Uta und Thilo von Debschitz – Fritz Kahn „Man Machine“


29.05.10

Als ich im November 2009 der Animation des Fritz Kahn Plakats Der Mensch als Industriepalast von Henning Lederer einen Beitrag widmete, hatte der Wissenschaftler, Visionär und geistige Vater dieses Plakates noch nicht einmal einen Wikipediaeintrag, das hat mich damals erstaunt, denn der Mann hat Einiges geleistet. Er war Ideengeber der Mensch-Machine-Metapher, die humanbiologische Fakten, Körperfunktionen und -prozesse in einer Weise erklärt und illustriert, die den Menschen in der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts am vertrautesten war, mit industriellen Abläufen, mit Maschinen, mit Arbeit.

Er selbst, obwohl Schöpfer dieses starken Bildes vom Menschen als „leistungsfähigste Maschine der Welt“, von dem zahlreiche, interpretierende und nachahmende Werke aus den Bereichen Medizin, Information, Film und Werbung existieren, ist trotz des Einflusses den er auf die Informationsgrafik in der Humanbiologie hatte und seiner zu Lebzeiten großen Beliebtheit als wissenschaftlicher Autor, in Vergessenheit geraten.

Das unscheinbare Schienbein ist in der Lage, mehr als ein Dutzend erwachsene Männer zu tragen

Die Geschwister Uta und Thilo von Debschitz, sie Architektin und Kulturjournalistin, er ein Designer, sind durch Zufall auf das Werk Fritz Kahns gestossen und haben ein Buch über den Visionär und Wissenschaftler erarbeitet. In ihrem Vortrag auf der TYPO Berlin 2010 sprachen sie über dessen Entstehung und Inhalt und zeigten illustratorische und cineastische Rezeptionen auf sein Werk, von Woody Allen, über den Bauhaus Grafiker Herbert Bayer bis zum britischen Pop-Artisten Eduardo Paolozzi.

Aus: Was sie schon immer über Sex wissen wollten von und mit Woody Allen (Spermie)

Die Fülle an Material – von einer Vielzahl verschiedener Illustratoren gezeichnete, in Vergleiche und Metaphern umgesetzte humanbiologische Information – zu finden und zu sichten, zu benennen und zu archivieren, zu scannen und zu kommentieren, war eine zeitliche, finanzielle und emotionale Herausforderung. Das Buch, als Bildband konzipiert, umfasst die Bereiche Biografie, Schaffen und Rezeption und hat eine weltweite, für die Autoren überraschende, Resonanz hervorgerufen. Die gleichnamige Ausstellung im Medizinhistorischen Museum der Charité besuchten 24. 000 Menschen. Seit Januar 2010 kann man Fritz Kahn nun auch in der Wikipedia finden und den Eintrag haben nicht die Buchautoren verfasst.

Der Trailer für das Sundance Festival 2007, ebenfalls inspiriert von Fritz Kahns Metapher

 

TYPO Berlin 2010 „Passion“ – Inspiration im Stundentakt


28.05.10

Die Definitionen von Leidenschaft gehen selten über Gemütsbeschreibungen wie inbrünstig, begeistert und hingebungsvoll hinaus. Ähnlich wie Sehnsucht,  gehört sie zu den, wissenschaftlich wenig erforschten, emotionalen Phänomenen. Um zu wissen ob sie schmeckt wie Pfälzer Leberwurst oder doch wie eingeschlafene Füße muss man sie selbst probiert haben. Auf der  TYPO Berlin 2010 zum Thema Passion konnte man den vielleicht wertvollsten Effekt erleben, den beruflich gelebte Leidenschaft haben kann, die Übertragung dieses Gefühls auf Andere in Form von Begeisterung und Aufmerksamkeit – ein wesentlicher Erfolgsfaktor im Designgeschäft, speziell im Kommunikationsdesign.

