Chewing Art by Simone Decker
Klebrige Kaugummireste, die sich geschickt in frequentierten Fußgängerzonen platzieren und sich unter unscheinbaren Parkbänken verstecken, um sich hartnäckig und ungefragt in unseren Lieblingsteilen zu verewigen, sind ungeliebte Begleiter unseres Alltags. Zum Glück war die Kaugummiaktion von Simone Decker anlässlich der Art Biennale 1999 in Venedig weniger defensiv – nicht auszudenken, wenn da jemand rein gelaufen wäre. Die Frankfurter Künstlerin stopfte die Gassen der italienischen Hafenstadt mit aufgeblasener, durchgekauter und lang gezogener Kaugummimasse und baute aus der klebrigen Materie imponierende Skulpturen in verschiedenen Geschmacksrichtungen. booooooom
Objects of my Confection – Ammiel Mendoza
Diese Sammlung verbindet Ammiel Mendozas Liebe für Süsses und Wirbellose. In ihrer Arbeit „Objects of my Confection bringt sie Lebensmittel und Insekten, indem sie eine Form der Präsentation wählt, die für naturwissenschaftliche Exponate gebräuchlich ist, auf einen der wenigen gemeinsamen Nenner. Kitsune Noir
Micropolis – bürokratische Stapelarchitektur
In Stunden der unendlichen Monotonie und überkommenden Müdigkeit, in denen Zeit in ewig andauernde Dimensionen zerfließen zu scheint, sehen sich geübte Zeittotschläger wiederkehrend gleichförmigen Verhaltensmustern ausgesetzt. Besonders beliebte Beschäftigungstherapien sind, neben meditativer Notizblockbemalung, die akkurate Neuordnung der gegenwärtigen Schreibtischsystematik. Peter Root scheint ein besonders resoluter Bürostuhlakrobat zu sein, zumindest stapelte der britische Künstler mehr als 100.000 Tackerklammern in 40 Stunden auf eine Fläche von 3×6 Metern. Die urbane Miniaturmetropole aus dichten Wolkenkratzern und vorstädtischen Häusersiedlungen hat beeindruckende Ähnlichkeit mit einer amerikanischen Großstadtlandschaft der Superlative, aufgenommen aus bekannter Vogelperspektive und in realistisch grauem Smogton gehalten. Das Stop Motion Video zeigt auf… [weiterlesen]



