Kermit auf Reise
14.04.10
Neulich in New York…
Ob Kermit wieder auf der Flucht vor Miss Piggy oder von sehnsüchtigem Fernweh geplagt ist – es ist ungewiss.
gesichtet: ffffound
14.04.10
Neulich in New York…
Ob Kermit wieder auf der Flucht vor Miss Piggy oder von sehnsüchtigem Fernweh geplagt ist – es ist ungewiss.
gesichtet: ffffound
12.04.10
Wer sich gegenwärtiger der spontanen unbefangenen Street Photography verschrieben hat, denkt dabei höchstwahrscheinlich an extravagante Einzelgänger, die sich mit stilsicherem Selbstbewusstsein in skurrilen Kleidungskombinationen auf großstädtischen Gehwegen präsentieren. Robert Herman ist jedoch ein alter Hase in Sachen Street Photography und fängt seit 1978 die etwas anderen Augenblicke auf den Straßen New Yorks ein. Neben anmutender, zum Schreien erheiternder, Modeszenarien, zeigt Herman ein intuitives Gespür für Menschen und ihre Umgebung, die wiederum zu einem skurrilen Gesamtkunstwerk verschmelzen.
20.03.10
Seit geraumer Zeit begegnet man außergewöhnlich häufig solchen putzigen Miniaturwelten, die entweder die Spielzeugindustrie oder Alice´s Wunderland ungemein angekurbelt haben müssen. Schrumpfen ist derzeit tatsächlich der letzte Schrei und somit frönen passionierte Hobbyfotografen bis fortgeschrittene Fotoakteure zum Miniaturweltbau. Hinter den niedlichen Nostalgielandschaften verbirgt sich leider ein technischer Effekt mit dem hochmodernen Namen: Tilt-Shift. Durch geschickten Einsatz von Unschärfe wird hier die Größenwahrnehmung untergraben. Wer sich in diesem Moment inspiriert fühlen sollte und vorerst den eigenen Finanzhaushalt nicht mit einem Spezialobjektiv ruinieren will, kann mit diesem Trick auch bei Photoshop rumfummeln. Glücklicher Weise sind hierzu Anleitungen erfahrener Miniaturweltexperten vorhanden. Für die etwas inaktiv behaglich Veranlagten gibt es auch Arbeitsaufwand unintensivere Tutorials. Hier ein paar inspirierende Impressionen von wahrhaft gelungenen Miniaturschauplätze gesammelt auf flickr.
Schön ists auch, wenn man das Verschwenken (Tilt) und Verschieben (Shift) im Film einsetzt – 35.000 Alltagseindrücke aus dem großen bzw. kleinen Apfel zusammengefügt zu bewegenden Bewegtbildern von Sam O´Hare.
Wer Sydney gegenüber New York präferiert, klickt hier.
18.03.10
Zwischen nüchternen Neonröhren und blassem Beton maskieren sich Tiefen der modernen Kunst. Die bunten Bilder, die interaktiven Installationen wurden nicht vergessen anzubringen und es hat sich auch niemand verlaufen. Freigelassen durch die Autonomie moderner Kunst kreieren ein Schweizer und eine Kolumbianerin Installationen aus Dreck, Erde, Beton, Zerstörung. Urs Fischer buddelt ein 3 Meter tiefes Loch im Wert von 250.000 $ in die New Yorker Galerie von Gavin Brown und Doris Salcedo entwirft einen 176 Meter langen Riss für die ehemalige Turbinenhalle Tate Modern in London. Zugegeben hier ist Abstraktionssinn gefragt, denn wer hätte das gedacht, die kontemporäre Kunst hat wahrhaftig Tiefgang. Während Fischer an die Wertschätzung von Ausstellungsraum appelliert, versinnbildlicht Salcedo die gesellschaftliche Kluft durch Ausgrenzung und Rassismus.
kaszinski & Sweet Station, Cool Hunting
09.02.10
Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit, Individualität und Einmaligkeit: Das sind die neuen Tendenzen. Tara Donovan weiß das schon seit einem Jahrzehnt und recycelt Alltagsgegenstände zu Kunst, verwandelt ordinäre Massenprodukte zu Unikaten. Pappteller, Plastikbecher, Knöpfe und Klebeband: Dinge, die wir als einzelne Gegenstände täglich wahrnehmen. Durch Akkumulation wachsen sie zu futuristisch, lebendigen Landschaften – eine Metamorphose aus industrieller Produktion und organischer Formgebung aus New York.