Julia Laub/Hartmut Bohnacker: Generative Gestaltung

Wie Leidenschaft zu Leistung wird die begeistert, vermittelten die wenigen Vorträge über Einzelprojekte am glaubhaftesten. Das war zum Einen die Präsentation des Buches Fritz Kahn – „Man Machine“ von Uta und Thilo von Debschitz und zum Anderen der Vortrag von Julian Zimmermann über das Corporate Design, das er für Togbui Ngoryifia Céphas Kosi Bansah den König der Volksgruppe Hohoe Gbi Traditional Ghana, die zum 3-Millionen-Volk der Ewe im Osten Ghanas gehören, entwarf. Beide gehören zu meinen persönlichen Favoriten dieser Konferenz, und werden noch genauer vorgestellt.

Der König ist Kunde

Auch der Schriftgestalter Yanone und der Informationsarchitekt Oliver Reichenstein stellten neue Projekte vor – die Schrift Amman, die den Namen ihres Entsstehungsortes trägt und ein Textverarbeitungsprogramm für das iPad, das sich nach der Leserichtung orientiert, die vom rechteckigen Format des Gerätes vorgegeben wird, also horizontal verläuft und damit die Lesbarkeit optimiert, was sich zugunsten der Konzentration beim Arbeiten und Lesen am Bildschirm auswirken soll.

Passion: Oliver Reichenstein über Lesbarkeit – Schreibbarkeit

Weitere Vorträge die viel positive Resonanz bekamen, obwohl reine Portfoliopräsentationen mit zum Teil recht alten Arbeiten, waren die Beiträge von Erik Kessels und Joachim Sauter. Als Kessels nüchtern und und ohne die Miene zu verziehen, die geniale „Schlimmer geht immer“-Kampagne für ein Null-Komfort-Hotel in Amsterdam vorstellte, blieb kein Auge trocken. Joachim Sauter von Art & Com hat souverän dargestellt, wie man Natur- und Zeitgeschichte erlebbar und reflektierbar macht, indem man sie virtuell und interaktiv auferstehen lässt. Eine Auswahl aus den beiden Vorträgen und weitere, von Eike König und Fons Hickmann gezeigte, Projekte werde ich in den nächsten Tagen etwas näher vorstellen, da sie wunderbar in das Konzept von TheJunction passen.

Alles in allem haben die Vorträge die ich verfolgt habe, wenig auf das Thema Passion eingespielt. Ich behaupte, dass  Hingabe an den Beruf, vor allem im hochqualitativen Ressort, zum guten Ton gehört und das die meisten erfolgreichen Gestalter unter dieser herzblutigen Berufskrankheit „leiden“. Ein übergreifendes Thema sollte auch inhaltlich zum Tragen kommen und nicht nur durch begeisternde Projekte repräsentiert werden. Das haben die vorigen Konferenzen SPACE, Image, Music usw. besser vermocht.

Mit der Abkehr vom gedruckten Programmheft hin zur interaktiven TYPO Applikation, hat der Veranstalter gezeigt, das die TYPO Berlin voll und ganz im digitalen Zeitalter angekommen ist. Dieses Tool hat mich zuverlässig durch die dreitägige Konferenz begleitet. Hier konnte man sein persönliches Programm zusammenstellen und wieder ändern, die Nachrichtenkanäle der TYPO abrufen und sich selbst auf der Twitterwall of Passion verewigen, sich zum Mittagessen verabreden und mitlesen, was andere Konfernzteilnehmer und Referenten von den Vorträgen halten.

Malte Christensen (@kopfbunt) kurz nach seinem Vortrag

Im Fall von David Carson und Studio Dumbar, war das nicht besonders viel. Carsons Vortrag habe ich selbst nicht gesehen, er hat aber mit den Bildern seiner ganz privaten Leidenschaften – Surfen und Frauen in Powerpoint präsentiert – mehrere hundert Leute aus dem anfangs randvollen Saal vertrieben, obwohl er mit dem Konzept seines Vortrags dem Konferenzthema näher war als manch anderer Redner. Ich bin ihm noch kurz vor Schluss der Konferenz begegnet, als er sich mit einer Gruppe von jungen Studentinnen fotografieren ließ. Es war bemerkenswert, das sich das Alter seiner Fans scheinbar genau entgegengesetzt zu seinem eigenen entwickelt.

