Julien Vallée für OFFF 2010


08.07.10

Julien Vallée, berühmt berüchtigt für jede Menge Schreibtischchaos und anderen grafischen Schabernack, hat für das OFFF 2010 eine animierte Sponsorenpräsentation entwickelt, die einfach sehenswert ist.

iGNANT

 

Reduktion vs. Überfluss – Le Corbusier goes Cathedral


23.04.10

Diese von Rob Carter in Bewegtbild umgesetzte Architektur-Collage aus Le Corbusier-Modernismus und plagiatisierter Sakralarchitektur, stellvertretend für Reduktion und Überfluss, mit leise raschelndem Humor und dezenten Farbakzenten versehen, hat bei archdaily wenig Begeisterung hervorgerufen. Sie wurde schlichtweg als nutzlos abgetan.

Über das Video:

“Stone On Stone” is a stop-motion video animation that uses the architectural language of High Gothic and Modernism to invent a contradictory history of their evolvement. The theme starts and finishes with the vast and unfinished Cathedral Church of Saint John the Divine, NYC. It is contrasted with Le Corbusier’s La Tourette monastery in France, completed in 1960. The video uses this anomalous but single-minded architectural vision as the foundation for a new emergence of Gothic religious expression, resulting in a complete and unified fantasy cathedral – akin to the building that the Church of Saint John might have aspired to be.

KN | Kitsune Noir

 

Derrière Paris – kuschelig kulinarisch


20.02.10

Ob das Essen im Derrière Restaurant in Paris gut ist weiß ich nicht, aber eigentlich geht es hier ja auch gar nicht ums Essen. In einer Stadt, die stetigem Wachstum und schnellem Wechsel ausgesetzt ist, in der Touristen, Vergnügung und Attraktionen die Straßen füllen, findet man auch solche kleinen, versteckten aber lauschigen Plätze wie das Derrière. Das Restaurant wirkt wie ein Mix aus einem alten französischen Barockhaus und einer gemütlichen Berliner Studentenwohnung, alles ein bisschen unordentlich und zusammengewürfelt, aber mit dem gewissen Etwas. Vielleicht sind es die alten Tapeten, die überfüllten Bücherregale, die Secondhand Möbel oder die Tischtennisplatte im Zimmer, die dem Restaurant die Wärme und Wohnlichkeit verleihen und den Besuch mehr wie ein Abendessen bei Freunden erscheinen lassen. Hinter einem alten Holzschrank verbirgt sich à la Anne Frank Haus ein kleines Raucherzimmer, in dem sicher auch bekennende Nichtraucher schon lauschige Stunden verbracht haben. Denn in der Stadt der Liebe pflegt man auch die Liebe zum Detail. Und das Essen ist sicher auch ganz passabel.

Gesehen auf Yatzer

 

Re:view Paris Fashion Week – Mit den 80ern raus aus der Krise


16.03.09

Backstage

Backstage

Paris is burning und alle haben sich die heißesten Partyoutfits auf den Leib gezimmert. Ziemlich cool, statt Schwarzmalerei zeigten die Labels wie man sich die Partynächte am besten um die Ohren schlagen kann. Allen voran Balmain. Das französische Traditionshaus liefert die besten Ideen, Christophe Decarnin hat verstanden, was die Frauen wollen. Er zeigte im Ritz und tut es damit, Gianna Versace, dem König aller Partygirls gleich. Schon die letzte Kollektion feierte wilde unbekümmerte Zeiten. Für den kommenden Winter sorgt er für Nachschub und noch kürzere Kleidchen lassen noch wildere Partys erahnen. Glitzertops zu Trapezhosen und kurze Röcke, genau das sehen wir gerne. Und was man eigentlich nicht mehr sehen wollte und plötzlich im richtigen Kontext sehr begehrenswert erscheint, sind die Vokuhila-Abendkleider. Olivier Theyskens hatte sie schon in der letzten Saison bei Nina Ricci, und nun also auch noch bei Balmain. Es leben die 80er. Der Trend wirkt sich auch auf die Tagesmode aus, allerdings mit viel Understatement und weniger Rock-Chick-Allure. Dries Van Noten gibt sich als Meister der Farbgestaltung und zeigt, wie modern auch gut positionierte Retro-Einflüsse sein können.

