„Dort wo die Kartoffeln gut gedeihen“, das heisst Topeka aus einer indianischen Sprache ins Deutsche übersetzt. Prächtig wie die Kartoffeln, sprießen auch die temporären Namensänderungen der Hauptstadt des US-Bundesstaats Kansas. Als Topeka 1998 die erste us-amerikanische Stadt war, in der Pokemon eingeführt wurde, nannte man sich kurzerhand in ToPikachu um. Mit der vierwöchigen Umbenennung in Google möchte Bürgermeister Bill Bunten (79) die Aufmerksamkeit des Konzerns auf sich ziehen, und sich so einen Platz im begehrten Fiber for Communities-Programm erschmunzeln. Bunten und seine 122.000 Schützlinge erhoffen sich mehr wirtschaftliche Anziehungskraft für Google alias Topeka, denn wenn das Experiment gelingt, würde die auserwählte Stadt mit einem ultra high speed-Netzwerk versorgt,anderen Gegenden in Sachen Internetgeschwindigkeit um etliche Kartoffelwürfe vorraus sein, ein nicht zu verachtender Faktor bei der Auswahl eines Unternehmensstandorts.
Nachdem mein Twitterpost sehr viel Resonanz brachte, will ich meine gestrige Entdeckung hier doch noch als Quickie verewigen. Dem Ende des Internets begegnet man schließlich nicht alle Tage, auch wenn es nur einen Klick weit entfernt ist.
Das Kompendium für Illustration Freistil ist über die Jahre seines Bestehens, zu einer Pflichtlektüre geworden, für jeden der mit Grafik und Illustration im weitesten Sinne zu tun hat. Die ertsmals 2003 erschienene Werkschau der Illustratorenszene ist jüngst online gegangen und kann somit alle interessanten Tangenten des Genre bedienen, welche die Printversion aus Platzmangel und den limitierten Möglichkeiten des Mediums nicht hätte abdecken können. Folgendes haben Raban Ruddigkeit und seine Kollegen mit dem Portal vor:
Wir berichten umfassend aus und über die Welt der Illustration. Editorial-, Advertising- und Fashion-Illus sind ebenso Thema wie Comics, Kunst und Motion. Wir stellen Bücher, Magazine und Websiten vor und rezensieren
Ausstellungen, Messen und andere Events. Illustration heißt für uns auch Streetart, Grafikdesign und – immer öfter – Online-Lösungen. Wir zeigen Diplomarbeiten und stellen Verbände und Schulen vor. Wir berichten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, ohne den Blick nach New York, London und Madrid zu vernachlässigen. Wir sind unabhängig und folgen nur einem Interesse: dem nach überzeugender Qualität.Und jeder kann sich beteiligen. Mit Beiträgen, Kommentaren und konstruktiver Kritik. Die einzige Regel dabei lautet – keine anonymen Einträge. Wir wollen diskutieren und gerne auch streiten. Aber nur mit offenem Visier. Danke fürs Mitmachen und Dabeisein!
Dass sich hinter der hassgebliebten Social-Network-, Stalking- und Selbstdarstellungsplattform Facebook tatsächlich arbeitende Menschen verbergen, ahnten wir alle schon seit Langem. Nun machen Fotos ihre Runde auf internationalen Blogs, die das Innere der heiligen Bürohallen des Mamut-Imperiums zeigen.
Stylisches Ikea-Interieur, jede Menge dekorative Fixie-Bikes und entspannte Mitarbeiter lassen auf ein von optimales Arbeitsklima schließen. Der gefüllte Kühlschrank und die skatenden Mitarbeiter im Hintergrund einiger Bilder haben uns wohl am meisten beeindruckt.
Bald gibt’s dann auch noch ‘Behind The Scenes of Twitter’, also stay tuned, und so…
Ein guter Witz kann imponieren. Wie Klavierspielen erfordert die hohe Kunst des Witzeerzählens Kreativität, Timing und Stil. Sam Hoffman lässt auf seiner Seite ‘Old Jews Telling Jokes‘ das alte jüdische Eisen ran. Vielleicht liegt es daran, dass er Freunde und Familie groß raus bringen wollte, oder daran dass, der älteren jüdischen Generation, besonders in den USA, der Ruf wortgewannter Alleinunterhalter voraus eilt.
