Für den Satire-Klassiker Extra3 hat Alexander Lehmann einen Animationsfilm gemacht, der, mit lustigstem Sprecher veredelt, in die Rolle von Facebook schlüpft und beissend-harmlos, die emsigen Bemühungen des Sozialnetz-Magnaten, mit Hilfe von Nutzerinformationen und immer verwirrenderen Privatsphäreneinstellungen, die persönliche Konsumfreiheit von Netzwerkangehörigen zu verteidigen, beteuert.
Prüfe wer sich ewig bindet, z.B. an einen Facebook Account. Wie viele wissen kann das Leben im Netz ganz schön viel Zeit verplempern. Das haben sich auch Sebastian Rønde Thielke und Anders Højmose gedacht als sie am Kopenhagener Institut für Interaction Design ein Spiel entwarfen, das gleichermaßen ein Werkzeug ist welches den eigenen täglichen Arbeitsablauf verdeutlicht und dabei auch mit Ehrgeiz spekuliert. Einfach Klötzchentürme bauen und selber entscheiden wieviel Zeit man für Prokrastination verschleudert.
Alex Fullers Social-Media-Plattform On a Mountain Top ist puristisch, schnelllebig und ziemlich langweilig. Theoretisch sollte die Eingabemöglichkeit aber für die üblichen Social-Media-Aktivitäten wie Werbung, Kontakt, Internet-Tourette und Befindlichkeitserklärungen reichen.
Alex Fuller:
I do not enjoy most social media platforms. They seem more like popularity contests than anything else. I only say that because I have less than 200 friends on Faceplace. That’s why I developed onamountaintop.com with developer, Noah Bernsohn. At it’s most basic form, I believe social media is a dialogue. Onamountaintop.com allows users to say whatever it is they want to say with no accounts, no friends and no poking. Once the user’s entry fades to white, their words are gone forever. Just as one’s voice echoes into the valley from a mountain top. Pure poetry.
Heute habe ich zum ersten Mal einen Internet-Crash miterlebt, zwar keinen kompletten Ausfall, doch war das .de-Netz ziemlich flächendeckend betroffen, TheJunction auch. Ursache dafür waren wahrscheinlich Probleme der Denic mit den .de-Rootservern. Passend zum Internetausfall, fand ich noch etwas anderes aus der Kategorie Trash. Während sich auf Animated albums alles noch beschaulich im Rahmen bewegt, vereint das Video eine ganze Plattensammlung zu einer üblen Story.
Die Laborergebnisse sind da! Im Video zum Launch der neuen Version des Internet-Browsers Chrome, wird dessen Schnelligkeit getestet, in dem die Dauer eines Suchvorgangs mit Hochdruck Pommesherstellung, Blitzen und Schallwellen verglichen wird. Eine gewisse Ähnlichkeit des Videos aus dem New Yorker Haus Bartle Bogle Hegarty mit dem Video von OK Go zum Titel This too shall pass, das sich vor wenigen Wochen in Windeseile im Internet verbreitete, ist definitiv vorhanden. Und auch Samsung hat letztes Jahr werbevideotechnisch schon auf nerdige DIY-Attiüde gesetzt. Man kann ja nicht immer der Schnellste sein.
Berlin hat einen Neuankömmling: die next conference hat Hauptstadtluft geschnuppert und wird sich nächste Woche und auch in Zukunft in der STATION Berlin niederlassen. Am 11. und 12. Mai lädt die Veranstaltung für digitales Networking und Trends der Internet-, Medien- und Kommunikationsbranche zum innovativen wie interaktiven Symposium zum Thema ,,Game Changer” ein. Wer bereit ist die Spielregeln zu ändern, sollte sich von verhafteten Geschäftsmodellen, Massenmarketing und Mainstream lösen und stattdessen Innovation eine Chance geben. Spezialisten in Sachen kalkulierten Regelbruchs werden unter anderem Peter Espersen von Lego und Karlheinz Brandenburg vom Frauenhofer Institut für digitale Medientechnologie sein. Ein besonders nonkonformer ,,Game Changer“ ist beispielsweise Tanzforscher und Psychologe Peter Lovatt, alias Dr. Dance, der sich der Tanz- und Balzverhaltensforschung verschrieben hat. Neben dem Dauerbrennerthema: der Einfluss des World Wide Webs, wurde dieses Jahr auch die boomende App-Ökonomie als Leitgedanke auserkoren. Hier schon mal eine thematische Einstimmung aus dem App Store. Auf der Hyperwall sind die 20.000 beliebtesten Apps aufgeführt, die, bei jedem Download, fröhlich blinken.