Font Girls

Den finalen Vortrag performten Studio Dumbar, die ich gar nicht kannte. Hauptbestandteil der Dramaturgie war eine Reihe von Kurzinterviews mit Mitarbeitern des Studios zu verschiedenen Fragen z.B. über Essen, Trägheit und Tiere. Die Interviews wurden von Liza Enebeis (Typeradio) geführt. In fast bedrückender Atmosphäre, spielten sich die gesamten Sequenzen auf dem Gesicht einer Art menschlichen Wirts ab. Einem jungem Mann, der stillstehend, mit einer weißen Maske, die sprechenden Gesichter seiner Kollegen, von seinem ständig den Beamer justierenden Gegenüber, auf sein eigenes projeziert bekam. Ein  Tryptichon aus Leinwänden  zeigte gerenderte, animierte Skizzen und die Interviewfragen in Krakelschrift. #typo10 war sich einig: arty farty!, pretentious!, überflüssig! im Saal klatschten nur Wenige, die allerdings sehr bestimmt. Da ich das für exquisite Grafik vielfach ausgezeichnete Studio Dumbar aus Den Haag nicht kannte, war ich absolut unvoreingenommen. Weder fand ich die Performance langweilig, noch schlecht oder sinnentleert. Ich habe sie als Koketterie mit Kommunikation und Technik verstanden, mit 30 Minuten Dauer definitiv zu lang und innerhalb des Programms falsch platziert.

Mein Fazit: Die TYPO Berlin 2010 „Passion“ war eine lebendige, gutgelaunte Designveranstaltung, deren Programmverantwortliche den inhaltlichen Fokus im Hauptsaal, von der Typografie auf das gesamte Spektrum, das Kommunikationsdesign aktuell zu bieten hat, verlegt haben. Die drei Tage Dauerinspiration und Bildung waren sicherlich eines meiner Highlights in diesem Jahr. Emotional wurde die Konferenz zum größten Teil durch das Publikum getragen, es wurde überdurchschnittlich viel gelacht, in Szenen hinein applaudiert und vor Rührung geweint. Das vielversprechende Thema, war allenfalls eine Hilfslinie für das jährlich wechselnde Corporate Design der TYPO und ein durchaus wirksamer Stimmungsmacher bei Publikum und Sprechern.

Ab morgen gibt es hier bebilderte und bewegtbilderte Einzelbeiträge zu einigen Vorträgen bzw. Projekten im gewohnten TheJunction-Stil.

Fotos: © Julius Höhne

 

Sonar Sound Animation – Renaud Halleé


24.05.10

Ich arbeite mich gerade durch die Fotos, Zitate, O-Töne und Notizen die wir von der TYPO Berlin mitgebracht haben. Mehr dazu in der kommenden Woche. Ich möchte nur soviel verraten, das in vielen Vorträgen tolle Arbeiten gezeigt wurden, die hier prima ins Formt passen. Heute habe ich durch Zufall entdeckt, das dieses Video von Renaud Halleé seit Mitte März mit Sternchen markiert, in meinem Reader liegt. Auf der Suche nach Onur Senkturs Nokta, hab ich es eben wiedergefunden.

Format Mag

 

TheJunction vor Ort – TYPO Berlin – Alles drin!


20.05.10

Ich bin heute zur TYPO Berlin aufgebrochen und werde die nächsten drei Tage im HKW verbringen. Alle wichtigen Utensilien zum notieren, bloggen und posten, passen in meinen Lieblingsstoffbeutel. Julius ist auch grad eingetroffen, mit Kamera und Dreitagebart. Das Konferenzgebäude füllt sich und in 15 Minuten gehts los. Besser gehts nicht!

 

Für F.ans – „Two Minutes“ Stop Motion


17.05.10

Für den Titel Two Minutes der kanadischen Band F.an aus Kanada, hat Maxime Brunell mit Pappe und Persepektiven herumexperimentiert. Das was herauskam läuft wie am Schnürchen und schön in Stop Motion.

