BerliNordik – bright green design – Call For Entries


15.03.10


© Jan Rasmus Voss

Für die zweite Runde des Projekts BerlinNordik sucht CREATE BERLIN Berliner Gestalterinnen und Gestalter aus den Bereichen Produkt- und Interieurdesign mit max. 5 Jahren Berufserfahrung, die mit ihren Produkten und Objekten zum Thema Nachhaltigkeit – und zwar in Idee und Entwurf, durch Material und Energieverbrauch, oder auch durch die Prozesse von Produktion, Gebrauch und Verwertung – zur Ausstellung beitragen.


© diephotodesigner

BerliNordik führt als Projektserie durch die nordischen Hauptstädte. Nach „bright green fashion“ und einem erfolgreichem Projektauftakt 2009 in Kopenhagen, bleibt BerliNordik 2010 in Berlin und lädt die Nordischen Partner in die Hauptstadt ein, bevor es ab 2011 weiter nach Island, Norwegen, Finnland und Schweden geht. Die anschließende Ausstellung „bright green design“ wird nach ihrer Eröffnung in Berlin wandern und an bis zu zwei weiteren Standorten im Rahmen des Projektes BerliNordik präsentiert.


© Jan Rasmus Voss

Bewerbungs- und Einsendeschluss ist der 23. April 2010.
Einsendung per Email an: berlinordik[at]create-berlin[dot]de

zum Call for Entries



 

Last Call for Typoversity


04.03.10

Typoversity ist ein Buchprojekt der Illustratorin Nadine Roßa und des Grafikdesigners Patrick Marc Sommer, beide auch aktiv bei designmadeingermany.de.

Gesucht werden spannende Hochschularbeiten (Diplomarbeit, Semesterprojekt) und Ausbildungsprojekte mit dem Schwerpunkt Typografie. Die einzige Voraussetzung ist, dass die Arbeiten nicht älter als Januar 2008 sind. Die interessantesten und innovativsten Arbeiten kommen ins Buch, das beim NBVD Norman Beckmann Verlag & Design erscheinen wird.

Einsendeschluss ist der 15. März 2010. Einreichungen bitte als PDF per E-Mail an: mail[at]typoversity[dot]de.

FontBlog, Typoversity


 

Leidenschaft lohnt sich! – TYPO Berlin „Passion“


18.02.10

Seit 1995 findet die Designkonferenz TYPO Berlin jährlich unter einer anderen Thematik statt, Kommunikationsdesign immer wieder unter neuen Gesichtspunkten betrachtend. Dieses Jahr wird das internationale Branchentreffen unter dem herzblutigen Motto Passion stehen. Das liegt auf der Hand, so ist doch gerade in kreativberuflicher Hinsicht die Leidenschaft das Salz in der Suppe, welches den Beruf erst zur Berufung macht, Weiterentwicklung und Erfolg ermöglichend.

Unter Gestaltern und denen die es werden wollen, hat es sich schon lange herumgesprochen: Die TYPO Berlin liebt es herzhaft und wartet jedes Jahr mit einem  line up auf, das es in sich hat. Seit 15 Jahren, regelmäßig Ende Mai, wird das Berliner Haus der Kulturen der Welt, für drei Frühlingstage zum Wallfahrtsort für Kommunikationsdesigner, Auszubildende und Studenten entsprechender Studiengänge, die sich aus Vorträgen, Workshops und Foren an Haupt- und Nebenschauplätzen, kostbares Know-how, Inspiration und Bestätigung holen, die unentbehrlich sind um der eigenen Passion zu folgen.

Bis es am 20.05. 2010 ernst wird, können passionierte Gestalter wöchentlich eins der begehrten Konferenztickets beim jährlichen TYPO Berlin-Gewinnpiel gewinnen, wenn sie ihre eigenen Leidenschaften mit dem Passion-Herz versehen, und die Begrifflichkeit so auf persönliche Weise gestalterisch definieren. Hier hab ich schon mal mein Best-off der stetig wachsenden Galerie zusammengestellt, darunter auch die eine oder andere meiner eigenen Leidenschaften entdeckt.

Ausgeschlafene TheJunction-Leser können es sich bestimmt schon denken: Ja, ich möchte mit meinem heutigen Artikel wiedermal Erfreuliches einläuten. Mehr erfahrt ihr bald an dieser Stelle.