Sam nimmt seine Aufgabe jedenfalls ernst und brachte sogar schon eine komplette Staffel seiner ‘Old Jews Telling Jokes‘ auf DVD heraus. Kurzbiographien und eine übersichtliche Website mit Videostream jeder Stand-Up-Performance werden 2mal die Woche erweitert und sind eine Ode an den guten alten jüdischen Humor.
A mekhaye!
Richard Levine was born in Brooklyn, NY (a hotbed of talent for joke tellers of this generation.) He is semi-retired from his business of printing forms and labels for clinical drug studies for the pharmaceutical industry. He has permanently relocated from New Jersey to West Palm Beach, Florida. He is also a member of the New York Friars Club.
Look at this fucking hipster hat sich seit unserem letzten Besuch gut gefüllt und es schreit förmlich nach einem zweiten Post. Das Blog, das sich mit übereifriger Leidenschaft über alles vermeintlich szenige und möchte-gern szenige à la Williamsburg und Berlin-Mitte-Schnitte lustig macht, lebt im Grunde nicht von seinen Fotos und Schnappschüssen, sondern von den überaus treffenden und witzigen Bildunterschriften.
Ob man nun jedes Mal zustimmen muss, sei dahin gestellt. Amüsieren kann man sich auf Look at this fucking hipster jedenfalls köstlich.
Augen zu und durch, reloaded!
“We’re going to get so much pussy tonight, you guys!”
“Note to self: Google ‘Vampire Pattern Baldness.’”
“I don’t know what this means!”
“Get it? I have six pack abs…Cheap, trendy, gross tasting six pack abs.”
“Hey, can you grab me a tofu dog? I’m kind of busy live-blogging this picnic.”
So wie die Sternenformation „Palomar5“ die Milchstraße durchkreuzt und verändert, so will die Initiative Palomar5 von nun an die Arbeitswelt durch ihr Tun beeinflussen. Das Non-Profit-Projekt mit Sitz in Berlin sucht 30 junge Menschen aus aller Welt für ein Innovationscamp der besonderen Art: Sechs Wochen lang lebt und arbeitet eine bunte Mischung kreativer Köpfe – vom Künstler über den Entrepreneur, den Informatiker bis hin zum Wissenschaftler – zusammen, um jenseits von alten Denkmustern Arbeitsprozesse zu entwickeln, die den Bedürfnissen und Möglichkeiten der digitalen Generation entsprechen.
„Das Internet hat die Art zu arbeiten, zu leben und zu denken stark verändert. Die Generation, die nun in die Arbeitswelt eintritt, hat ganz andere Erwartungen, Fähigkeiten und Mittel als frühere Generationen“, erklärt Jonathan Imme, Sprecher von Palomar5. „Durch unser unkonventionelles Format wollen wir neue, praktische Antworten auf die Frage finden, wie wir in Zukunft arbeiten wollen. Durch die heutigen Möglichkeiten der Kommunikation und Kollaboration haben wir die reelle Chance, da draußen wirklich etwas zu bewegen!”
Die Begründer von Palomar5 sind selbst Teil der digitalen Generation. Sie vereint der Gedanke, die eigene Zukunft aktiv gestalten zu wollen. Durch die Unterstützung namhafter Unternehmen, allen voran die Deutsche Telekom AG, wird es nun möglich, diese Vision in die Tat umzusetzen. Von Anfang Oktober bis Ende November 2009 entsteht in der Berliner Malzfabrik ein inspirierendes, 2000 qm großes Experimentierfeld für junge Visionäre, in das auch immer wieder Experten aus Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft eingeladen werden, um Input und Feedback zu liefern.
Ziel des Camps ist es, dort weiterzumachen, wo Think-Tanks und Barcamps aufhören: Ideen nicht nur zu Ende zu denken, sondern sie auch erlebbar zu machen – egal ob in Form von Software, Szenario-Spielen oder prototypischen Modellen. Am Ende des Camps wird ein Summit veranstaltet, auf dem Entscheider aus Wirtschaft und Politik in die temporäre Arbeitswelt einer neuen Generation eintauchen, die Ergebnisse entdecken und Impulse zur praktischen Umsetzung in der eigenen Organisation mitnehmen können.