Feingut

 

In a Perfect World


08.05.10

Spätestens wenn Montag morgens hungrige Kinderaugen verständnislos auf trockene Cornflakes blicken, das Mobiltelefon abdankt, bevor die tagrettende Antwort auf die eben verschickte Kurznachricht eintrifft, das schöne Oberteil in türkis Brechreiz hervorruft, während das letzte Exemplar in rot gerade mit der Anderen abhaut, sollte klar sein, das wir in einer unperfekten Welt leben. Catrina Dulay hat eine Reihe von ätzenden Alltäglichkeiten gesammelt und in a perfect world zu Wünschen formuliert, die zwar weitaus bescheidener wirken als die nach Weltfrieden und allgemeinem Wohlstand aber realistisch betrachtet, genauso schwer zu erfüllen sind.

iGnant, Hundertmark

 

Frühlingsputz bei TheJunction – Social Media Design Contest


06.04.10

1. TheJunction-Wettbewerb – Gestaltung eines Social Media Designs für das Onlinemagazin rund um kreative Inspiration
Einsendezeitraum 6.04.2010 – 6.05.2010

Frühlingsputz bei TheJunction

Gefällt euch eigentlich unser Twitterhintergrund? Uns nicht mehr! Nach mehr als anderthalb Jahren einzigartiger TheJunction-Inspiration soll nun auch ein unverwechselbares Design her. 1.400 Facebookfreunde und mehr als doppelt soviel Twitterfollower geben einen super Aufschluss über die Leser, die unser Blog seit Juni 2008 anzieht und unsere Recherche hat ergeben: Ja, ihr seid kreativ! Wir können getrost die Aufgabe der Gestaltung eines Social Media Designs für unser Mag in eure Hände geben.

Für die fachkundige Jury, die die besten Einsendungen auszeichnen wird, konnten wir u.a. Prof. Boris Müller gewinnen. Er unterrichtet an der FH Potsdam den Studiengang Interfacedesign. Interfacedesign vermittelt zwischen Funktion und Ästhetik, zwischen Technik und Gestaltung und ist damit eine der gefragtesten Designdisziplinen unserer Zeit. Interface Designer machen unsere Welt anwenderfreundlich. Sie ermöglichen uns, Computer kreativ und interaktiv zu nutzen, indem sie Dinge und Prozesse in einer hochkomplexen Welt klar und einfach gestalten. Und genau das möchten wir mit dem TheJunction Socialmedia Design erreichen!

In den Veranstaltern Europas größter Kommunikationsdesignkonfernz, der TYPO Berlin, haben wir einen 1 A-Hauptpreis-Sponsoren gefunden. Der Designer/in des TheJunction Social Media Artwork winkt ein erster Preis, der es in sich hat:

1. Preis: 1 Ticket für die Konferenz TYPO Berlin 2010 “Passion”
im Wert von 670 €
Vom 20. – 22. Mai 2010 trifft sich im Berliner Haus der Kulturen der Welt das A und O der internationalen Grafikdesignszene. Für den Gewinner bedeutet das: drei Tage Teilnahme an den Konferenzvorträgen, drei Tage exquisite kreative Bildung auf drei Bühnen, drei Tage Berliner Frühling, Inspiration und Erfahrungsaustausch, zuhören und mitreden, Leute treffen, Leute gucken, Gratis-Mittagessen und Kaffeeversorgung und zum Abschied eine Riesenparty feiern. Zusätzlich wird der/die Gewinner/in hier auf TheJunction mit einem eigenen Artikel vorgestellt, inklusive Portfolioschau und Verlinkung zur Webpräsenz.

2. Preis: Photocase Guthaben
im Wert von 300 €

Photocase ist eine Plattform für moderne, kreative und ästhetische Stockfotografie. Wer auf der Suche nach Fotos für seine tägliche, kreative Arbeit ist oder als Fotograf seine Werke zum Verkauf anbieten möchte, ist bei Photocase genau richtig. Die Plattform bietet alternative Motive mit unverbrauchter Bildsprache abseits der üblichen Microstock-Klischees. Photocase steht für lebensnahe und ehrliche Fotografie. Die Auswahl ist stark kuratiert und alle angebotenen Fotos können gewerblich genutzt werden, zeitlich und räumlich unbegrenzt. Gut für die Augen und jenseits des Mainstreams. Die Nutzung der Fotos ist mit dem Erwerb von Credits verbunden, Photocase spendiert dem Zweitplatzierten Credits im Wert von 300 Euro.