 

HUNDERTMARK is back…


10.02.10

…und das ist mir doch glatt eine Erwähnung wert. Nachdem HUNDERTMARK im Januar einen fiesen Hackerangriff fast nicht überlebt hat, ist er seit gestern wieder am Start. Und ab dafür!

 

Prädikat Zukunft – Die transmediale.10


07.02.10

Den Helm mit rosa Atemflüssigkeit gefüllt, taucht Virgil Brigman hinab in die Meerestiefen des Kaimangrabens, in eine beklemmende Dunkelheit, in der das nukleare Verderben tickt, von Menschenhand erschaffen. Seine Mission ist eine Reise ohne Rückfahrkarte, seine Vision eine Welt in Frieden oder wenigstens, die Rettung seiner Besatzung und der freundlichen Wesen, die ihnen dort unten ständig begegnen. Das fluoreszierende Licht im Dunkel, die immaterielle Anwesenheit von Energie, die friedliche Stille, die ihn nach 139 Minuten Filmdauer, auf leuchtenden Schwingen in eine Zukunft mit Happy End rettet, haben mich damals fasziniert und The Abyss, ein Science Fiction Film, der das sonst genretypische Zukunftsszenario, mit einer fast ebenso unbekannten Tiefseeumgebung ersetzt, hat sich in mein Gedächtnis eingeprägt.

Letzte Woche im Haus der Kulturen der Welt: frei von fiktionalem Pathos und doch ergreifend – hier rosa Flüssigkeit in Rundkolben, dort tiefste Dunkelheit, fluoreszierendes Licht, elektrizitätsschwangere Luft und jede Menge Stille, unterbrochen von einem immer wiederkehrenden Ton. Um die Ecke ein voller Kinosaal, alle paar Minuten ein cineastisch unterschiedlich umgesetztes Leitthema und ein paar Türen weiter, eine Wand in einem großen, dunklen, leeren Raum, über Tage hinweg dieselbe analoge Installation zeigend: horizontal aufgespannte Videobänder, vor weißem Licht ventilierend.

Die Übersichtlichkeit des Foyers entließ die Besucher in Räume, in denen dekorativer Kabelsalat, flimmernde Monitore und eine zwanglose Sitzordnung, die produktive Atmosphäre bestimmten. Computerkunst-Pionier und Ars Electronica Linz Gründer Herbert W. Franke referierte einleitend über alte visuelle und werteabhängige Vorstellungen von Zukunft, während die junge Redakteurin eines Internetfernsehsenders ihr mitgebrachtes Frühstück verzerrt und sich wirklich niemand daran störte.

In diesem Jahr bilanzierte die transmediale ehemalige Vorstellungen vom Jahr 2010, Welches lange als Inbegriff für Zukunft galt. Darüber hinaus, schuf sie ein multidisziplinäres Forum, das sich den tatsächlichen Entwicklungen annahm. Ein Themenschwerpunkt widmete sich Kreativität und Kultur als wirtschaftlich relevanten Faktor. Mit Workshops und Vorträgen wurde vermittelt und erörtert, wie man dieses Potential organisiert und dauerhaft tragfähig macht. Die Sprecherlisten der Konferenz Future Observatory waren lang, der Zeitstrahl für einen einzelnen Programmpunkt ging manchmal über die Horizontale einer ganzen Programmheftseite, man musste Zeit mitbringen und wirkliches Interesse. Künstler, Wissenschaftler, Philosophen, Pioniere, Designer und Medienaktivisten aus aller Welt, trafen in der Futurity Long Conversation aufeinande um vor einem internationalen – und das ist keine Floskel, die Sprache die ich am meisten gehört habe, war gebrochenes Englisch – Publikum ihren heutigen Blick auf die vergangenen und gegenwärtigen Zukünfte zu diskutieren.

Eingetaucht in Stille und Dunkelheit das Herzstück des Festivals – die Ausstellung Future Obscura – zugegeben, mein Staunen stellte sich erst ein, als ich das Konzept hinter den Exponaten ansatzweise begriffen hatte. Anfangs befremdet vom Geruch nach Strom und warmen Metall, musste ich mir auch hier Zeit nehmen um mich auf die Interaktion mit ihnen einzulassen. Wie bizarre Tiefseelebewesen bedurften viele der Ausstellungsstücke der Dunkelheit um ihre visuelle Wirkung zu entfalten und ihre Funktion übernehmen zu können.