Dries Van Noten

Dries Van Noten

Wieder wahnsinnig in den Himmel gelobt, für mich ein bisschen unverständlich, ist Nicolas Chesquières Kollektion für Balenciaga. Das heißeste Ticket bei den Schauen ist die Schau sicherlich, aber es sieht in meinen Augen alles sehr zusammengeschustert aus. Die merkwürdigen Rocktraperien aus Satin hätten bei manch anderen Designer zu ziemlichen Verrissen geführt, die Lurextops und die gepunkteten Seidenstrümpfe sind der Gipfel. Aber er ist eben momentan mit einem Goldenen Ticket ausgestattet und man sieht vielfach wenig hinterfragt was man da eigentlich vorgesetzt bekommt.

Ob Nicole Phelps von style.com einen schlechten Tag hatte kann ich nicht sagen, allerdings lässt ihre Kritik an Wunderkind einiges vermuten. Wolfgang Joop zeigt mal wieder, dass er über allen Krisen steht und sich recht wenig um die Meinung anderer schert. Die ersten acht Looks sollte man schnell überblättern, um endlich zu den wunderschön grafischen Prints vorzudringen. Die Mischung aus Streifen und Rechtecken in der Tradition des Suprematismus geben die Richtung vor und werden nur von Fotodrucken die Gregor Törzs Werken entlehnt sind überboten. Der andere Deutsche in Paris, Karl Lagerfeld, zeigte bekanntes bei Chanel, interessanter sind allerdings die Entwürfe, die er unter eigenen Namen zeigte: Mädchen mit Motorradhelmen, ganz verwegene Dinger.

Wunderkind

Wunderkind

Zum Schluss noch ein bisschen was von der Phantasiefront. Immer gut für reichhaltges Dekor ist John Galliano.  

 

Bunte Luftballons


13.11.08

Kauf dir einen bunten Luftballon / Und mit etwas Phantasie, / Fliegst Du in das Land der Illusion, / Und bist glücklich wie noch nie.*

Kennt eigentlich noch jemand den Eisrevuefilm bei dem, in typischer 50-er Jahre Manier, ein Mädchen von einem Bündel Luftballons hinweg gefegt wird und durch eine Traumwelt schwebt? Vielleicht stand auch Funny Face Pate? Hier wird die wunderbare Audrey Hephurn aus der Welt der Bücher in die Welt der Mode empor gezogen. In einer Aufnahme dann, als Model in Paris, steht sie vor dem Triumphbogen beim Pariser Louvre und lässt Ballons fliegen… Als Sofia Coppola den neuen Spot und die Kampagne für das Parfum Miss Dior Cherie inszenierte, hatte sie wohl eher Audrey und die großartigen Fotografien von Richard Avedon im Sinn, und weniger deutsche Heimatfilmromantik. Gleichwohl verbindet das Motiv alle drei und der Luftballon wird ein Sinnbild fürs träumerische Dahinschwinden in eine andere Welt.

Frau Coppola kennt sich mit Mädchenträumen aus, handelten ihre bisherigen Filme doch immer von den Phantasien junger Frauen. Und am Ende waren die Protagonistinnen im besten Falle einsam, im schlechtesten tot. Lux, Charlotte und Marie Antoinette könnten nach dem Parfum gerochen haben. Freesie und Popcorn in der Herznote stehen für etwas jungendliches, unschuldiges. So ist auch die ganze Kampagne aufgezogen. Rosa, ganz viel Rosa. Brigitte Bardot trällert dazu unwiederstehlich „moi, je joue” ins Mikrofon.