3. Preis: eine Pantone Farbreferenz COLOR BRIDGE coated euro
im Wert von 142 €

Die Pantone, Inc. ist der weltweit führende Anbieter von Farbsystemen und aktuellen Technologien zur exakten Farbauswahl und -kommunikation. PANTONE ist mit 40 Jahren Erfahrung Marktführer im Segment der Farbkommunikation und -technologie für die Grafik- und Designbranche, das Verlags- und Druckwesen sowie die Textil- und Kunststoffindustrie. Der dritte Preis des TheJunction Gewinnspiels ist eine PANTONE COLOR BRIDGE Farbreferenz, die vielseitig eingesetzt werden kann: z.B. zum Auswählen und Angeben von PANTONE-Farben auf gestrichenem Papier oder zum Bestimmen, wie eine PANTONE-Farbe bei der Reproduktion in CMYK erscheint oder zum Erstellen der optimalen Anzeige von PANTONE-Farben auf Monitoren und Webseiten. Für Designer, die medienübergreifend gestalten und konzipieren, ein “Must Have”.

4. Preis: ein Yackfou Einkaufsgutschein
im Wert von 100 €

Die Berliner Grafiker Martin Krusche und Tobias Herrmann widmen sich nach dem Motto »Function follows Form« dem T-Shirt als grafische Medium und bieten in ihrem Online-Store und in 100 Läden europaweit ihre neuesten Kreationen zum tragbaren Kauf. Ganz bewusst gibt es bei Yackfou kein Logo und keine Corporate Identity. So bleibt dem Designerduo die Möglichkeit, im Formenkanon von Graffiti und Streetwear beständig an grafischen Trends zu »forschen«. Ihr Spiel mit Identitäten und der ständige Fluss neuer Eindrücke, inspirieren sie zu neuen Kollektionen. In Ihrem Flasgshipstore in Berlin-Friedrichshain kann der T-Shirt Jäger und Sammler zu dem, Prototypen-Unikate erwerben.

5.Preis: ein Freistil Black Buch im Wert von 40 €
Raban Ruddigkeit gibt seit 2003 regelmäßig  das Illustratoren-Kompendium »Freistil« heraus. Seit Oktober 2009 gibt es den Freistil auch online. Hier wird umfassend aus und über die Welt der Illustration berichtet. Die Redaktion stellt täglich Editorial-, Advertising- und Fashion-Illus vor und behandelt Themen wie Comics, Kunst und Motion. Illustration heißt für Freistil-online auch Streetart, Grafikdesign und – immer öfter – Online-Lösungen. Es werden Diplomarbeiten gezeigt und Verbände und Schulen vorgestellt. Berichtet wird aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, ohne den Blick nach New York, London und Madrid zu vernachlässigen.

Deine Aufgabe

Gestalte ein Social Media Design für TheJunction, dem Onlinemagazin rund um kreative Inspiration. Sein Einsatz erfolgt als Hintergrund auf Twitter und als Key Visual auf unserer Facebook-Fanpage. Dein Design bringt die Philosophie von TheJunction auf den Punkt und stellt dar, was wir in Worte fassen:

TheJunction – PHILOSOPHY

Wir alle wollen bekommen, was wir begehren. Die Informationen fluten täglich, doch welchen Signalen gelingt es tatsächlich, unsere Aufmerksamkeit zu erregen, zu halten und dauerhaft zu erleben? Das Spiel zwischen Fakt und Fantasie, Offenbarung und Verhüllung; es prägt unseren Alltag, unseren Stil, unser Leben. Welche Anziehungskräfte wirken?

TheJunction zeigt Impulse, Knotenpunkte zwischen Gesellschaft, Kunst, Natur und Körper. In den 50ern waren es Rollenklischees, in den 60ern Futurismus und Künstlichkeit. Später prägten Befreiung und Entfaltung, das Androgyne und Artifizielle die Jahrzehnte. Der Code der Versuchung, er wandelt sich, wie die Mode.

Jetzt sind wir hier, weit hinter dem Exzess, neues Jahrzehnt, neues Jahrtausend, neuer Impuls. Von zart bis hart, von brüchig bis spielerisch können wir uns frei aus dem Pool der Verführung bedienen, ohne uns auf ein Thema festlegen zu müssen. Wir zeigen wieder Gefühle und beziehen Stellung, leben unsere Unebenheiten und lösen uns vom Etablierten. Denn perfekte Symmetrie mag vielleicht schön sein, aber reizvoll ist sie nicht.

