Stadtkarten für Geotagger


21.06.10

Georeferenzierung ist ja gerade der neuste Schrei. Nachdem man sich lange Zeit mit der Begutachtung der Nachbarhäuschen von oben per Google Maps oder später dem Ablatschen des ehemaligen Schulwegs per Street View zufrieden gab, gilt es heute per Geotagging alle Fotos genauen Standorten zuzuordnen. Dieses Phänomen macht sich Eric Fischer zu Nutze, indem er bei flickr und picasa sämtliche Fotoalben durchforstet und deren Geodaten auf Open Street Map visualisiert. Dabei werden Bilder von Touristen mit roten Punkten versehen, die von Einwohnern mit blauen, die nicht zugeordnet werden konnten mit gelben Punkten. So kann man in Berlin eine Invasion aus roten Pünktchen vom Alex über die Museumsinsel zum Regierungsviertel pilgern sehen, während Venedig unter einem Teppich aus roten Pünktchen versinkt und wieder andere Städte, wie Kansas City, gänzlich von touristischen Fotoattacken verschont bleiben.

paper tastebuds

 

Google Map Envelope


14.04.10

Für bewegungsscheue Computerliebhaber, die sich seit geraumer Zeit auf die soziale Kontaktaufnahme via E-Mail spezialisiert haben, wäre die Innovation der Industriedesign Studenten Rahul Mahtani und Yofred Moik eine Möglichkeit ohne den müßigen Gang zur Post, das beschwerliche Aufbringen der Briefmarke oder das anstrengende Eintragen von Empfänger und Absender, vergessene offline Freunde zu reaktivieren. So könnte man Mails zukünftig auch als Envelope online in Auftrag geben und alte Bekannte über den aktuellen Standort und den schnellsten Weg des Wiedersehens informieren. Einziges Problem: Freunde, die westlich wohnen, sind tabu. Sind die Grundbedingungen erfüllt, kann eigentlich nichts mehr schief gehen. Dass der Brief verloren geht, ist jedenfalls relativ unwahrscheinlich.

Bei Mapenvelope gibt es bereits die abgewandelte Version für fleißige Selbstausdrucker mit persönlicher Nachricht zum Google Map Standort im Innenleben.

Yanko Design

 

Minimal Earth – Black & White Globe


09.03.10

Der minimalistische Globus aus dem Hause Nendo kommt ohne die sonst üblichen Farben aus, ohne Grenzen und auch ohne Ländernennung. An die Stelle von unsteter, geografisch-politischer Korrektheit tritt ein emotionales  Statement. Interessant in diesem Kontext ist auch die These die Alexander Kluge auf dem DLD-Panel map your future (TheJ berichtete) erhoben hat.

Minimalissimo

 

Per U-Bahn durch die Galaxis


12.02.10

Endstation Andromeda-Nebel – Dem modernen Londoner U-Bahn Plan von Harry Beck, hat der Harvard Absolvent  Samuel Arbesman diese Karte unserer Heimatgalaxie nachempfunden und sie zu einem extraterrestrischen Transitsystem umgestaltet. Für Kartensammler hier auch nochmal als PDF zum Download.

MWTA

Ektopia