Am 10. November war die Premiere im amerikanischen Fernsehen, in einer Werbepause von Gossip Girl schwebte dann Maryna Linchuk zum ersten Mal über die Bildschirme. Nach Model Lily Donaldson und Model/Elvis Presley-Enkelin Riley Keough, ist die 21-jährige Weissrussin das neue Gesicht des Parfums. Eine Fernsehserie die sich, soweit ich das verstanden habe, hauptsächlich junge Frauen als Zielgruppe ausgesucht hat ist gerade perfekt. Die Upper East Side Girls sehen immer blendend aus, und hätten sicherlich als erste das Parfum im Badezimmer stehen

Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft blässt Dior zum Sturm auf die örtliche Parfümerieketten, und unter nicht wenigen Weihnachtsbäumen werde hübsche Schächtelchen mit dem wohlriechenden Düftchen liegen. Frohes Fest.

“Der weiße Traum”, Regie: Géza von Gziffra

 

La Jetée


26.10.08

La Jetée” (1962) ist ein 28 -minütiger schwarz weiß Science-Fiction-Fotoroman von Chris Marker; dieser gilt spätestens seit dem Reise- und Essayfilm „Sans soleil“(1983) als bahnbrechender Regisseur.
„La Jetée”, bestechend durch seinen Inhalt, die Technik, Ästhetik und den philosophischen Hintergrund, ist ein Juwel unter den Science-Fiction-Filmen. Dies stellt vor allen Dingen die Adaption “12 Monkeys” von Kultregisseur Terry Gilliam bestens unter Beweis.
Jetée erzählt eine durch die Kriegsumstände dramatisierte Liebesgeschichte, welche durch den Fotoromanstil Markers und den Schauplatz Paris besonders nahe geht. Paris ist während des dritten Weltkriegs radioaktiv verseucht worden, die Sieger leben dort in einem Untergrundcamp. Sie führen Zeitreise Experimente mit Gefangenen durch, um sich aus ihrer hoffnungslosen Lage befreien zu können. Die Gefangen überleben jedoch die durch schmerzhafte Injektionen verursachten Zeitreisen nicht, oder verfallen dem Wahnsinn. Der Hauptdasteller (Davos Hanich), der das nächste Versuchskaninchen der Wissenschaftler ist, wird von einer immer wiederkehrenden Kindheitserinnerung  heimgesucht: Er selbst als Kind auf dem Rollfeld des Pariser Flughafen Orly und  Sie (Helene Chatelain), mit diesem besonderen Blick.

 

 

Bêtes de mode – Die Bestien der Mode


22.10.08

Lynx, © Helmo

Lynx, © Helmo

Ich hatte früher ein Fotobuch mit Zootieren, die aus verschiedenen Blickwinkeln in rot und grün fotografiert waren. Wenn man eine Brille aufsetzte, die jeweils ein rotes und ein grünes Glas hatte, konnte man diese Tiere in 3D sehen. Toll! Ähnlich funktioniert das Prinzip dieser Installation des Grafiker-Duos Helmo, die 2006 in den Galeries Lafayette in Paris zu sehen war, allerdings ohne Brille und infinitely more stylish. Einfach besehen sind hier jeweils in den Farben rot und blau (die Farben Frankreichs und die Erkennungszeichen des Kaufhauses) das Porträt eines Models und das eines Tieres übereinandergelegt. Betrachtet man das Bild aus verschiedenen Blickwinkeln, wie dies beim Vorbeigehen an einem Schaufenster am Boulevard Hausmann geschah, sah man durch verschiedenfarbig aufgeklebte Folien direkt auf dem Fenster abwechselnd das Tier und den Menschen. Das Video dazu gibt’s hier «Bestie» ist vielleicht eine zu reißerische Übersetzung für diese Fotoserie. Zu schnell weckt es die Assoziation des Tier im Menschen, da ist diese kommerzielle Arbeit dann doch etwas raffinierter. Die Installation ist eine clevere Umsetzung des Auftrages, Aufmerksamkeit durch optische Abweichung zu erzeugen, aber auch gleichzeitig mit der Gegenüberstellung von Natur und Mode eine Tiefe zu erzeugen. Helmo ging 2007 aus dem Kollektiv La Bonne Merveille hervor und setzt sich aus Thomas Couderc und Clément Vauchez zusammen. Als Grafiker entwerfen sie vorrangig Plakate, Bücher und Typographie. Und manchmal, wie hier, wagen sie sich in das Feld der Mode vor. In Deutschland kann man die gestalterische Arbeit der beiden auf den Plakaten für die jazzdor 2008, ein deutsch-französisches Jazzfestival, bewundern, das in Berlin vom 30.09.08 bis 04.10.08 stattfand.