Das heutige Verständnis von Arbeit wurde analog als traditionelle Biete-Suche-Tafel veranschaulicht als Teil des Future Exchange,  beherbergt von einem mehrkammerigen Konstrukt, spartanisch in mausgrau gestrichen und realisiert vom Architektenteam Raumlabor. Hier wurde Google zum Trotz, an alternativen Suchmaschinen geschraubt, kleine Robotoren entstanden aus Erdnuss und -Mischgemüsedosen wie nebenbei. Fair Trade innerhalb sozialer Netzwerke betrieben, wurde bei einer  Tasse Tee mit Kardamom, gebrüht auf der Heizfläche eines Bügeleisens, im Feral Trade Cafe erklärt, während man, verborgen hinter den umfunktionierten Türen, einem Tausendjährigen Stück lauschen konnte. Über den gesamten Festivalzeitraum hinweg, fanden hier Workshops statt.

Unsere Zukunft ist eine unvermeidbare Mission ohne Rückfahrkarte. die transmediale hat in diesem Jahr dazu eingeladen, sich ernsthaft und auf hohem Niveau mit vergangenen Visionen und entstandenen Tatsächlichkeiten auseinanderzusetzen, auf deren Grundlage unsere Zukunft entsteht. Mein Fazit: Hingabe und Zeit, sowie ein spezielles Interesse an  Technik, moderner Ethik und neuen Strukturen hinsichtlich kultureller Organisation, sind das Pfand, welches man einzahlt um aus den Vorlesungen, Gesprächen und Workshops Nutzen zu ziehen. Die gesamte visuelle Aufbereitung des Festivalthemas allerdings,  ist  sehr empfehlenswert für Kenner wie Nichtkenner. Definitiv ist man auf der transmediale um zu sehen, nicht um gesehen zu werden, Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel.

Bis heute Abend um 23:00 läuft das Festival noch im HKW-Mutterschiff, die Ausstellung Future Obscura wird bis zum 09.02.2010 verlängert, die Einnahmen der beiden Tage, kommen den Erdbebenopfern in Haiiti zugute. Die Satelliten die das Festival begleiten, laufen noch unterschiedlich lange bis Ende Februar.

Mitgestaunt und wieder hervorragend fotografiert hat Julius Höhne. Herzlichen Dank!

Fotos: © Julius Höhne

 

Freistil online — Portal für Illustration


23.10.09

Das Kompendium für Illustration Freistil ist über die Jahre seines Bestehens, zu einer Pflichtlektüre geworden, für jeden der mit Grafik und Illustration im weitesten Sinne zu tun hat. Die ertsmals 2003 erschienene Werkschau der Illustratorenszene ist jüngst online gegangen und kann somit alle interessanten Tangenten des Genre bedienen, welche die Printversion aus Platzmangel und den limitierten Möglichkeiten des Mediums nicht hätte abdecken können. Folgendes haben Raban Ruddigkeit und seine Kollegen mit dem Portal vor:

Wir berichten umfassend aus und über die Welt der Illustration. Editorial-, Advertising- und Fashion-Illus sind ebenso Thema wie Comics, Kunst und Motion. Wir stellen Bücher, Magazine und Websiten vor und rezensieren
Ausstellungen, Messen und andere Events. Illustration heißt für uns auch Streetart, Grafikdesign und – immer öfter – Online-Lösungen. Wir zeigen Diplomarbeiten und stellen Verbände und Schulen vor. Wir berichten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, ohne den Blick nach New York, London und Madrid zu vernachlässigen. Wir sind unabhängig und folgen nur einem Interesse: dem nach überzeugender Qualität.Und jeder kann sich beteiligen. Mit Beiträgen, Kommentaren und konstruktiver Kritik. Die einzige Regel dabei lautet – keine anonymen Einträge. Wir wollen diskutieren und gerne auch streiten. Aber nur mit offenem Visier. Danke fürs Mitmachen und Dabeisein!