Patrice lieh dem Nina Simon Song Ain’t got no (I got Life) seine Stimme und der Fotokünstler JR bescherte dem dazugehörigen Video – mit den, für seine Arbeiten charakteristischen, Foto-Objekt-Montagen – einigen Wiedererkennungswert.
Grundlage für das Stop Motion-Video für My Robots Friend sind lediglich Papier und Bleistift. Als MakeMake Studio mit Sitz in London bringen die Designer Chris Tozer und Liam Stevens Illustrationen und Grafiken sehr ansehnlich in Bewegung.
Für alle ohne Pianoforte im Eigenheim, aber mit viel musikalischem Talent und Passion für Chopin oder Céline Dion, hier ein interaktives Trostpflaster von Kokokaka. Für die ersten Harmonieversuche per Ein-Finger Suchtechnik auf jeden Fall ein netter Zeitvertreib, jedoch nichts für professionelle High-End Dreiklangspieler und Fans spektakulärer Tastenläufe oder pathetischer Pedaleinsätze. Ich habe heute morgen schon Alle meine Entchen geübt und empfehle, bevor man in die Tasten haut, das Video erst vollständig laden zu lassen, sonst klingt´s staccato.
Patrick, Musik- und Videokünstler aus Chicago, hat mit seinem Experiment „Sitting in a Room“ die Veränderungen eines digitalisierten Objektes demonstriert, die es erfährt wenn man es wieder und wieder kopiert. Dazu hat er ein kurzes Video 1000 mal bei Youtube hochgeladen, gerippt und wieder hochgeladen. Die den digitalen Darstellungsformen Youtube und mp4 inharenten digitalen Schlacken in Form von Video- und Audiorauschen, häufen sich von Kopie zu Kopie, sie überzeichnen und übertönen das Original bis zur Unkenntlichkeit. Bereits nach wenigen Wiederholungen des Kopiervorgangs, setzt der Kopiereffekt ein.
I started this project exactly 1 year ago, almost to the hour. The final version is a lot different than I thought it would be, I was expecting a lot more digital video noise, and a lot less digital audio noise. Let this be a lesson, though, always be careful how you convert your digital media!
An homage to the great Alvin Lucier, this piece explores the ‘photocopy effect’, where upon repeated copies the object begin to accumulate the idiosyncrasies of the medium doing the copying. Full words: I am sitting in a room different from the one you are in now. I am recording the sound of my speaking voice as well as the image of myself, and I am going to upload it to YouTube, rip it from YouTube, and upload it again and again, until the original characteristics of both my voice and my image are destroyed. What you will see and hear, then, are the artifacts inherent in the video codec of both YouTube and the mp4 format I convert it to on my computer. I regard this activity not so much as a demonstration of a digital fact, but more as a way to eliminate all human qualities my speech and image might have.
Für den Titel Two Minutes der kanadischen Band F.an aus Kanada, hat Maxime Brunell mit Pappe und Persepektiven herumexperimentiert. Das was herauskam läuft wie am Schnürchen und schön in Stop Motion.
Heute habe ich zum ersten Mal einen Internet-Crash miterlebt, zwar keinen kompletten Ausfall, doch war das .de-Netz ziemlich flächendeckend betroffen, TheJunction auch. Ursache dafür waren wahrscheinlich Probleme der Denic mit den .de-Rootservern. Passend zum Internetausfall, fand ich noch etwas anderes aus der Kategorie Trash. Während sich auf Animated albums alles noch beschaulich im Rahmen bewegt, vereint das Video eine ganze Plattensammlung zu einer üblen Story.
Dass Kanadier nicht nur passionierte Curling und Eishockey Fanatiker, sondern auch skurrile verschrobene Köpfe sind, mag vielleicht noch nicht zur internationalen Gerüchteküche durchgedrungen sein, The Hidden Cameras wären auf jeden Fall das beste Beispiel dafür. Frontmann Joel Gibb bewegt sich mit seiner stetig wechselnden Besatzung aus sieben bis zwanzig Gesangskünstlern, Violinenakrobaten oder theatralischen Tänzern auf einem schmalen Pfad zwischen wirr und witzig. Die charakteristischen Kanadier paaren frohlustige Volksmusik mit konzentrierten Kirchen- bis Hochzeitsgesängen und einem finalen homoerotischen Hauch. Wem das noch nicht skurril genug klingt, kann sich auch die visuelle Dröhnung kurioser Klangkultur geben, oder am 18.04. ins Lido starten.
Mit Noblesse Oblige haben sich die Kanadier für den 18.04. deutsche Freunde dazu geholt.
Jede Musikrichtung, jede Melodie und jede Note drückt eine eigene Stimmung, eine unverwechselbare Emotion aus. Noten auf weißem Papier hingegen sind wie eine tote Sprache, zwar für Einige verständlich, aber dennoch nicht lebendig in sich. Allein durch das Sehen einer Komposition wird selten der Charakter einer Musik verstanden oder etwa Gefühle angesprochen. Marco Fusinato hilft bei der Übersetzung und überträgt die Musikstücke in dynamische Illustrationen, die, wie eine Melodie selber, zu kommunizieren scheinen. Über einen Fluchtpunkt verbindet er die einzelnen Noten zu lebendigen Figuren. Ist ein Werk temporeich oder mehrstimmig, stehen also viele Noten ohne Pausen nebeneinander. Die Gestalt ist verdichtet, man spürt die Energie, die das Stück zu vermitteln scheint. Lange Pausen hingegen ergeben ein weitläufigeres, ruhigeres Bild. Die Illustrationen werden selbst Kompositionen und sprechen eine neue, visuelle Sprache – ganz ohne Worte.
Mit Bossa-Nova-Rythmen und reichlich Regenbogenfarben in Komplementäroptik, sorgen Michel Gondry und Mia Doi Todd für etwas Abwechslung in meinem, seit Wochen durch tundraähnliche Klimaverhältnisse bestimmten, Alltag. Danke!
Über dieses Moray McLaren Video bin ich heute gestolpert. Es ist nicht neu, hatte seine Jungfernfahrt durch die entsprechenden Blogs schon lange vor meiner Zeit als Inspirationssammlerin bei TheJunction. Es demonstriert wunderbar, wie mit simplen Handgriffen und obendrein analog, optimale Effekte erzeugt werden können. So unspektakulär die Aufnahme und die Nachbearbeitung des Videos waren, umso aufwendiger die Vorbereitung von David Wilson.
Diese Gitarre mit der faszinierenden Oberflächenstruktur, dem konsequenten Schwarz und ihrer angeblichen Funktionstüchtigkeit – Huch, auch ohne Saiten? – möchte ich euch nicht vorenthalten.