Wolke aus schätzungsweise 735620 Plastikbechern und 289 Tuben Kleber.
Strohhalme gestapelt.
Knöpfe und Kleber.
Pappteller und Kleber.
Bleistifte und Kleber.
Gerissen und gestapelte Dachpappe.
12.09.09
Jürgen Teller, für fotografische Provokation u.a. in Kooperation mit Marc Jacobs und Björk bekannt, lässt Charlotte Rampling und Raquel Zimmermann durch den Louvre spazieren – unbekleidet. Na und? Der Shoot zeigt scheinbar beiläufige, fast schon touristisch wirkende Aufnahmen im Spannungsfeld zwischen Eitelkeit und antikem Schönheitsideal.
Zu sehen in der New Yorker Lehmann Maupin Galerie bis 17.Oktober 2009.
via SLAMXHYPE
27.04.09
Via todayandtomorrow und iGNANT
Peter Funch fotografierte über einen Zeitraum von 2 Wochen immer wieder die gleichen Straßenecken. Heraus kam die zusammengefügte Fotoserie “Babel Tales”, in der eine bestimmte Gruppe Menschen am gleichen Ort das Gleiche tun, gleich ausssieht oder andere tolle Kompositionen bildet. Die Diversität der Großstadt, humorvoll interpretiert und perfekt umgesetzt. “Deja Vu”, eine ähnliche Fotostrecke ist ebenso zu empfehlen. Photoshop ahoi!
Beeindruckende Bilder, nicht nur für Fotografie-Freaks. Der Däne studierte an der Danish School of Journalism, lebt und arbeitet nun in New York.
06.03.09
Jede Geschichte ist einzigartig! One in 8 Million erzählt in simpler, jedoch eindringlicher Art und Weise, kleine Episoden von Einwohnern der Stadt New York. Nur ein schwarz-weiß Bild und eine Tonspur reichen aus, um dir die Gänsehaut über den Körper zu jagen!
Via Hope/Glory
17.12.08
Bei mir geht das so, ich sehe ein schönes Video einer mir bis dato unbekannten Band, checke ihre Myspace Seite, sehe dass sie aus Brooklyn sind, zucke ein wenig zusammen, höre weitere Songs und überlege mir, ob ich wirklich schon wieder über eine Band aus Brooklyn schreiben kann.
Home Video – die ein wenig sehr nach Radiohead klingen, gefallen mir ziemlich gut. Das Video ist erfrischend, artsy und natürlich ziemlich cool- die Band ist ja auch nicht irgendwo her, sondern aus…Brooklyn.
Via Trash Menagerie
07.12.08
Die Stadt der Erinnerungen ist voller Geschichten. Geschichten von ganz normalen Menschen die in der Bronx leben, oder in Manhattan, Brooklyn oder auf Staten Island. Die Stadt der Erinnerung hält fest, was sonst vom Schwall der täglichen Ereignisse verdrängt wird: Die kleine Geschichte, die Beobachtung eines ganz besonderen Moments. Gerade in einer Großstadt, die vergesslich und schnelllebig ist wie New York, gehen solche Momente schnell verloren.
In der City of Memory bleiben sie bestehen. Das Web-Projekt, initiiert von City Lore Local Projects, lädt New Yorker aller 5 Stadtteile ein, ihre Geschichte zu erzählen und festzuhalten. Die Geschichten sind lokalisierbar, verortet als Punkt auf einer interaktiven Stadtkarte. Ein blauer Punkt für die persönlichen Geschichten: An der Westside erinnert sich ein Mann an das Kinderlied, das seine Tante ihm als Kind vorsang. In Brooklyn steigt einer Frau noch immer der Geruch frisch gebackenen Brots in die Nase, obwohl dort, wo die Bäckerei einst stand heute ein asphaltiertes Quadrat ist. Autos parken da. Long Island wird zum romantischsten Eck der Stadt wenn wir erzählt bekommen, wie Dorothea auf dem Heimweg von der Arbeit ein Heiratsantrag gemacht wird. In der Bronx erinnert sich eine Frau an die heißen Sommertage während ihrer Kindheit. So heiß war es, dass der Teer weich wurde und man seine Fußabdrücke auf den Straßen hinterlassen konnte. Sie wünschte, sie hätte Fotos aus dieser Zeit. Weiter südlich in Manhattan vergisst Phyllis nie den Tag im August 2003 als der Strom in ganz New York ausfiel und ihr Nachbar Hank auf ihrem Sessel saß und plötzlich tot war.