Bis zum 15. August können sich Quer- und Vordenker aus den unterschiedlichsten Disziplinen für die Teilnahme am Camp bewerben. Der Kreativität sind bei der Online-Bewerbung keine Grenzen gesetzt: In Text, Bild oder Video können sich 18- bis 30-jährige Camp-Anwärter selbst in Szene setzen. „Uns interessieren weniger die Lebensläufe der Personen, sondern die Teilnehmer selbst. Wir suchen Leute mit Energie, Ideen und dem Ehrgeiz, etwas zu verändern“, so Dominik Wind, Koordinator des Auswahlverfahrens. Die Kosten für Reise, Verpflegung und Unterkunft werden dabei von den Sponsoren getragen. Mehr zum Bewerbungsprozess, hier.
“Yeah, it’s still bad for you – but see how good it can look.”
McSteak & Potatoes (Fancy Big Mac)
Dao Mi Noh Chow Mein (Fancy Domino’s Pizza)
Hier etwas für euer nächstes, schlecht vorbereitetes Date bei Kerzenlicht. Fast Food im Haute-Cuisine-Stil. Wenn’s schnell gehen muss, einfach den Anleitungen folgen und aus jedem noch so unansehnlichen Burger, aus jeder gelieferten Pizza und frttitiertem Finger Food wird mit wenigen Handgriffen eine augenscheinliche Sterne-Mahlzeit.
Der Blog Fancy Fast Food widmet sich der verborgenen Ästhetik einer gesamten ‘Nahrungsgruppe’ und erinnert daran: ja, das Auge isst mit!
“Never before have the peculiarities of modern communication been laid so bare….a deliriously funny collection.”
—Davy Rothbart, Found-er
Menschen wie wir, die sich entweder schon einmal in einem Großraumbüro, in einer Wohn- oder Hausgemeinschaft aufgehalten haben oder generelle soziale Kontakte pflegen, werden diesen Blog zu schätzen wissen. So mancher findet sich wohl in einer dieser illustren Warnhinweise wieder und es werden Erinnerungen geweckt, ob wir es wollen, oder nicht.
Kerry Miller von ‘Passive Agressive Notes‘ sammelt Notiz-Zettel mit subtilen und / oder agressiven “Hinweisen auf Verhaltensänderungswünsche” für Mitmenschen in der näheren Umgebung. Und weil ihr Blog so unglaublich gut ankommt, wurden bereits zwei Bücher der gesammelten Meisterwerke menschlicher Kommunikation veröffentlicht. Zu kaufen hier.
Für euch gibt’s hier nun eine Auswahl unserer Lieblinge:
“If I didn’t already know I was listening to Animal Collective on these headphones, I would bet myself $100 that I was listening to Animal Collective on these headphones.”
“Hmm…well, the orange matches my helmet strap and the avocado goes perfect with my Yasir Arafat scarf. All I need now is something to go with my fucking disgusting sneakers, and I should be all set with groceries.”
“Westsiiiiiiiiiiiiide!”
Look at this fucking Hipster ist wiedermal etwas Neues aus der großen, weiten Welt der Anti-Coolness-Riege. Dieses neu entdeckte Exemplar wäre dann wohl eine Mischung aus den Vice Do’s & Dont’s und Hipsterrunoff. Da ‘trendbewussten, edgy Szenemenschen’ auf der ganzen Welt stark polarisieren zu scheinen, sehen wir solche Seiten mittlerweile öfter. Im Gegensatz zu Hipsterrunoff, der zu American Apparel gehört und damit aus der ‘Höhle des Löwen’ berichtet, scheint dieser Blogger eine aufrichtige, leidenschaftliche Abneigung gegen Williamsburger oder Berlin-Mitte-Schnitten zu haben. Einige dieser Gestalten sehen allerdings so lächerlich aus, dass ich den Guten verstehen kann. In Kombination mit treffenden Bildunterschriften ist Look at this fucking Hipster ab jetzt definitiv einen Besuch wert.
Der deutschsprachige Blog steckt in einer Krise, oh ja! Kai vom Stylespion hat aufgerufen sich dieser Misere einmal anzunehmen und die Wertarbeiten, made in Germany (or Austria, or Switzerland), miteinander zu vernetzen. Die Aktion ‘Ein Herz für Blogs‘ haben wir euch ja bereits am Wochenende vorgestellt. Heute ist es soweit, wir zeigen euch unsere Liebsten.
