Die Designer von Hexagonall haben Kinoplakate namenhafter Streifen genauestens unter die Lupe genommen und dabei festgestellt, dass den ganzen Schnickschnack, wie monumentale Headlines, gestellte Fotos und melodramatische Schattenspielchen, kein Mensch braucht. Mit minimaler Gestaltung und maximaler Aussage sind die Neuinterpretationen der spanischen Designer sehr viel signifikanter wie amüsanter. Es lohnt ein Blick ins hexagonall´sche Portfolio.
Auch wenn es so aussieht, das ist nicht die RMS Titanic wie sie von Riesen geborgen wird, sondern das Modell für den 1980’er Kinoflop Hebt die Titanic!. Der größte Teil des 10,5 Mill $ hohen Filmbudgets floß in den Bau dieses Modells. Leider litt wohl der Rest der Filmproduktion an Unterbudgetierung, so das die Verfilmung des Buchbestsellers von Clive Cussler finanziell empfindlich floppte.
Enthusiastische Zwischenrufe im vollen Kinosaal würde ich noch am ehesten mitfiebernden Kindern zutrauen als still leidenden Erwachsenen. Der Auftraggeber für die Fallstudie zum 1. interaktiven Kinohorror mit dem sinnigen Namen Last Call, dessen Titel fast gar nicht an den Titel der TV-Produktion Last Call von 2002 erinnert, ist der Fernsehsender 13th Street. Für die Kampagne ist Jung von Matt verantwortlich, die auch diesen netten Trailer für den Fernsehsender produzierte.
Die transmediale.10 befasst sich grundsätzlich mit dem Begriff Zukunft. Wer eine Zukunft haben darf und wie diese aussieht wurde in ehemaligen sozialistisch-totalitären Systemen aus der Herrscherebene heraus entschieden und mit Gewalt durchgesetzt. Der damalige Student Liu Wei hat 1989 das Massaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens überlebt, er ist Künstler geworden. Sein Text zum Kurzfilm Unforgettable Memory ist ein deutlicher Ruf nach der vernachlässigten Aufarbeitung furchtbarer Erlebnisse, die bis in die Gegenwart hineinwirken, die die Zukunft eines Landes prägen werden. Auf der transmediale wird sich die Filmreihe The Succession of the Future mit der Reflektion der Zukunftsvision Sozialismus und der heutigen Realität in (post)-sozialistischen Staaten auseinandersetzen.
Die Gewinnerin des zweiten Festivalpasses Suzanne W. wird von mir benachrichtigt. Herzlichen Glückwunsch!
Es ist die Erinnerung an 1989, meinem zweiten Studienjahr, in dem ich fast ums Leben gekommen wäre. Ich bin über mein Überleben nicht glücklich, sondern fühle eine große Trauer wegen meiner Unfähigkeit, etwas im Angesicht des Todes zu tun. Zwanzig Jahre sind seitdem vergangen. Mutters Haar ist grau geworden und geliebte Menschen haben die Tränen getrocknet. Ruhvoll wie für die Ewigkeit herrscht auf dieser ersten Strasse Chinas die Stille vor. Stille, Vergessen und das bewußte Zudecken der Erinnerungen der Menschen verwandelt sie in ein Vacuum. Die Passanten sind in ein unscharfes Bild verwoben, die wahre Erinnerung ist verschwunden, Illusionen sind geblieben. Während die Zeit vergeht, macht uns diese Erinnerung immer hilfloser. Dass wir beim Anblick der Realität stumm bleiben, ist ein Beweis für unsere Scheinheiligkeit und Schwäche. Die Lebenden leben immernoch in der Frage der Toten. Die Sonne geht immer am nächsten Morgen auf und die vier Jahreszeiten bleiben im Wechsel. Der Unschuldige starb auf der einen Seite der Welt während die Schuldigen auf der anderen Seite der Welt groß sind. Das ist die Realität, die sich während dem gesamten Verlauf der Geschichte nicht gewandelt hat.
Wiedermal ein prima Feierabendvideo. Der Film von Ryan Larkin wurde seinerzeit für den Oskar nominiert, in der Kategorie „bester animierter Kurzfilm“. Seinerzeit war 1969. Der Kurzfilm Ryan von Chris Landreth über Larkins bewegtes Leben, gewann 2005 den Oskar ebenfalls in dieser Kategorie.
Bleibe heute mit Halzschmerzen, Emser Pastillen und Mac im Bett und verfolge von hier aus was sich so in meinen Reader verirrt. Fashion Week NYC, Patrick „farewell youth“ Swayze und jede Menge Attention Whores. Hab in meinem bemitleidenswerten Zustand aber mehr Lust auf Kuriositäten als auf „ganz doll schön“ oder „ganz doll traurig“ oder„ ganz doll toll“.
Los gehts mit dem Trailer für das BFF’09 (Bicycle Filmfestival), Regie Marco Mucig
Ganz taufrisch ist der Trailer für den saftigen Kurzfilm Green Pink Caviar nicht. Ich kannte Ihn allerdings noch nicht und … bin sofort drauf reingefallen.
Ab dafür unter den Stills. Marilyn Minter fotografiert u.a. Kampagnen für M.A.C. Cosmetics und macht andauernd was mit Mündern.
