüsseler Musée Magritte muss ich eine Ausnahme machen. Gleich vorweg, das Künstlermuseum feierte im letzten Jahr Eröffnung und damit wurde auch der Sichtschutz entfernt. Er ist nur noch auf Fotos zu sehen. Die Plane stellt nichts Anderes dar, als den klassizistischen Dreigeschosser den sie verbirgt, nur öffnet sich die Fassade wie ein Theatervorhang, einem der bekanntesten Gemälde des belgischen Surrealsiten René Magritte: L’empire des lumières. Nach einem Jahr Renovierungsdauer, im Juni 2009, eröffnete das ehemalige Hôtel Altenloh als Museum. Der Fokus liegt nun auf der inneren Schönheit, nach Wegnahme der in Magritte Manier gestalteten Plane, entpuppt sich das Gebäude rein äusserlich als etwas blass. Das Museum beherbergt 200 Werke des Künstlers und stellt somit weltweit die größte René-Magritte-Sammlung dar.

Wonderland, NZZ Online

 

Gewonnen! – transmediale.10 Ticket


23.01.10

Guten Morgen, die richtige Antwort auf meine Frage ist: VideoFilmFest.
Nemoflow
alias Thomas Sch. gewinnt den ersten von zwei transmediale.10 Festivalpässen. Herzlichen Glückwunsch, Sie lesen von mir.

Bemerkung: Es gab eine Reihe falscher Antworten, da die meisten der Spielteilnehmer sich vermutlich direkt an Wikipedia gewendet haben, dort wird das VideoFest als Titel der Ur-transmediale angeführt, was leider nicht ganz stimmt. Ich hatte die Frage aus dem Inhalt der Webseite formuliert und die korrekte Antwort steht natürlich dort.

Am Montag  startet die Verlosung der zweiten Karte.

 

DLD Conference präsentiert Maps for the 21st Century


22.01.10

Hans Ulrich Obrist von der Serpentine Gallery London hat für die DLD Conference ein ebenso hochkarätiges wie ungewöhnliches Panel zusammengestellt. Der Schweizer Kurator bringt insgesamt elf internationale Künstler, Designer und Wissenschaftler gleichzeitig in eine Diskussionsrunde.

Am 25. Januar um 18.30 Uhr eröffnet Obrist den multidimensionalen Diskurs unter dem Titel “Maps for the 21st Century”. Die interdisziplinäre Konversation ist ein Aufruf an die elf Teilnehmer des Panels, ihre Erwartungen an die nahe Zukunft zu visualisieren und zu kartographieren. Diese “Maps”, entstehend aus wissenschaftlicher Herangehensweise, in Form von Datenvisualisierung und als bildende Kunst – sie dienen als Grundlage für eine durch Google Maps und Google Earth neu entstandene Auseinandersetzung mit dem Phänomen Ort (“Location”). Obrists eingeladene Gäste präsentieren sowohl künstlerische und empirisch belegbare Perspektiven als auch die Ermittlung gemeinsamer Schnittstellen einer von der Idee des “Mapping” ausgehenden Umgangsweise mit Realität.

Das Panel Tag 1 kann man unter diesem Link verfolgen.

Hubert Burda Media

 

Torture Basement – UV Installation


22.12.09

Trapped in Suburbia aus Den Haag, heimliche (Design)-Hauptstadt der Niederlande, haben in Zusammenarbeit mit der Illustratorin Jos Verwer ein für den Anlass passendes Ausstellungskonzept kreiert. Für das Museum GoudA haben sie den Folterkeller neu gestaltet. Um das Ergebnis zu sehen, braucht es Dunkelheit und UV-Licht.

