Alles an seinem Platz – Land Art by Richard Shilling


04.06.10

Die Natur ist manchmal schon ein heilloses Durcheinander: überall fliegen Blätter herum, Grashalme wachsen da, wo es gerade am schönsten ist und Vögel pfeifen sich gegenseitig ins Wort. Wurde also Zeit, dass da jemand für Ordnung und Organisation sorgt. Was aber auf den ersten Blick wie eine fortgeschrittene Form von Zwangsneurotik aussieht, fällt unter die Kategorie der Landschaftskunst. Dazu bedarf es ganz spezieller Bedingungsvorraussetzungen: 1. man darf sich nur an dem bedienen, was Mutter Natur zu bieten hat 2. dieses darf nur unwesentlich von der Fundstelle entfernt werden. Richard Shilling hat das ganz vorbildlich und formvollendet gemacht – sicherlich auch zur Freude von RGB Messies und anderer Fans der Farbsortierung.

acidolatte

 

Portraits von Primaten – Ruben Brulat


27.05.10

Ruben Brulat portraitiert Menschen, dabei ist er nicht angewiesen auf schnuckelige Fotostudios, theatralische Windmaschinen und umschwärmte Stylisten. Er zeigt den Menschen in seiner natürlichen Form, als Spezies, nackt, ungeschützt und alleine und schafft damit seine ganz eigene Dramatik. Klein und verlassen, hilflos und ausgesetzt wirkt der Körper in seiner ursprünglichen Umgebung, verloren und vereinsamt in seinem eigens geschaffenen urbanen Umfeld. Wie in einem Suchbild wird der Mensch ohne persönlichen Sicherheitsbereich, ohne schützende Fassade, selbst eine kleine Figur auf einem großen Spielfeld.

Wer die Arbeiten des Pariser Fotografen in Echtgröße auf sich wirken lassen will, kann bis 31.07 die G3 Gallery in Hamburg aufsuchen.

PhotoSlaves

 

wood on washi paper


20.05.10

Wer sich ein bedeutsames Stück Natur in den eigenen vier Wänden bewahren will, sollte sich überlegen einen Druck von Bryan Nash Gill zu ergattern. Zumindest kann man so sicherstellen der geliebten Edelholz Essecke auch noch in einigen Jahren die ehemaligen Vorfahren stilvoll präsentieren zu können. Die Werke des künstlerischen Naturalisten sind die Abbilder abgeholzter Baumstümpfe, die mit Tinte auf handgeschöpftem Washi Papier in ihrer natürlichen Schönheit nachhaltig festgehalten wurden.

SCRAPBOOK

 

Checks on Canvas


09.05.10

Umgeben von Wald und Wiese, Amsel und Sperling, Frischluft und Wanderpfad kann man ganz ungehemmt verborgener Kreativität und seichter Schwärmerei freien Lauf lassen und voller Inbrunst zu Meisterwerken der hohen Kunst aufsteigen. Wie Hank Schmidt in der Beek in den Zillertaller Alpen – Bob Ross wäre sprachlos.

rebel:art

 

Spiritualisierendes Tannicht Ton in Ton


15.04.10

Jenseits von Zeit und Zivilisation versteckt sich stillschweigend ein überdurchschnittlich phantastischer Ort der amerikanischen Superlative. Der Quinault Rain Forest in Washington State, USA, ist einer der seltenen urzeitlichen Regenwälder aus Nadelholz mit bestechender Ähnlichkeit zu einem verwunschenen Zauberwald. Der japanische Fotograf Yoshihiko Ueda trat während einer Reise in den neunziger Jahren in eine konspirative Verbindung mit dem spiritualisierenden Tannicht und brachte eine Sammlung inspirierender Fotografien fulminanter Farbwelten mit.

Ab 1. Mai sind die blau grünen Wunderwerke in der Michael Hoppen Gallery in London zu bewundern.

Gosee

 

Englands haariger Beitrag zur Expo 2010


09.04.10

Wo sonst als in Shanghai, China, der asiatischen Metropole der Superlative, sollte die größte Weltausstellung aller Zeiten stattfinden. Bei voraussichtlich 70 Millionen Besuchern lohnt es sich dann auch schon mal mit visuellem und konzeptionellem Futurismus auf sich aufmerksam zu machen – wie England mit dem von Thomas Heatherwick kreierten Pavillon. Das etwas groß geratende Nadelkissen soll nicht etwa Spießigkeit oder gar eine borstige Art der Britten repräsentieren, sondern vielmehr die einmalige Verbindung von Natur und Urbanität in England verkörpern. In den 60.000 Filamenten in fragiler Fiberglasoptik verbergen sich verschiedenste Pflanzensamen, die also für mehrere Hektar britische Grünfläche stehen sollen. Wenn zwischen dem 01.05. – 31.10.2010 dann auch noch ein Lüftchen in Shanghai wehen sollte, erlaubt die flexible Fiberglasskulptur sogar ein seicht schimmerndes Schwingen der Filamente. Am Abend taucht sich der britische Expo-Beitrag thematisch passend in ökologisches Grün.

via Yatzer & dezeen

 

Camouflage der Tiere


03.04.10

Rechtzeitig zu Ostern, eine Reihe von Suchbildern.