„Dort wo die Kartoffeln gut gedeihen“, das heisst Topeka aus einer indianischen Sprache ins Deutsche übersetzt. Prächtig wie die Kartoffeln, sprießen auch die temporären Namensänderungen der Hauptstadt des US-Bundesstaats Kansas. Als Topeka 1998 die erste us-amerikanische Stadt war, in der Pokemon eingeführt wurde, nannte man sich kurzerhand in ToPikachu um. Mit der vierwöchigen Umbenennung in Google möchte Bürgermeister Bill Bunten (79) die Aufmerksamkeit des Konzerns auf sich ziehen, und sich so einen Platz im begehrten Fiber for Communities-Programm erschmunzeln. Bunten und seine 122.000 Schützlinge erhoffen sich mehr wirtschaftliche Anziehungskraft für Google alias Topeka, denn wenn das Experiment gelingt, würde die auserwählte Stadt mit einem ultra high speed-Netzwerk versorgt,anderen Gegenden in Sachen Internetgeschwindigkeit um etliche Kartoffelwürfe vorraus sein, ein nicht zu verachtender Faktor bei der Auswahl eines Unternehmensstandorts.
Nachdem mein Twitterpost sehr viel Resonanz brachte, will ich meine gestrige Entdeckung hier doch noch als Quickie verewigen. Dem Ende des Internets begegnet man schließlich nicht alle Tage, auch wenn es nur einen Klick weit entfernt ist.
Das Kompendium für Illustration Freistil ist über die Jahre seines Bestehens, zu einer Pflichtlektüre geworden, für jeden der mit Grafik und Illustration im weitesten Sinne zu tun hat. Die ertsmals 2003 erschienene Werkschau der Illustratorenszene ist jüngst online gegangen und kann somit alle interessanten Tangenten des Genre bedienen, welche die Printversion aus Platzmangel und den limitierten Möglichkeiten des Mediums nicht hätte abdecken können. Folgendes haben Raban Ruddigkeit und seine Kollegen mit dem Portal vor:
Wir berichten umfassend aus und über die Welt der Illustration. Editorial-, Advertising- und Fashion-Illus sind ebenso Thema wie Comics, Kunst und Motion. Wir stellen Bücher, Magazine und Websiten vor und rezensieren
Ausstellungen, Messen und andere Events. Illustration heißt für uns auch Streetart, Grafikdesign und – immer öfter – Online-Lösungen. Wir zeigen Diplomarbeiten und stellen Verbände und Schulen vor. Wir berichten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, ohne den Blick nach New York, London und Madrid zu vernachlässigen. Wir sind unabhängig und folgen nur einem Interesse: dem nach überzeugender Qualität.Und jeder kann sich beteiligen. Mit Beiträgen, Kommentaren und konstruktiver Kritik. Die einzige Regel dabei lautet – keine anonymen Einträge. Wir wollen diskutieren und gerne auch streiten. Aber nur mit offenem Visier. Danke fürs Mitmachen und Dabeisein!
Dass sich hinter der hassgebliebten Social-Network-, Stalking- und Selbstdarstellungsplattform Facebook tatsächlich arbeitende Menschen verbergen, ahnten wir alle schon seit Langem. Nun machen Fotos ihre Runde auf internationalen Blogs, die das Innere der heiligen Bürohallen des Mamut-Imperiums zeigen.
Stylisches Ikea-Interieur, jede Menge dekorative Fixie-Bikes und entspannte Mitarbeiter lassen auf ein von optimales Arbeitsklima schließen. Der gefüllte Kühlschrank und die skatenden Mitarbeiter im Hintergrund einiger Bilder haben uns wohl am meisten beeindruckt.
Bald gibt’s dann auch noch ‘Behind The Scenes of Twitter’, also stay tuned, und so…
Ein guter Witz kann imponieren. Wie Klavierspielen erfordert die hohe Kunst des Witzeerzählens Kreativität, Timing und Stil. Sam Hoffman lässt auf seiner Seite ‘Old Jews Telling Jokes‘ das alte jüdische Eisen ran. Vielleicht liegt es daran, dass er Freunde und Familie groß raus bringen wollte, oder daran dass, der älteren jüdischen Generation, besonders in den USA, der Ruf wortgewannter Alleinunterhalter voraus eilt.
Sam nimmt seine Aufgabe jedenfalls ernst und brachte sogar schon eine komplette Staffel seiner ‘Old Jews Telling Jokes‘ auf DVD heraus. Kurzbiographien und eine übersichtliche Website mit Videostream jeder Stand-Up-Performance werden 2mal die Woche erweitert und sind eine Ode an den guten alten jüdischen Humor.
A mekhaye!
Richard Levine was born in Brooklyn, NY (a hotbed of talent for joke tellers of this generation.) He is semi-retired from his business of printing forms and labels for clinical drug studies for the pharmaceutical industry. He has permanently relocated from New Jersey to West Palm Beach, Florida. He is also a member of the New York Friars Club.