 

Ein Schrei nach Fashion


08.10.08

Jean Paul und Sonny Groo von L'Officiel NL

Jean Paul und Sonny Groo von L’Officiel NL

Paris Fashion Week: In einer schwarzen Rauchwolke erscheinen diese beiden plötzlich inmitten des bunten Treibens, als der Rauch sich verzogen hat, fassen sich etliche Modeblogger ans Herz und schicken einen dankenden Blick zum Himmel. Die Kameras blitzen und die beiden stehen da, regungslos. Selbstverständlich führen sie eine Strichliste…Für wie viele Fashion und Style Blogs wurde ich heute wieder fotografiert?!

Diese beiden hier sind Fashion, die zwei Stylisten der niederländischen L’Officiel leben, atmen und schwitzen Fashion. Die große Kunst sich individuell zu kleiden beherrschen sie spielend- irgendwo zwischen Grace Jones, Blade, Gareth Pugh und dem Spiel mit den Geschlechtern haben sie ihren Platz gefunden.

Via: Pudri

 

re:view PRÊT À PORTER PARIS – Head In The Clouds


06.10.08

Die Pariser Modewoche wurde von einem Engländer eröffnet, einer der mit seinen Entwürfen zu den meist beachteten Designern im momentanen Modezirkus zählt – Gareth Pugh. Die Vorderseite in Weiß, die Rückseite komplett in Schwarz, Kragen und ‘Rüstungen’ die an das Goldene Zeitalter unter Elisabeth I. erinnerten.

Gareth Pugh

Gareth Pugh

Seine Kleider sind theatralische Kunstwerke, großartig konstruiert und alles andere als für die Straße gemacht. Vielleicht lieben ihn genau deshalb Stars wie Kylie Minoque oder die deutlich abstraktere Roisin Murphy. Pugh ist nicht der erste Absolvent des Central Saint Martins der an der Seine zum Star wird, er tritt in die Fußstapfen von John Galliano oder Alexander McQueen.

Alexander McQueen

Alexander McQueen

Auch diese beiden haben Aufsehen erregt und sind mittlerweile feste Größen und Impulsgeber. Gallianos Kollektion für Dior zeigte kurze Kleidchen mit schwingenden Röckchen, alles war sexy und leider viel zu kommerziell. Was er unter eigenem Namen zeigte ist ebenfalls nicht der Rede wert. Inspiriert von den Bärenfellmützen englischer Soldaten zeigte er Kombinationen in rot und schwarz, dazu ein paar Blumendrucke und lächerliche Perücken.  

 

SUPERDOME – between desolation and borderline kitsch


16.07.08

Darth Vader Army

Darth Vader Army

Angeregt von der schizophren anmutenden Nutzung des Superdome Stadiums in New Orleans, sowohl Herberge von Katrina Flüchtlingen als auch Stätte für Rolling Stones Konzerte, präsentiert das Palais de Tokyo in Paris eine gleichnamige Ausstellung.

SUPERDOME: a set of five solo exhibitions balancing between entertainment and desolation, pop culture and religion, minimalism and über-geekery

Zu sehen sind zum Beispiel ein auf dem Rüssel balancierender Elefant (by Daniel Firman), 300 Darth Vader Masken auf Stielen (by Fabien Giraud und Raphael Siboni) und eine Stickstoff-angetriebene Skulptur, welche Bierflaschen mit 600 km/h gegen eine Wand schießt (by Arcangelo Sassolino).

