Piano, piano


05.06.10

Für alle ohne Pianoforte im Eigenheim, aber mit viel musikalischem Talent und Passion für Chopin oder Céline Dion, hier ein interaktives Trostpflaster von Kokokaka. Für die ersten Harmonieversuche per Ein-Finger Suchtechnik auf jeden Fall ein netter Zeitvertreib, jedoch nichts für professionelle High-End Dreiklangspieler und Fans spektakulärer Tastenläufe oder pathetischer Pedaleinsätze. Ich habe heute morgen schon Alle meine Entchen geübt und empfehle, bevor man in die Tasten haut, das Video erst vollständig laden zu lassen, sonst klingt´s staccato.

today and tomorrow

 

Rube-Goldberg-Maschine deluxe


08.03.10

Domino Day war gestern. Ok Go zeigen mit Hilfe einer vom Effekt her ähnlichen Installation namens Rube-Goldberg-Maschine eines der viralsten Musikvideos der letzten Zeit und das muss gewürdigt werden:

65 Mitarbeitern und 60 Anläufe, von denen 3 tatsächlich bis zum Ende durchliefen, davon zwei aus ästhetischen Gründen kombiniert, führten zu dem offiziellen Video “This Too Shall Pass”.

xoomix

 

Mass Black Implosion – Marco Fusinato illustriert in pianoforte


16.02.10

Jede Musikrichtung, jede Melodie und jede Note drückt eine eigene Stimmung, eine unverwechselbare Emotion aus. Noten auf weißem Papier hingegen sind wie eine tote Sprache, zwar für Einige verständlich, aber dennoch nicht lebendig in sich. Allein durch das Sehen einer Komposition wird selten der Charakter einer Musik verstanden oder etwa Gefühle angesprochen. Marco Fusinato hilft bei der Übersetzung und überträgt die Musikstücke in dynamische Illustrationen, die, wie eine Melodie selber, zu kommunizieren scheinen. Über einen Fluchtpunkt verbindet er die einzelnen Noten zu lebendigen Figuren. Ist ein Werk temporeich oder mehrstimmig, stehen also viele Noten ohne Pausen nebeneinander. Die Gestalt ist verdichtet, man spürt die Energie, die das Stück zu vermitteln scheint. Lange Pausen hingegen ergeben ein weitläufigeres, ruhigeres Bild. Die Illustrationen werden selbst Kompositionen und sprechen eine neue, visuelle Sprache – ganz ohne Worte.

Gesehen auf Colt + Rane

 

Airplanes – The Local Natives


29.01.10

Offizielles Video für Airplanes vom The Local Natives Debut-Album Gorilla Manor. Die Band ist gerade auf Tour und am 02. Februar im Bang Bang Club, Berlin.

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The first day of spring


04.08.09

The first day of spring‘, ein wundervoller Kurzfilm von Noah and The Whale. Der Streifen trägt nicht nur der Name eines Salvador Dali Bildes, sondern ist auch der Titel des am 31. August erscheinenden neuen Albums der Jungs.

Ihre zweite LP sorgt natürlich für weitaus mehr Aufsehen, kombiniert man sie, geschickt wie man ist, mit einem visuellen Leckerbissen wie diesem. Das macht uns aber nichts – im Gegenteil, die Idee ist super, der 50-minüter scheint es auch zu sein und über die Musik der Engländer muss erst gar nicht gesprochen werden.

Via Hope/Glory

 

Sucking on my Piggy like you wanted me…


27.10.08

Miss Piggy, die alte Sau, performt in diesem audiovisuellen Leckerbissen zu Peaches “Fuck The Pain Away”. Ziemlich authentisch, wie wir finden. Aber wo zur Hölle ist eigentlich Peaches hin?

“Uuh! …. What!”

Via: NerdCore

 

The Old Sexy – Neues von den Eagles of Death Metal


25.10.08

Meine Freundin H. hat etliche Fotos von Eagles of Death Metal Frontmann Jesse “The Devil” Hughes an ihrer Wand hängen. Für sie ist er Sex auf zwei Beinen. Der Sound der Eagles of Death Metal ist tatsächlich ziemlich sexy, auch der neue Song Wannabe in L.A. ist wieder ein toller Track. Nichts neues, aber sollen sich die The Eagles of Death Metal weiter entwickeln? Nein, sie sollen bleiben wie sie sind. Laut Jesse klingt das neue Album als ob er “die Rolling Stones erneut vergewaltigen würde, diesmal allerdings zusammen mit Devo“. Jesse und seine Jungs machen Musik, die brave Mädchen zu bösen Mädchen werden lässt. Ein bisschen Devil steckt in jedem.
Das neue Album ‘Heart On‘  wird voraussichtlich Ende Oktober in Deutschland erscheinen.