Look at this fucking hipster hat sich seit unserem letzten Besuch gut gefüllt und es schreit förmlich nach einem zweiten Post. Das Blog, das sich mit übereifriger Leidenschaft über alles vermeintlich szenige und möchte-gern szenige à la Williamsburg und Berlin-Mitte-Schnitte lustig macht, lebt im Grunde nicht von seinen Fotos und Schnappschüssen, sondern von den überaus treffenden und witzigen Bildunterschriften.
Ob man nun jedes Mal zustimmen muss, sei dahin gestellt. Amüsieren kann man sich auf Look at this fucking hipster jedenfalls köstlich.
Augen zu und durch, reloaded!
“We’re going to get so much pussy tonight, you guys!”
“Note to self: Google ‘Vampire Pattern Baldness.’”
“I don’t know what this means!”
“Get it? I have six pack abs…Cheap, trendy, gross tasting six pack abs.”
“Hey, can you grab me a tofu dog? I’m kind of busy live-blogging this picnic.”
So wie die Sternenformation „Palomar5“ die Milchstraße durchkreuzt und verändert, so will die Initiative Palomar5 von nun an die Arbeitswelt durch ihr Tun beeinflussen. Das Non-Profit-Projekt mit Sitz in Berlin sucht 30 junge Menschen aus aller Welt für ein Innovationscamp der besonderen Art: Sechs Wochen lang lebt und arbeitet eine bunte Mischung kreativer Köpfe – vom Künstler über den Entrepreneur, den Informatiker bis hin zum Wissenschaftler – zusammen, um jenseits von alten Denkmustern Arbeitsprozesse zu entwickeln, die den Bedürfnissen und Möglichkeiten der digitalen Generation entsprechen.
„Das Internet hat die Art zu arbeiten, zu leben und zu denken stark verändert. Die Generation, die nun in die Arbeitswelt eintritt, hat ganz andere Erwartungen, Fähigkeiten und Mittel als frühere Generationen“, erklärt Jonathan Imme, Sprecher von Palomar5. „Durch unser unkonventionelles Format wollen wir neue, praktische Antworten auf die Frage finden, wie wir in Zukunft arbeiten wollen. Durch die heutigen Möglichkeiten der Kommunikation und Kollaboration haben wir die reelle Chance, da draußen wirklich etwas zu bewegen!”
Die Begründer von Palomar5 sind selbst Teil der digitalen Generation. Sie vereint der Gedanke, die eigene Zukunft aktiv gestalten zu wollen. Durch die Unterstützung namhafter Unternehmen, allen voran die Deutsche Telekom AG, wird es nun möglich, diese Vision in die Tat umzusetzen. Von Anfang Oktober bis Ende November 2009 entsteht in der Berliner Malzfabrik ein inspirierendes, 2000 qm großes Experimentierfeld für junge Visionäre, in das auch immer wieder Experten aus Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft eingeladen werden, um Input und Feedback zu liefern.
Ziel des Camps ist es, dort weiterzumachen, wo Think-Tanks und Barcamps aufhören: Ideen nicht nur zu Ende zu denken, sondern sie auch erlebbar zu machen – egal ob in Form von Software, Szenario-Spielen oder prototypischen Modellen. Am Ende des Camps wird ein Summit veranstaltet, auf dem Entscheider aus Wirtschaft und Politik in die temporäre Arbeitswelt einer neuen Generation eintauchen, die Ergebnisse entdecken und Impulse zur praktischen Umsetzung in der eigenen Organisation mitnehmen können.
Bis zum 15. August können sich Quer- und Vordenker aus den unterschiedlichsten Disziplinen für die Teilnahme am Camp bewerben. Der Kreativität sind bei der Online-Bewerbung keine Grenzen gesetzt: In Text, Bild oder Video können sich 18- bis 30-jährige Camp-Anwärter selbst in Szene setzen. „Uns interessieren weniger die Lebensläufe der Personen, sondern die Teilnehmer selbst. Wir suchen Leute mit Energie, Ideen und dem Ehrgeiz, etwas zu verändern“, so Dominik Wind, Koordinator des Auswahlverfahrens. Die Kosten für Reise, Verpflegung und Unterkunft werden dabei von den Sponsoren getragen. Mehr zum Bewerbungsprozess, hier.
“Yeah, it’s still bad for you – but see how good it can look.”
McSteak & Potatoes (Fancy Big Mac)
Dao Mi Noh Chow Mein (Fancy Domino’s Pizza)
Hier etwas für euer nächstes, schlecht vorbereitetes Date bei Kerzenlicht. Fast Food im Haute-Cuisine-Stil. Wenn’s schnell gehen muss, einfach den Anleitungen folgen und aus jedem noch so unansehnlichen Burger, aus jeder gelieferten Pizza und frttitiertem Finger Food wird mit wenigen Handgriffen eine augenscheinliche Sterne-Mahlzeit.
Der Blog Fancy Fast Food widmet sich der verborgenen Ästhetik einer gesamten ‘Nahrungsgruppe’ und erinnert daran: ja, das Auge isst mit!