Die Geschichten sind so unterschiedlich, wie die Menschen New Yorks und die Winkel der Stadt. Denen widmen sich die Macher des Projekts noch extra. Den persönlichen Geschichten stellen sie medial aufbereitete Ausflüge an längst vergessene Orte zur Seite. Und so kann jeder New Yorker und jeder Besucher Dinge über die Stadt lernen, von denen er vielleicht noch gar nichts wusste.
28.11.08
Es ist nicht schlimm, wenn euch der Name Vashtie Kola noch nichts sagt. Dafür sind wir da. Um’s kurz zu machen: Vashtie ist einfach sau cool. Eine Fashionista. Sie ist Musikvideo-Regisseurin, hat ihr eigenes Klamottenlabel Violette New York, ist die Stylistin des Billionaire Boys Club Lookbooks und ehemalige Freundin von Pharell Williams. Ziemlich viel für 25 Jahre, oder? Doch nicht genug für Kola, organisierte die Gute zusätzlich die legendären ’92 Parties im Happy Ending in der Lower Eastside/NYC. Zwar liegt ihr Fokus auf der Produktion von Musikclips, doch läßt sich die junge Amerikanerin in keinerlei Schubladen zwängen. – it’s Vashtie…that’s it.
Hier ihr letzter Streich: “Us Placers” von Child Rebel Soldier a.k.a. Kanye West, Lupe Fiasco und Pharell Williams feat. Thom Yorke…
Via Uberding
13.11.08
Elizabeth Weinberg, Fotografin, lebt und arbeitet in Brooklyn, NY. Musik, Kunst und Mode, alles liegt um die Ecke. Sie muss sich nur aufs Fahrrad setzen, losfahren und knipsen.
Tage am Strand, Musikfestivals, Portraits von Freunden aber auch Modestrecken und Künstlerportraits, Weinbergs Motive sind vielseitig. Sie ist das Mädchen das immer eine Kamera dabei hat, das im Tourbus mitfährt und tausend Leute kennt. Ihre Bilder sind von einer gewissen Rastlosigkeit, Momentaufnahmen vom Leben on the road.
Weißt du noch, damals im Sommer 2008 als wir alle zu diesem See raus fuhren…
05.11.08
Wenn man sich durch Adam Kimmel Kollektionen klickt, fallen unzählige Overalls auf. Das untrennbar mit der Arbeiterklasse verbundene Kleidungstück zieht sich wie ein roter Faden durch seine Kollektionen und bildet die Quintessenz seines Stils. „Ich hatte immer ein Interesse daran, dass das, was ich mache, in etwas Realem und Klassischen verwurzelt ist”, so der 29-jährige Designer, der einen Gegenentwurf zu den anderen amerikanischen Designstars des Moments, wie etwa Tom Ford oder Thom Browne, ist. Seine Mode kommt aus der intellektuellen Künstlerszene, Arbeiterkleidung wird aufgrund ihrer Robustheit zur Uniform der Avantgarde. Die Stoffe, die Drucke und vor allem die Materialien strahlen eine ungekünstelte Männlichkeit aus, alles erscheint sinnig und nützlich. Kimmel verwendet in Massen produzierbare Stoffe (Sweatshirt- und Frotteestoff) und möchte damit Werte vermitteln – Mode wird wieder Bekleidung und hat mit den Dandys von Thom und Tom rein gar nichts zu tun. Gegenkontrast bilden speziell gewebte Kaschmirstoffe, deren raue Optik beim Anfassen dann durch eine weiche Haptik überrascht. Selbst profaner Kord wird so veredelt.