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The Art of Bart – Walter Van Beirendonck


11.12.09

Immer häufiger richten Designdisziplinen ihren Focus auf die künstlerischen Aspekte der verschiedenen Genre. Die Ausstellung The Art of Fashion in Rotterdam ist nur ein Beispiel dafür.
Aus dem ausführlichen Feature der Ausstellung bei we make money not art habe ich lediglich die Beiträge des Antwerpener Modedesigners Walter Van Beirendonck herausgefischt. Die Arbeiten des belgischen enfant terrible sind ziemlich lustig, zweideutig und sicherlich mit etwas Sinn für Humor zu betrachten.

We make Money not Art

 

The Picasso of Inkasso — NOMAD Solo Exhibition


30.10.09

Meine erste Begegnung mit NOMAD, dem durch seine Karriere als Sperrmüll-und Hauswandveredler  ein gewisser Ruf vorauseilte, der auch mich erreichte, die sich mit Street Art nur im Vorbeigehen befasst, fand 2008 in dem Showroom statt, für den ich damals Ausstellungen organisierte. Kurz vorher rief er an, um mitzuteilen, das er mal vorbeischaut, „die Location zu checken und so“, um dann seinen Beitrag zur geplanten Ausstellung anzufertigen, das war ein Tag vor der Vernissage. Nomad sah besser aus als ich dachte und war leichter zu händeln als vermutet. Am Tag darauf kam er mit seinem Bild, Kohle auf Packpapier, quasi Lebensgröße, nackter Mann in hockender Pose, die Hände verzweifelt vor dem Gesicht verschränkt, den Pimmel empfindlich entblößt im Zentrum des Bildes, eingerahmt von sorgfältig gezeichneten Füßen. Ein anderes Beinpaar streckte sich über seinem Kopf wie ein Geweih. Das Bild, direkt nach der Eröffnungsrede verkauft, war zum Heulen schön, nicht alles richtig gemalt, ein Rumprobieren noch, aber mit einer emotionalen Ansprache, deren Intensität auf mehr hoffen ließ. Beim Kaffee, vor dem Bild hockend eingenommen, fanden wir heraus das wir einige Allergien gemeinsam haben und ich erklärte schüchtern meine Sympathie mit dem Typen der I LOVE YOU an die Hauswand malte, die ich sehe wenn ich gemeinsam mit zu vielen leeren Gesichtern und ihren Tageszeitungen, mit der U1 fahre. Meistens fühle ich mich von der Aussage des Schriftzugs nicht angesprochen aber berrührt. Er musste dann noch mal weg. Von der Baustelle nebenan besorgte er sich schmale Reste von Rigipsplatten um das Bild aufzuspannen, griff zu Bohrmaschine und Dübel, jeder Handgriff saß, Perfektion im Umgang mit dem Unvollkommenen sprach aus dem was er tat und wie er es tat.

Der Schritt von der Straße in die Galerie, schon vorher vollzogen, sollte von Dauer sein. Nicht alles was NOMAD künstlerisch ausdrücken kann, passt in korrekte Outlines, passt an eine Häuserwand, auf einen Fernseher oder ein ausrangiertes Möbelstück. Die schnelle Arbeitsweise, die Leidenschaft, die pointierten Aussagen hat er mitgenommen, seine grafischen und  typografischen Gewohnheiten mit  Malerei gepaart, die den Menschen und seine Eigenarten zum Anlass nimmt, überhaupt erst zum Pinsel zu greifen.

Heute öffnet NOMADS erste Solo-Ausstellung in der Circle Culture Galerie. Geht hin, es wird voll, es wird ein Rausch, es wird lustig und ihr werdet einen Künstler erleben von dem wir noch hören werden.

NOMAD:                            „ Rainbow Coloured Tears of a Clown“

VERNISSAGE:                 30. OKTOBER 2009, 19:00 UHR
AUSSTELLUNG:             31. OKTOBER BIS 9. JANUAR 2010
ÖFFNUNGSZEITEN:     DIENSTAGS BIS SAMSTAGS, 14 BIS 18 UHR
LOCATION:                      CIRCLECULTURE Gallery, Gipsstraße 11, 10119 Berlin