Alberto Seveso – Tinte im Goldfischglas


12.03.10

Wenn Wasser und Farbe sich zum molekularen Zusammenspiel in einem Wasserbehälter treffen, entstehen dabei manchmal solche versunkenen Luftschlösser, wie bei Alberto Seveso. Zugegeben der Trick ist alt, trotzdem fließt die Farbe beim italienischen Künstler besonders gekonnt zu anschmiegsamen Artungen der Unterwassergewächse.

Hier ein kleiner Einblick in frühere Arbeiten – erstaunlich vielseitig.

beginbeing

 

Alice in Potholes – Oder wie man Spaghetti aus Schlaglöchern isst


11.03.10

Potholes oder in Deutsch Schlaglöcher oder in Fachdeutsch (Frost)ausbrüche, sind bei Zwei -und Vierradfahrern äußerst unbeliebte Vertreter der Straßenschäden. Für Claudia Ficca und Davide Luciano aus Montreal sind sie Inspirationsquelle für ihre fortlaufende Fotoserie mypotholes die sie in L.A., N.Y.C. und Montreal schießen. Während in New York Spaghetti mit Fleichbällchen direkt aus dem Schlagloch gefuttert werden, rettet eine Baywatch-Nixe in L.A. Ertrinkende. Alice gelangt direkt von der 30. Straße ins Wunderland. Die Kanadier finden für ihre Serie immer auch Motive und Szenarien, welche die Stadt charakterisieren. Die Ironie, die aus überflüssigen Asphaltschäden, plötzlich nützliche Gefässe für Nahrung, Fußbäder oder die Feinwäsche macht, rundet diese, mir bisher unbekannte, Variante der Streetart ab.

formatmag

 

Jan Banning – Portraits von Bürokraten


03.03.10

Für alle missgestimmten Menschen, die viel zu lange bei Behörden und Ämtern gewartet, in Schlangen gestanden, brav Nummern gezogen und sich bis heute gefragt haben, ob es in anderen Ländern auch so sorgfältig spießbürgerlich zugeht, hier ein kleiner Eindruck von internationalen Drehpunkten des Verwaltungswesens, festgehalten von Jan Banning. Der Niederländer begab sich auf eine lange Reise, um Bürokraten aus China, Jemen, USA, Indien, Liberia, Russland, Frankreich und Bolivien aufzuspüren und die dezenten bis drastischen Differenzen, die sich, hinter dem immer wiederkehrenden Interieur aus einer Platte und vier Beinen, in öffentlichen Zentren der Bürokratie auftun, einzufangen. Zurück kam er mit einem Buch, das in 50 Fotografien ,,Bureaucratics – around the world”, vermerkt mit Name, Alter, Beruf und Gehalt, zeigt. Seine Bilder sind wie fotografische Studien, Studien über verschiedene Kulturen, Gewohnheiten und Länder, aber auch Portraits von Persönlichkeiten. Schreibtischgestaltung, Sitzhaltung, Gesichtsausdruck – alles gibt Aufschluss über Aufgaben, Funktionen, Charakter: vom einfachen Archivar bis hin zum leitenden Beamten. Das gleichbleibende, quadratische Format, immer aus der selben Perspektive fotografiert, zeigt den roten Faden aus Vorschriften und Verordnungen, der diese Bilder vereint. Hier ein paar Auszüge aus dem herausforderndem, dennoch humorvollem und irgendwie absurdem Werk – viel Spaß beim Länder zuordnen.

Thee Blog

 

Invasion der kosmischen Kieselsteine


24.02.10

Christopher Colville betreibt professionelle Spurensuche. Dabei sucht er niemanden Bestimmtes, eigentlich sucht er nur die Spuren als solche. Er sucht nach dem Einfluss, der Manipulation, die Organismen und Objekte, Substanzen und Stoffe in ihrer Umgebung hinterlassen. Wie Sendung von einem anderen Stern, irgendwo zwischen Mars und Jupiter, wo kleine Autos zwischen Hügellandschaft und Kieselsteinen leben, wirken die Aufnahmen, die offiziell in der ,,Sonoran Desert“ bei Phoenix, Arizona entstanden sind – ich wäre skeptisch.

butdoesitfloat, colt+rane

 

Challenge the Ordinary – Installationskunst von Lina Jaros


08.02.10

Das sind nicht einfach nur schöne Fotos. Lina Jaros will uns herausfordern, stellt unsere Phantasie auf die Probe – oder vielmehr unser Schubladendenken. Mit einer klaren Vorstellung von Realität begegnen wir unserer alltäglichen Umgebung, bewerten alles nach dem Parameter Logik. Doch was passiert, wenn Gegenstände ihrer alltäglichen Umgebung entlaufen, wenn unsere visuellen Sinneseindrücke nicht mehr in Schubladen zu verstauen sind. Die schwedische Künstlerin will kategorisches Denken aufbrechen und lädt zur Neuinterpretation unserer Wahrnehmung ein, denn wer hat überhaupt gesagt, dass pinke Socken nicht an Bäumen wachsen?

Lina Jaros Arbeiten sind von Juni bis September 2010 in der Odenplan Subway Station in Stockholm ausgestellt.