Teilnahmevorraussetzungen

Teilnahmeberechtigt ist jeder, der das 18. Lebensjahr vollendet hat. Die Teilnahme ist kostenlos. Die Kosten an der Erstellung des Wettbewerbsbeitrags sind vom Teilnehmer selbst zu tragen.

Wettbewerbsanforderungen

Deine Kreation wird das Design für unsere Social Media-kanäle twitter und Facebook und sollte die Funktion von TheJunction als Knotenpunkt für kreative Inspiration aus den Bereichen Kunst, Design, Kultur und Gesellschaft visualisieren.

Formatvorgaben

Arbeitsumgebung: Vektor, CMYK Modus. Einsendeformat anhand unserer Templatevorlage: JPG (RGB Modus)

Warum Vektor als Arbeitsumgebung? Wenn uns Dein Design außerordentlich gut gefällt, besteht die Möglichkeit eines medienübergreifenden Einsatzes, vom Poster bis hin zum Art-Print ist vieles möglich und alles denkbar und Dein Name wird darauf zu sehen sein. Laut Twitter sollten Dateien nicht größer als 800 kb sein. Achte darauf, dass dein Design bei dieser Dateigröße und ggf. Komprimierung immer noch gut aussieht. Hinweis: Bitte darauf achten, das Twitter die Hintergrundbilder kachelt, wenn sie nicht in ausreichender Größe platziert werden.

Einsatz als Hintergrund für den TheJunction Twitter-Account

  • Dateigröße: 2048 Pixel x 1707 Pixel
  • integriertes Logo: 80 Pixel x 587 Pixel
  • Koordinaten: X=20, Y=14
  • Horizontale Position: 20 px von links
  • Vertikale Position: 14 px von oben
  • Arbeits-Dateiformat: Vektordatei, Farbmodus: CMYK
  • Export als JPG /RGB Modus.

Einsatz auf der Facebook-Fanpage

  • Bild in gestalterischer Kooperation mit dem TheJunction-Logo
  • Dateigröße: 200 x 600 px = Profilbild auf der Profilseite/Pinnwand  - TJ Logo integriert!
  • Arbeitsformat: Vektor, Farbmodus: CMYK
  • Exportformat JPG

Download Arbeitsmittel
TheJunction-Logodatei Vektor EPS (Das Logo darf nicht verändert werden!)
PSD-Wettbewerbstemplatevorlage zur Einsendung deines Designs.

Wettbewerbsdurchführung

Der Einsendezeitraum der Designs ist vom 6.04.2010 – 06.05.2010, 23:59 Uhr. Nach Erstellung deines Vektordesigns nutze bitte die von uns bereit gestellte Photoshop-Dateimaske und füge Dein Design und Deinen vollen Namen darin ein. Exportiere ein RGB JPG. Bitte lade Deinen Entwurf mit vollständigen Adress -und Kontaktdaten mit dem vorgesehenen Upload-Formular hoch. Die Auswahl der drei besten Arbeiten erfolgt durch eine fachkundige Jury bestehend aus Designern, Social Media und Interface Experten sowie TheJunction Redaktionsmitgliedern. Am 10.05.2010 werden wir die drei Gewinner auf TheJunction bekanntgeben. Nach der Bekanntgabe werden die drei Gewinnerarbeiten auf TheJunction-twitter und TheJunction Facebook eingesetzt:

  • Der 1. Platz über 6 Monate
  • der 2.Platz über 4 Monate und
  • der 3. Platz über 2 Monate.

Den drei Gewinnern wird zusätzlich jeweils ein Artikel mit Portfoliovorstellung auf TheJunction und damit einem großen Publikum aus der Kreativszene gewidmet. Die besten Arbeiten werden auf unserer Flickrseite als Galerie unter Nennung der Urheber veröffentlicht.

Nutzungsrechte
Das Urheberrecht liegt beim Verfasser. Durch die Teilnahme und Einsendung erhält TheJunction die Nutzungsrechte an den Gewinnerbeiträgen für den Einsatz als TheJunction Social Media Design und für die eigene Öffentlichkeitsarbeit und Werbung  für insgesamt drei Jahre. TheJunction hat das Recht, Bilder bzw. Einsendungen aus inhaltlichen Gründen von der Veröffentlichung und dem Wettbewerb auszuschließen. Jeder, der einen Entwurf einreicht, erkennt die Teilnahmebedingungen an und versichert, dass die Arbeit frei von Rechten Dritter ist.