Isa: meine Wahl fiel nicht schwer. Der erste deutschsprachige Blog, den ich jeden Morgen öffne, ist eindeutig Ignats Blog. Clemens bloggt täglich über Design-Neuheiten, Kunst, Fotografie, funky Gadgets und Skurriles. Grad gab’s einen Relaunch seiner Seite, die nicht nur Minimal-Ästhetiker sondern auch jeden Leser mit Geschmack ansprechen wird. Dem Ignant sein Blog, ein Blog, den ich mag.
Norman: Wie schön, meine Wahl, das fällt leicht: Einfach-Übel. Kai Sowka, Satiriker aus Österreich, bloggt über Themen wie:
Dinge, die wie Elefanten aussehen (Teil 4632)
Sätze, die man nicht gerne von seinem Nachbarn hört
Gute Eselsbrücken zu irgendwelchen Zahlen. (Beispiel: 978745432343 – wenn man die 1 weggibt, lautet die Zahl ansonsten wie 9787454323431)
Gerade im Kontrast zu den ganzen Kunst, Design- und Modeblogs sind seine illustren Gedanken der perfekte Pausenfüller. I LOVE IT.
“Den Architekten sculp(it) zufolge definieren räumliche Einschränkungen (in diesem Fall 60 qm) die Grenze zwischen eigentlich Notwendigem und purem Luxus. Nutzfläche ist großartig, aber nicht der wichtigste bestimmende Faktor “angenehmen Lebens”. Bei diesem Projekt, ihrem eigenen Wohn- und Bürohaus hat für die Architekten Pieter Peerlings und Silvia Mertens das Respektieren der Gegebenheit einer 2,4 m breite Baulücke puren Luxus und Freiheit zur Folge, einen Platz in der Stadt, Komfort und die Möglichkeit, in bezahlbaren Raum zu leben.” – Mincasa
Living Unit
Beach Chalet
Das Konzept des Blogs Mincasa ist so simpel wie sein Name. Ein kleiner Blog für kleines Wohnen, minimalistisch eben. Architektonische Meisterwerke aus der ganzen Welt. Ob Minihäuser, Gartenlauben, Capsule-Hotels oder Baumhäuser, von denen wir als Kinder nur träumen konnten – hier werden reale und visionäre Wohnkonzepte vorgestellt, die außergewöhnlicher nicht sein könnten.
“A layer of deviled ham, chicken salad and olive-nut spread between a whole loaf white bread surrounded by four packages of strawberry cream cheese, a bed of rice topped with a large burger patty topped with a fried egg covered in brown gravy, Fried Chicken Skin, A whole cheeseburger topped with bacon chili and cheese, Deep Fried Peanut Butter-Covered Brownie Wrapped In Cookie Dough, a quarter pound hot dog with cheddar cheese and bacon wrapped in a mixture of beef and sausage, six White Castle burgers topped with gravy and American cheese baked in a casserole dish. Hash browns covered with grilled onions with two side-by-side cheeseburgers, topped with a couple of fried eggs, sunny-side up and then covered with chili and garnished with two pieces of toast come on the side, a large meat pizza rolled like a blintz filled with ranch dressing, hard boiled egg on-a-stick wrapped in sausage, rolled in breadcrumbs, and then deep fried.”
‘This is why you’re fat’, ein Blog, der eine spannende Fragen zu beantworten scheint. Zugesandte Bilder von Lesern stellen veranschaulicht dar, warum genau wir alle so fett sind. Gott sei dank wissen wir, dass es gute 75% dieser kulinarisch hochwertigen Geschmackserlebnisse ausschließlich in den USA zu kaufen gibt. Europäer sind dann wohl doch nicht so kreativ, wenn es darum geht Fett mit Fett, Kohlenhydrate mit Kohlenhydraten und Zucker mit Zucker zu mischen.
Mein Mittag fällt heute aus!
(An dieser Stelle sei kurz erwähnt, dass ich als bekennder Fast-Food-Sucker bei so manchem Bild nicht zugeben möchte, wie sehr es mich anspricht anstatt mir meinen Appetit auszutreiben. Doch da ich mir darüber im Klaren bin, dass nur wenige von euch zugeben wollen, dass es ihnen genau so geht, werde ich mich fügen. Lang lebe das Hard boiled egg on a stick! Rest in peace, Hard boiled egg on a stick!)