Kimmel, der sein Architekturstudium zugunsten der Mode sausen lies, holt sich die Inspiration bei den Malerstars, die den amerikanischen Abstrakten Expressionismus prägten – Jackson Pollock, Willem de Kooning, Ed Ruscha. Seine über die vergangenen Jahre immer wiederkehrenden Farben scheinen direkt aus Franz Klines „c and o” gegriffen zu sein. Schwarz- und Grautöne bilden seine Basis, dazu kommt Braun, Royalblau und immer wieder Maisgelb. Selten verwendet er auch Drucke, mal Segelmotive oder, wie für den Sommer 2009, einen Hawaiihemd-inspirierten Druck.
Die anfangs aus Geldnot entstandene Idee, die Kollektion als Lookbook zu präsentieren, hat sich mittlerweile durchgesetzt und als richtig erwiesen. Die Fotografien wirken wie aus dem kommerziellen Kontext herausgelöst. Kein Wunder nun, dass der Designer zur Umsetzung dieser Werke die Paten seiner Kollektionen als Modelle gewinnen kann. Neben Ed Ruscha, Ken Price und Dean Stockwell, stand sogar Dennis Hopper vor der Kamera. Besonders bemerkenswert ist, das alle viel glaubhafter wirken, als für Kampagnen anderer Häuser verpflichtete Stars. Noch einen Schritt weiter geht Kimmel mit dem 2008 entstandenen Film „Claremont”. Patrick Rizzo und Noah Sakamoto geben sich einem unglaublichem Höllenritt hin, in babyblauen Anzügen jagen die beiden auf Longboards den Claremont Canyon in Oakland hinunter. Die Arbeit des Kameramanns (Colin Blackshear) ist wohl besonders bemerkenswert.
Adam Kimmels Mode kommt der Vorstellung eines Künstlers im modernen Sinne sehr nahe. Im Gegensatz zu Stefano Pilatis Sommerkollektion 2008 für YSL, in der ebenfalls das Sujet des verklecksten Malers Thema war (mit einem nicht zu verachtenden Resultat), wirken seine Entwürfe sehr viel authentischer. Er liefert den ungekünstelten Prototypen ab, Persönlichkeit und Lebewelt des Trägers lassen die Kleidungsstücke lebendig werden.
05.11.08
Immer wieder schaue ich auf Todd Selbys Interior Webseite The Selby vorbei. Immer wieder sehe ich fantasievoll eingerichtet dekorierte Wohnräume und deren Bewohner, die inmitten ihrer Lieblingsgegenstände vor der Kamera posen. Reisesouvenirs, Bücher, Platten und Schuhe, Flohmarktfunde und Erbstücke- es macht Freude zu sehen wie Menschen ihre Wohnungen gestalten. Auf The Selby sieht man Unkonventionelles- Interiors weit weg vom Ikea Diktat und Schrankwand Natur Eiche.
Ende Oktober war Todd Selby beim kanadischen Model Ingrid Sophie Schram eingeladen. Die 22-jährige Wahl New Yorkerin lebt in einer kleinen Wohnung in Greenwich Village, die mit Büchern vollgestopft ist. Schram bezeichnet sich als ‘published playwright hopeful’, sie schreibt viel und beginnt jeden Tag mit einer Tasse English Breakfast Tea. Ich freu mich schon auf ihr erstes Theaterstück und auf neue Geschichten von The Selby.
28.10.08
Tagtäglich bewegen sich Massen von Menschen durch die Großstädte, ein irrwitziger Strom von Passanten, die von A nach B hetzen – Obdachlose und Bettler werden leicht übersehen, sie fügen sich ins Stadtbild ein. Nicht wegzuschauen- das ist die Message, dieses nachdenklich stimmenden Kurzfilms.
Jason van Genderen drehte ‘Mankind is No Island’ komplett mit seiner Handykamera in Sydney und New York. Gerade machte er mit seinem Film den ersten Platz beim Tropfest NY. Tropfest ist ein Outdoor Kurzfilmfestival das 1993 in Sydney startete. Mittlerweile eine Institution, tat sich Australiens wichtigstes Kurzfilmfestival letztes Jahr mit dem New Yorker Tribeca Filmfest zusammen – Tropfest@Tribeca war geboren.
Via: Pedestrian