 

re:view Haute Couture de Paris AW 08


05.07.08

Tot gesagte leben länger – für kein Metier stimmt dies mehr als für die „Hohe Schneiderkunst”. Drei Tage Schauen heißt vor Augen geführt zu bekommen wie durch perfektes Handwerk wahre Kunst entsteht. Die dort zeigenden Häuser – 11 offizielle Mitglieder der Haute Couture und vier Nichtfranzösische – erfüllen strenge Auflagen und unterwerfen sich einem nicht gerade wirtschaftlichen Reglement, und trotzdem sind sie in jeder Saison die absoluten Glanzlichter.

„Solange ich lebe, wird die Haute Couture nicht sterben” so Mouna al Ayoub – eine der besten Kundinnen, sie sammelt die Kleider wie Moderne Kunst. Sie und die anderen „Süchtigen”, geschätzte 300 Damen weltweit, sorgen dafür das François Lesage Kunstwerke auf Kleider stickt oder André Lemarié für Chanel die berühmten Kamelien fertigt. Aber eigentlich geht es bei dem ganzen Aufwand gar nicht um den Verkauf (nur 1% vom Umsatz erzielen die einzelnen Marken mit Couture) sondern um den Werbeeffekt. Circa 1.500 Seiten Berichterstattung pro Saison entsprechen einem Werbeetat von etwa 15 Millionen Euro, diese unbezahlbare PR wiegt den Verlust der bis zu 3 Millionen Euro teuren Veranstaltungen mehrfach auf. Das Hauptgeschäft der Firmen sind Accessoires, vorallem Taschen machen einen Großteil am Umsatz. Doch mittlerweile scheint die Couture auch wieder finanziell an Boden zu gewinnen. Christian Lacroix konnte seinen Umsatz in den letzten zwei Jahren um vierzig Prozent steigern, Givenchy um dreißig.

Für den kommenden Winter wird es wieder viel zu schreiben geben – Krinolinen bei Gaultier, Galliano kehrt zu den Wurzel von Dior zurück und gerahmte Köpfe bei Chanel. Christian Dior erweckte nach dem zweiten Weltkrieg die Haute Couture wieder zum Leben. Seine Kleider trotzten der Nachkriegstristese Glanz ab. John Galliano hat sich die Form des legendären Modells ‘Bar’ zum Vorbild genommen, New Look-Allure durch an die Schoßjacke erinnernde Korsagen. Zu den Aufgaben von Frankreichs Première Dame gehört auch Botschafterin des Kulturgutes ‘Haute Couture’ zu sein, Galliano scheint Carla Bruni-Sarkozy mit seiner Kollektion bedacht zu haben. …

 

 

re:view Mode Masculine Paris


30.06.08

Vier Tage Männermode in Paris – viele Eindrücke und spannende Kollektionen. 44 Labels zeigten an vier Tagen Ideen für den Sommer 2009, als Location dienten Museen, Gärten und Werkstätten. Nun ist es Sache der Einkäufer zu bestimmen was es wirklich in die Läden schafft, und das Straßenbild prägen wird.

„Denn das Letzte, was meine Männermode sein soll, ist ein Kostüm.“, sagt Kris van Assche (verantwortlich für das gleichnamige Label und Chefdesigner bei Dior Homme) und kritisiert damit unterschwellig auch seinen Kollegen John Galliano. Wie unterschiedlich die Sichtweisen sein können wird hier besonders deutlich. Galliano, für das Damensegment bei Dior verantwortlich, geht mit seinem eigenem Label einen komplett anderen Weg. Während van Assche die Jugendkultur der vergangenen 20 Jahre einsetzt um den modernen Mann zu definieren, lässt Galliano keinen Zweifel an seiner blühenden Phantasie. „It was almost impossible to absorb the spectacle“ so Tim Blanks (men.style.com). Wobei man Galliano zugute halten muss, dass er weiß was er tut und am Ende in sich stimmige Looks herauskommen. Bei Number (N)ine hat Takahiro Miyashita selbiges versucht, und heraus kam Karneval.