Auslober und Veranstalter

TheJunction
c/o piâbo medienmanagement gmbh
weinmeisterstraße 12
10178
berlin

Ust.-ID: DE 258 43 16 87
Gerichtsstand Berlin, HRB
111558B

www.thejunction.de
twitter.com/TheJunctionMag
www.piabo.net

Wir sind gespannt auf Deine visuelle Umsetzung und freuen uns auf Deine Teilnahme!

Zur Wettbewerbsseite mit Upload-Formular

 

Leidenschaft lohnt sich! – TYPO Berlin „Passion“


18.02.10

Seit 1995 findet die Designkonferenz TYPO Berlin jährlich unter einer anderen Thematik statt, Kommunikationsdesign immer wieder unter neuen Gesichtspunkten betrachtend. Dieses Jahr wird das internationale Branchentreffen unter dem herzblutigen Motto Passion stehen. Das liegt auf der Hand, so ist doch gerade in kreativberuflicher Hinsicht die Leidenschaft das Salz in der Suppe, welches den Beruf erst zur Berufung macht, Weiterentwicklung und Erfolg ermöglichend.

Unter Gestaltern und denen die es werden wollen, hat es sich schon lange herumgesprochen: Die TYPO Berlin liebt es herzhaft und wartet jedes Jahr mit einem  line up auf, das es in sich hat. Seit 15 Jahren, regelmäßig Ende Mai, wird das Berliner Haus der Kulturen der Welt, für drei Frühlingstage zum Wallfahrtsort für Kommunikationsdesigner, Auszubildende und Studenten entsprechender Studiengänge, die sich aus Vorträgen, Workshops und Foren an Haupt- und Nebenschauplätzen, kostbares Know-how, Inspiration und Bestätigung holen, die unentbehrlich sind um der eigenen Passion zu folgen.

Bis es am 20.05. 2010 ernst wird, können passionierte Gestalter wöchentlich eins der begehrten Konferenztickets beim jährlichen TYPO Berlin-Gewinnpiel gewinnen, wenn sie ihre eigenen Leidenschaften mit dem Passion-Herz versehen, und die Begrifflichkeit so auf persönliche Weise gestalterisch definieren. Hier hab ich schon mal mein Best-off der stetig wachsenden Galerie zusammengestellt, darunter auch die eine oder andere meiner eigenen Leidenschaften entdeckt.

Ausgeschlafene TheJunction-Leser können es sich bestimmt schon denken: Ja, ich möchte mit meinem heutigen Artikel wiedermal Erfreuliches einläuten. Mehr erfahrt ihr bald an dieser Stelle.

 

Papertecture – Oktavillas Magazinwand


17.02.10

Was liegt näher als die Innenarchitektur des Büros eines auf Layout spezialisierten Designstudios auf sein meistbespieltestes Medium abzustimmen. Das Architektenteam Elding Oscarson bündelte unzählige Magazine und rammte sie anstatt massiven Materials als Innenwand in das Büro der schwedischen Kommunikationsdesigner von Oktavilla. Eine durchaus kreative und ansehnliche Art der Entsorgung ausgelesener Hochglanzpresse.

Fubiz

 

Per U-Bahn durch die Galaxis


12.02.10

Endstation Andromeda-Nebel – Dem modernen Londoner U-Bahn Plan von Harry Beck, hat der Harvard Absolvent  Samuel Arbesman diese Karte unserer Heimatgalaxie nachempfunden und sie zu einem extraterrestrischen Transitsystem umgestaltet. Für Kartensammler hier auch nochmal als PDF zum Download.