 

Grunge meets Air Max 1


23.10.08

Prollige Air Max aus dem Hause Nike wurden bis jetzt weniger gut von der Grunge-Szene aufgenommen. Die guten alten Dr. Martens haben es immer getan. Wer etwas Neues möchte, sollte den Release der Air Max 1 Tartan-Plaid nicht verpassen. Dieser Schuh wird kommenden Herbst euren sportlich-lässigen Look komplementieren. Eine Mischung aus rot-schwarz-weiß-braunen Karos und hochwertigem Leder – how Grunge is that?

Via: BayAreaKicks

 

Parallele Welten- Osang Gwon


21.10.08

© Osang Gwon

© Osang Gwon
Osang Gwons Skulptur von Keane Sänger Tom Chaplin

Osang Gwons Skulptur von Keane Sänger Tom Chaplin

Skulptur und Collage vereint Osang Gwon, Künstler aus Südkorea. Seit 1998 fertigt Gwon seine lebensgroßen Skulpturen bereits an. Vom Mensch zur Skulptur ist es ein langer und vor allem aufwendiger Weg. Zuerst wird das jeweilige Model von Kopf bis Fuß fotografiert, dann wird eine naturgetreue Nachbildung des Models aus einer Art Kunststoffschaumstoff hergestellt, die anschließend mit dem Fotoschnipseln beklebt wird. Zuletzt wird die Skulptur dann mit einem glänzenden Lackfinish überzogen.

Kürzlich fertigte Gwon Skulpturen der Bandmitglieder von Keane an. Im Booklet ihres Anfang Oktober erschienenen Albums Perfect Symmetry kann man Tom Chaplin, Tim Rice-Oxley und Richard Hughes in Skulpturenform bewundern. Pro Bandmitglied schoss Gwon ungefähr 1000 bis 3000 Photos.
Gwons Skulpturen sind faszinierend, sie wirken wie verwackelte Fernsehbilder. Befremdlich real, doch verschoben und verpixelt – seine Skulpturen bevölkern eine seltsame Parallelwelt.

Via: Designboom

 

Lone-Star-Beer and Panic-Attacks with White Denim


20.10.08

White Denim bieten den richtigen Soundtrack, um bei sturmfreier Bude das Haus eurer Eltern auseinander zu nehmen, auf der Tanzfläche mit euren neuen Plateau-Schuhen umzuknicken oder grundsätzlich in jeglicher Art und Weise unangenehm aufzufallen. Sie bieten also die perfekte Hintergrundmelodie für schlechte, versaute Witze oder eine peinliche Tanzeinlage.

Wäre mein Hintern nicht auf einem unkomfortablen Stuhl vor meinem Computer festgewachsen, würde ich bis zur Gehirnerschütterung abmoschen und wüsste ich, dass mich irgend jemand auffängt, würde ich zu dieser Musikeinlage sogar stage-diven.

White Denim, nicht zu verwechseln mit dem hiesigen JeansTeam, verstecken sich aufs erste Hinhören hinter dem üblichen dreckigen Schrammelrocksound einer soliden Garagenrockband. Beim zweiten Hinhören ist aber der Einfluss der glorreichen Musikstadt Austin unverkennbar. In dem Lone-Star State Texas, den man vor allem mit Bush und der Todesstrafe verbindet, vermutet man selten diese florierende Studentenstadt, die die Heimat des alljährlichen Rock und Country Festivals South by Southwest bildet.  

 

Justice – A Cross The Universe TEASER


17.10.08

Bad Guys Justice, mit einem Trailer zur Tour-Doku “A Cross The Universe!”. Der Clip sagt “böse”, doch wissen wir, dass die Jungs alles andere als harte Macker sind. Macht aber nichts – Musik und Energie stimmen wie immer. DVD und Live CD erscheint am 24. November.

 

Popkomm Schmankerl die Zweite – The Burning Hell


15.10.08

Kanada, oh Kanada was ist nur in deinem Grundwasser? All das Talent, all die guten Musiker und charmanten Bands die jedes Jahr exportiert werden – es ist eine reine Freude!
Frisches Talent aus Kanada konnte ich am letzten Popkomm Tag genießen. Die kanadische Plattenfirma (weewerk) records veranstaltete ein kleines, intimes Showcase, welches es in sich hatte.

