Internationale Grüne Woche 2012: Krokodil-Spießchen, Schwartenmagen und Wacken-Kaffee
„Willst’ ne Känguruwurst, Schatz?“ ruft es neben mir. Als die Grüne Woche vor über 80 Jahren das erste Mal ihre Pforten öffnete, hätten sich wohl die meisten Messebesucher abgewendet, wenn man ihnen Krokodilfleisch-Spießchen oder Känguru-Burger angeboten hätte. Aber in Zeiten, in denen man C-Promis beim Verspeisen von Mehlwurmbouletten, Hirschpenis oder Kakerlakencocktails zuschaut, sind diese australischen Spezialitäten nichts besonderes mehr. Der Ansturm am australischen Stand ist so groß, dass die fleißigen Braterinnen kaum hinterherkommen. Wer nichts mehr bekommt, füllt den Magen einfach mit Foster’s, das in Australien angeblich nur fürs Ausland gebraut wird. Oder eben für Messebesucher, die sich ein bisschen… [weiterlesen]
Grooveshark ist tot. Es leben die Alternativen!
Ohne Musik geht es nicht. Und bisher dachte ich, das ist in etwa gleichzusetzen mit „Ohne Grooveshark geht es nicht.“ Unmissverständlich also, dass ich heute morgen fast einen Herzinfarkt bekam. Mein Morgenritual besteht aus einigen wenigen Schritten: Schreibtischsessel mit Kuscheljacke satteln; Kaffee – süß, mit Milch – in Massen bereitstellen; Schokivorräte galore zum Tisch schaffen. (Nein, ich bin trotz allem nicht fett. Gute Gene. Danke, Mama.) Und dann, nachdem der Apfelcomputer hochgefahren ist: Browser öffnen und Grooveshark an. Ob nun CocoRosie, Nine Inch Nails oder Gisbert zu Knyphausen – je nach Laune variieren Künstler und vor allem Lautstärke. Aber egal,… [weiterlesen]
Eine Kassette. Eine Tracklist. Eine Liebeserklärung – Das Mixtape?!
Vor einiger Zeit habe ich von einem Mann ein ganz entzückendes Geschenk bekommen: Ein Mixtape! Da ich diese Form der Zuneigungsbekundung eigentlich schon fast für ausgestorben hielt, möchte ich meinen Eintrag diesem musikalischen Gesamtkunstwerk widmen. Zuallererst muss man natürlich klar stellen, dass sich in unserer digitalen Zeit so rein gar nichts mehr um die gute alte Audiokassette dreht, so wie ich es noch aus meiner holden und weit zurückliegenden Kindheit schätze. Heute muss man sich mit einer kleinen silbernen Scheibe oder schlimmer noch mit einem unpersönlichen Ordner auf dem Rechner zufriedengeben, mit dessen Hilfe man alles mühelos mit ein paar… [weiterlesen]
Da snapt der Bär
Rückblende: Als naiver Teenager las ich die Popcorn, hörte Bravo-Hits und schaute Top of the Pops. Ich möchte nicht ohne gewissen Hochmut behaupten, seinerzeit umfassend über das Popgeschäft und die Nachrichten, die es produzierte, unterrichtet gewesen zu sein. Von diesem immensen Schatz an Wissen zehre ich noch heute. Ich habe mich allerdings bereits vor Jahren dazu entschieden, mein einst so lebhaftes Interesse für die Entwicklungen der Musikindustrie aufzugeben. Besonders schwer gefallen ist mir das nicht. Heute befinde ich mich in der glücklichen Situation des Nichtwissens. Am vergangenen Freitag wurde ich aber plötzlich in meine Vergangenheit zurückversetzt. Die Dachdeckerinnung Berlin lud… [weiterlesen]