MWTA

Ektopia

 

De-Bunny and get Foxy! – Playboy Magazine Redesign


04.01.10

Die Semesteraufgabe war zusammengefasst, folgende: „Flößen sie einer toten, sterbenden oder funktionslos gewordenen Marke neues Leben ein!“ Alex Cornell hat sich für den Playboy entschieden, obwohl das Magazin, mit einer weltweiten Auflage von 7,5 Millionen Exemplaren in 20 Ländern, wahrscheinlich noch quicklebendig ist und vorerst keiner Wiederbelebung bedarf. Alex Cornell bezieht sich in seiner Erklärung, auf die Anfänge des Playboy als „kultiviertes Magazin für den modernen Gentleman“, dessen Image immer mehr zu einer „American Trashiness“ verkommen wäre. Sein konzeptionelles Redesign fußt auf der ehemals anspruchsvollen Ausrichtung des Magazins. Der running gag: „I read it for the Articles“ wird zur Basis für das neue/alte Magazin und hier und da auch als Blindtext verwendet. Mit dem Verzicht auf abgebildete Nacktheit, ja, auf Fotos generell, würde dem geneigten Leser auch nichts anderes übrigbleiben als zu lesen, wenn er ihn denn annimmt, den neuen foxy Playboy. Die Entwicklung des  selbsterklärenden Logos war, laut Alex Cornell, der schwierigste Part des gesamten Studienprojekts. Die Semesterarbeit sollte in Form eines Buches, welches die Geschichte der Marke, ihren gegenwärtigen Status, ihr Potential und die Herleitung des neuen Konzepts darstellt, präsentiert werden. Wegen dem historischen Bezug, haben es auch ein paar Nackige in die Präsentation geschafft. Meinungen darüber, wie das Konzept ankommt, gibt es unter den Referenzlinks.

FFF,ISO50

 

Picturing the Last 10 Years


28.12.09

Ha! Endlich ein Rückblick auf die Dekade, wie ich ihn liebe – als Übersicht!
Die Infografik wurde von Phillip Niemeyer gestaltet.

Für die Großansicht bitte die Grafik anklicken.

NY Times

 

Das Ende der Nullen


14.12.09

Die nächsten mittigen 00’er erleben unsere Nachfahren in 991 Jahren, zur Jahrtausendwende. Das New York Magazine widmet den sogenannten Nuller-Jahren eine Ausgabe, die die seltene Zahlenkombination im Datum zum Covermodel macht. An diesen gewichtigen Auftrag wurden, wie man sich denken kann, keine Nullen rangelassen, sondern nur berühmte Imagebastler. Zu sehen sind, ausser den beiden finalen Entwürfen von Todd St. John/HunterGatherer für die Abonennten-Ausgabe und von Fellow Design für die am Zeitungskiosk erhältliche, Beiträge von Marian Bantjes, die vorausschauend mit fossil wirkenden Abdrücken arbeitet, wenig feierlich David Carson, historisch einprägsam Jonathan Gray, gut vernetzt stellt Studio 8 Design die Nuller dar und Alex Trochut bindet einen bunten Strauss Vergänglichkeit.

CR

 

Digital Mosaic – Charis Tevis


13.12.09

Der grieschiche Grafikdesigner und Illustrator Charis Tevis arbeitet assoziativ. Ein großer Teil seines Portfolios, sind Pixel-Art ähnliche Mosaiken deren Bestandteile, sich eng an die abgebildeten Personen oder den Inhalt einer Kampagne binden. Seine Clientenliste bildet eine illustre Runde aus bekannten Magazinen und Unternehmen. Sein Stil ist für Werbung und die informative Illustration journalistischer Artikel sehr wirksam. Seine freien Arbeiten finde ich allerdings ziemlich cheesy.

Twitter

 

Paper in Motion


09.09.09

Allein die Idee ein Printwerk, in animierter Form vorzustellen, macht den Book Teaser für Papercraft: Art and Design with Paper — jüngster Streich des Gestalten Verlags and yet to be published —  zu etwas Besonderem. Das Medium Papier ist mittlerweile eine gut besuchte Spielwiese, auf der sich Designer, Künstler und zunehmend auch Multimedialisten austoben. Mir fallen da spontan ADC-Young-Gun Julien Vallée ein und natürlich Ebon Heath, der mit seinem Projekt Stereo.type Bemerkenswertes leistet, um Buchstaben vor allzu eindimensionaler Nutzung zu bewahren. Mir soll es recht sein und die hinreißende Umsetzung des Trailers lässt es erahnen: Origami war gestern!