Lange hab ich überlegt wie ich an den heutigen Beitrag herangehen soll. Ich hab mich für den Umweg entschieden, einen sehr sehenswerten wohlgemerkt.
Buchstaben sind Grundbausteine! Ähnlich den Elemente des Periodensystems auf der materiellen Ebene, können sie in der richtigen Kombination heilen, verschönern, euphorisieren, beruhigen, bereichern und ja – auch vernichten. Auf welch friedliche Art und Weise Majuskeln und Minuskeln der verschiedensten Typen miteinander existieren, demonstriert der Opener des diesjährigen Typophile Film Festival auf erstaunlich sensitivem Weg. Das handgemachte Video entstammt der Designfakultät der Birmingham Young University und ist von einem unbedingt hörenswertem Track untermalt.
Gentlemen Broncos trägt die Handschrift des Napoleon Dynamite Machers Jared Hess. Eine Mischung aus Fiktion und Realem, sehr viel trockener Humor und tolle Bildern – der ‘Liger‘ lässt grüßen.
Skurille Storyline, 1-A Besetzung und ein wenig ‘erwachsener’ als alle anderen Jared Hess Filme. Jermaine Clement, Jennifer Coolidge und Mike White machen diesen Film zu einem sehenswerten Herbstvergnügen.
“Benjamin (Michael Angarano), der zu Hause von exzentrischen Mutter (Jennifer Coolidge) unterrichtet wird, ist ein liebenswürdiger Einzelgänger, dessen Leidenschaft zum Schreiben ihn auf eine unkonventionelle und lustige Reise führt, wobei er bei seiner ersten Geschichte vom legendären Fantasieroman- Autor Ronald Chevalier (Jemaine Clement) über den Tisch gezogen wird und dann katastrophal vom schrecklich hausbackenen Filmemacher der kleinen Stadt verfilmt wird.”
ART & Copy, der neue Film von Regisseur Doug Pray (Surfwise, Scratch, Hype!) zeigt den alltäglichen Wahnsinn der Werbeindustrie und verweist zugleich auf die metaphorische Klammer, dass hinter der teils abgedrehten Werbewirklichkeit wieder jenes Bindeglied steht, was noch immer den stärksten Einfluss hat: der Mensch. Menschen aus der Werbung, die ihre Faszination für besondere Strategien jeden Tag neu entdecken und im Zuge der Zeit unermessliche Kampagnen entwickelten, die wir so schnell nicht vergessen werden. In ART & Copy werden die bekanntesten Ikonen der Industrie genauer befragt und vorgestellt. Wer waren sie? Wo lebten sie? Wovon lassen sie sich inspirieren, sich leiten? Und was bedeutet es, Teil dieser riesigen Inszenierung zu sein? Von der “creative revolution” 1960 bis heute – im Film erfahrt ihr mehr.
Dass gerade ‘Hochsommer’ ist, stört an dieser Stelle nicht. Denn wenigstens bekommt der temperaturgeschädigte, frustrierte Mitteleuropäer, dem der Grinch den Sommer stahl, wieder Lust auf Schnee. Die Poor Boyz Produktion ‘Everyday Is A Saturday‘ macht nicht nur verdammt gute Laune, es macht nach langer Zeit auch wieder Lust auf Skifahren. Auch der eingefleischte Snowboarder gibt bei diesen Tricks zu, dass Ski schon lange keine verlängerten Gehhilfen mehr sind.
Als bekennender Anti-Fan von Thrillern, Krimis oder Horrorstreifen wird es wohl eine Seltenheit bleiben, dass ihr von mir einen solchen Film vorgestellt bekommt. Doch welcher Trailer es schafft, mir montags um halb 10 die Gänsehaut über den gesamten Körper zu jagen, dem gebührt dementsprechende Aufmerksamkeit, wie ich finde.
The Lovely Bones, nach dem Debüt-Roman von Alice Sebold, erzählt die wunderbar tragische Geschichte eines jungen Mädchens, das mit 14 ermordet wird und von diesem Tag an über Freunde und Familie aus einer Art Zwischenwelt wacht und ihren Mörder jagt. Fantastische Bilder und eine hinreißende Besetzung mit Lieblingen wie Mark Wahlberg, Saoirse Ronan, Susan Sarandon und Rachel Weisz überzeugen bereits im Trailer.
Realese-Date des neuen Peter-Jackson-Meisterwerkes ist zwar vorraussichtlich erst der 11. Februar 2010, doch die vorfreudige Euphorie könnte man nutzen, um den Roman zu lesen und danach einer von den nervigen Leuten zu sein, die dann sagen “Ey ne, der Film war echt nicht ansatzweise so gut wie das Buch. Echt nicht!”
‘The first day of spring‘, ein wundervoller Kurzfilm von Noah and The Whale. Der Streifen trägt nicht nur der Name eines Salvador Dali Bildes, sondern ist auch der Titel des am 31. August erscheinenden neuen Albums der Jungs.
Ihre zweite LP sorgt natürlich für weitaus mehr Aufsehen, kombiniert man sie, geschickt wie man ist, mit einem visuellen Leckerbissen wie diesem. Das macht uns aber nichts – im Gegenteil, die Idee ist super, der 50-minüter scheint es auch zu sein und über die Musik der Engländer muss erst gar nicht gesprochen werden.