The Burning Hell, aus Petersborough/Ontario, ließ uns schon während des  Konzertes zum Merchandise Stand rennen. Angeführt von Sänger und Ukulelist Mathias Kom fegte die Band die Zuschauer nur so weg. Charmant und unterhaltend, die Jungs und das Mädchen von The Burning Hell wollte keiner mehr gehen lassen. Auf ihrer CD schlagen sie eher ruhige Töne an und erinnern dabei an die leisen Momente der Magnetic Fields. Ihre Liveshow dagegen ist energetisch und laut – amüsante Texte, Stimmgewalt, Glockenspiel, Ukulele und Akkordeon – Anhören und ins Herz schließen.

Psst…

23.Oktober 2008      Haus 73, Hamburg
28.Okober  2008      West Germany, Berlin

 

All together now – a Rock’n'Roll Documentary


14.10.08

“Love”, das Mash-Up-Album der Beatles, wurde 2006 vom kanadischen Cirque du Soleil zu einer gigantischen Show inszeniert. Da macht es Sinn, das ganze dokumentarisch fest zuhalten und mit dem Rest der Welt zu teilen. Die Rock’n'Roll Dokumentation mit dem Titel “All Together Now” kommt am 20. Oktober in die Kinos und bietet neben tollen Bildern und bislang unveröffentlichen Archivaufnahmen auch Interviews mit Paul McCartney, Ringo Starr, Yoko Ono, George Martin und Olivia Harrison. Als DVD erscheint der Film natürlich auch.

Via: NerdCore

 

RjDj – The Soundtrack of your Life


13.10.08


Digitalisierung, wir fliehen in virtuelle Welten, verdienen im Second Life unser Geld, finden Freunde auf der ganzen Welt, führen absurde Internetbeziehungen und denken gar nicht erst darüber nach, was wohl als nächstes kommt. Gut so, denn was derzeit auf uns zukommt, stellt alles Weitere in den Schatten. RjDj, ein sensibles Musikprogramm, mit dem das iPhone zum eindrucksvollen Effektgerät mutiert gilt bereits als die Neuordnung des Soundbegriffs.

Ein Titel, von Anfang bis Ende, gleiche Stimme, gleicher Sound, im gleichen Rhythmus. Das war einmal! Die neue Software RjDj durchbricht die gewohnten Soundeffekte und verbindet, mittels Mikroanwendungen,  bekannte musikalische Genüsse und allgegenwärtige akustische  Strömungen des täglichen Umfeldes zu einer völlig neuen Form des akustischen Genusses. Durch RjDj werden sämtliche externen Klänge, Töne und physikalischen Strömungen gewissermaßen eingesammelt und mit den gewohnten Sounds vermischt. Das Rascheln der Hose bei jedem Schritt, das Klingeln an der Tür, die eigene Stimme oder die Geschwindigkeit des Windes, der an uns vorbei zieht. Die Liste der Beispiele entspricht der Endlosigkeit der zu entstehenden Klangvariationen.

The Revolution-RjDj, Musik auf einer neuen Ebene. Das Team, bestehend aus Michael Breidenbrücker, Günter Geiger, Paul Brossier und Amaury Hazan entwickelte eine Software, die die Wahrnehmung der Realität verändert und eher einer digitalen Droge gleicht, als einer popligen Handy Application. RjDj ist der Traum jedes Beatboxers, Tischplatten-Drummers, Tagträumers und für alle anderen mindestens ein innovativer Zeitvertreib. RjDj – kreiert den Soundtrack deines Lebens.

 

Clemens Koglers Körperwelten


12.10.08

Clemens Koglers Musikvideo zu Chris Clarks Track “Herr Bar”, ist bereits ein wenig älter. Zweifellos ist das Video von 2007 eine der besten Arbeiten des Grafikdesigners und Filmemachers. Zu Clarks experimentell-elektronischer Musik wird der Zuschauer auf eine Reise durch wundersame Körperlandschaften geschickt. Für “Herr Bar” baute Kogler Collagen aus Lippen, Händen, Fingern und Beinen.
In anderen Filmen wie CUTCUTECUTE oder SUV-Prinzip schlägt Kogler gerne mal kritische Töne an, verpackt in wunderbar glatten Bildern. Hier seine Arbeiten.

Via: Rojo Magazine