This Blog Rules

 

Invasion der kosmischen Kieselsteine


24.02.10

Christopher Colville betreibt professionelle Spurensuche. Dabei sucht er niemanden Bestimmtes, eigentlich sucht er nur die Spuren als solche. Er sucht nach dem Einfluss, der Manipulation, die Organismen und Objekte, Substanzen und Stoffe in ihrer Umgebung hinterlassen. Wie Sendung von einem anderen Stern, irgendwo zwischen Mars und Jupiter, wo kleine Autos zwischen Hügellandschaft und Kieselsteinen leben, wirken die Aufnahmen, die offiziell in der ,,Sonoran Desert“ bei Phoenix, Arizona entstanden sind – ich wäre skeptisch.

butdoesitfloat, colt+rane

 

Patriotische Eicheln und andere Wald- und Wiesenfunde


21.02.10

Pünktlich zum langersehnten Ereignis – heute fühlte ich mich zum ersten mal seit Monaten zu warm angezogen  – finde ich diese bezaubernden Fotos. Die von Norm Magnusson bunt bemalten Blätter, Zweige, Samen und Bäume stechen hervor ohne optisch vereinnahmend zu sein, das mag ich besonders an diesen Objekten. Jedes einzelne Stück wirkt wie ein verborgener Schatz, den zu finden, glücklich macht. Genauso stelle ich mir den ersten Schneeglöckchen- oder Krokussfund dieses Jahres vor.

Der Künstler Norm Magnusson, nimmt seine unscheinbaren Fundstücke – ausser den Bäumen, nehme ich an – mit ins Atelier und macht farbenfrohe Hingucker aus ihnen. Fotografiert werden sie in ihrer natürlichen Umgebung. Dazu bringt er sie zurück an ihren Fundort und fixiert sie so das sie wirken als ob sie nie entfernt wurden.

Auf dem Blogspot des Amerikaners kann man zu jedem Foto der Reihe Decorating Nature Kommentare lesen, die die einzelnen Exemplare näher beschreiben. Hier ist die Rede von der patriotischen Eichel, dem mit Insekteneiern befallenen Blatt, den aus Bedürfnis nach Wärme kuschelnden, nackten Baumstämmen. Die zarten, charakteristischen Merkmale der jungen Birke, werden zum markanten Zebramuster stilisiert und das Rhododendronblatt zeigt auf einmal, anstatt dem satten, einheitlichen Grün ein aufgepixeltes Farbschema.

designaside

 

Polar Obsession – Paul Nicklen


28.11.09

Für das Magazin National Geographic fotografierte Paul Nicklen diese wundervollen Impressionen arktischen und antarktischen Lebens und Überlebens.

gefunden bei Fubiz

 

Let’s save nature. Let’s save ourselves


30.05.09

© WWF

© WWF
© WWF

© WWF

Via IBeliebeInAdvertising

“Let’s save nature. Let’s save ourselves.”, heißt die neue Kampagne der Umweltstiftung WWF. Illustrationen, die erst beim näheren Hinschauen ihre eindringliche Wirkung hinterlassen. Die indische Werbeagentur Ogilvy & Mather aus Mumbai realisierte in Zusammenarbeit mit dem Künstler Shailesh Khandeparkar diese außergewöhnlichen Werbeplakate.

 

Crushed Cayenne


30.03.09



Via TodayandTomorrow

Eine zynische Antwort auf das hedonistische Konsumverhalten unserer Zeit. Die Kunstinstallation von Folke Köbberling und Martin Kaltwasser besteht aus gefundenen Materialien und stellt einen Frontalzusammenstoß zweier Porsche Cayenne dar. Der Cayenne zählt zur Gruppe der SUVs (Sport Utility Vehicles), amerikanische Familienkutschen, die als solche getarnt, Unmengen von Sprit verbrauchen, den Durschnitts co2 Wert bei Weitem übersteigen und sowieso im 21. Jahrhundert zu den aussterbenden Autoarten zählen sollten. Erhaben tronen die in sich zusammenfallenden Wagen auf einer Plattform und hinterlassen beim Betrachter ein merkwürdiges Unwohlsein. Ästetisch und erschreckend zugleich!

 

Quick Press: Tree Trunk


12.03.09

treetrunk

treetrunk

Via IBelieveInAdvertising

 

Dog sledding


12.03.09

© Boston

© Boston

Ist es die Kraft, die Verbundenheit, die tiefe Eindringlichkeit des Blicks? Was auch immer es ist, die phänomenale Ausstrahlung eines Huskys hat schon so machen Tierliebhaber zum Träumen verleitet.  Allein deswegen stellen wir euch heute die wunderbaren Fotoimpressionen vom alljährlichen  Yukon Quest Rennen in Alaska vor. Das Iditarod Iditarod Trail Sled DogRace , umfasst 1868 km (1161 Meilen), und dauert 8 bis 12 Tage. Zwar sind wir hierzulande froh, dass sich der Winter endlich verabschiedet, solche Bilder solltet ihr euch dennoch nicht entgehen lassen.

Via Boston

 

Jorge Mayet, creator of trees


23.12.08

© Jorge Mayet

© Jorge Mayet

In düsteren Zukunftsvisionen ist meist kein Platz für Bäume, riesenhafte Städte überziehen den Erdball – wenn die Zukunft wirklich so aussehen wird, dann müssen wir vielleicht bald in Galerien gehen um Bäume zu betrachten.
Jorge Mayet Künstler aus Kuba, baut Bäume aus Drähten, Acryl, Papier und Stoff. Sehr echt wirken die Miniaturen, die ihre zarten Äste ausstrecken, um ihre ungewohnte Umgebung zu ertasten.


Via Design You Trust