We Looked Like Giants

 

Bloß keine Eitelkeit


06.02.10

Useful Photography ist eine Buchreihe, die sich mit den kleinen Mankos, den ungewollten Zufällen und der Normalität des Alltags beschäftigt. Angenehm unbefangen wirkt die manuelle Fotografie im Zeitalter der Fotoretusche. Hans Aarsman, Claudie de Cleen, Julian Germain, Erik Kessels und Hans van der Meer sagen Ja zu Schönheitsfehlern und geben damit dem Zufall eine Chance.

Gosee

 

Tiefgekühlt!


04.02.10

Attila Hartwig hat Designerkleidung fotografiert – tiefgefroren. Was aussieht, wie eine gestrickte Qualle, ist tatsächlich ein filigranes Kleid von Jil Sander. Die Kreationen aus vereisten Fasern bilden lebendige Skulpturen. Im Zusammenhang mit der aktuellen Eiszeit vielleicht ein Anblick, an den man sich gewöhnen sollte.


© SüddeutscheZeitungMagazin

In Skandinavien ist eingefrorene Kleidung schon länger bekannt. Die finnische Künstlerin Riitta Päiväläinen arbeitet in ihren Bildern mit dem Zusammenspiel aus Kleidung und Landschaft als Gesamtkomposition.

SZ-Magazin, Helsinkischool

 

Photo Retouching by Waldo Lee


01.02.10

Der Franzose Waldo Lee gehört auch zu diesen Photoshop Akrobaten die einen mit ihren Tricks in Staunen versetzen. Mit dieser Arbeit hier gelingt das sehr gut, Vieles in der Galerie ist mir allerdings ein retouch to much.

Design You Trust

 

Looking Into the Past – Superimposed Photography


31.01.10

Genauso wie in dem Bild zum Beitrag vom Donnerstag, über Liu Wei auf der transmediale.1o, überlagern hier alte Fotos die heutige Szenerie. Die Fotos sind das Ergebnis eines gemeinsamen Projekts dieser Flickr Gruppe

TBR

 

Me & Me – TerrysDiary


22.01.10

Von oben: 1. Terry R. und der gemutmaßte Grund für 2. 2. Couch „same one as Freuds“ 3. seine Therapeutin 4. meine Lieblingsblumen 5. meine Lieblingsschuhe 6. mein Hintern 7. Mutti 8. little R. 9. Big Hair Alert.

Disclaimer: Ähnlichkeiten zu sind unübersehbar und völlig beabsichtigt!

Trendland & TerrysDiary

 

The Heartbeat and other Banalities of Daily Life


19.01.10

Seine Farbfotos aus gewöhnlichen Artefakten und Szenen des täglichen Lebens, ordnet Kevin Van Aelst in verschiedene Formen, Muster und Abbildungen an. Die Bilder sollen die Distanz zwischen dem “big picture” und den “kleinen Dingen” im Leben verkürzen, die Banalitäten des täglichen Lebens und die darüber erhabenen Vorstellungen von Identität und Existenz prüfen. Obwohl die Darstellungen von Informationen – wie ein EKG, Fingerabdrücke, genetische Informationen oder anatomische Modelle – unkonventionell sind, entsprechen sie doch der Wahrheit und sind ebenso gültig wie die traditionellen Darstellungen. In seiner Arbeit geht es darum Ordnung zu schaffen, wo wir Chaos oder Zufall erwarten, sie sollen ein Hinweis darauf sein, dass die Kleinigkeiten um uns herum viel größere Ideen verbergen als wir ahnen.

Kevin Van Aelst ist Psychologe und Absolvent eines Master Kunststudiums. Er ist in New York aufgewachsen. Momentan lebt er in New Haven/Conneticut wo er Kunst auf Universitäts und -Highschoolebene unterrichtet. Seine Fotos illustrieren wöchentlich die New York Times Magazine-Kolumne  „The Medium“.

© Kevin Van Aelst

Sweet Station

 

Zu schön um wahr zu sein – Matthew Albaneses Strange Worlds


16.01.10


Matthew Albaneses Arbeiten umfassen den Bau von kleinen akribisch detaillierten Modellen mit verschiedenen Materialien und Gegenständen. Jeder Aspekt von der Konstruktion bis zur Beleuchtung des endgültigen Modells ist sorgfältig im Voraus geplant, so das es zuweilen bis zu zwei Monaten dauern kann bis ein Foto zustande kommt. Mit einer Mischung aus fotografischen Techniken, wie Schärfentiefe, Weißabgleich und Belichtung ist er in der Lage, das Aussehen der Miniaturmodelle drastisch zu verändern und sie wie monumentale Landschaften wirken zu lassen.
(Für die Bildbeschreibung mit dem Cursor über die Fotos fahren)

Behance

 

Beauty of the Day – Gillian Laub


08.01.10

Gillian Laub hat ein ansehnliches Portfolio, neben Porträts von Musikern, Schauspielern und Politikern, darunter Ariel Sharon, fotografierte sie auch für diesen Artikel in der NY Times, über eine Prom-Night, 2009 in Georgia, die gleich zweimal stattfand, einmal für die weißen Abgänger und am Abend darauf für die schwarzen.

 

Anteroom – Im Vorzimmer von James Nizam


07.01.10

Booooooom-Jeff hat eine sehr gute Entsprechung für die Arbeiten von James Nizam gefunden. Er vergleicht die Räume in verlassenen Häusern, an deren Wände James Nizam, Fotos von gepflegtem oder verwahrlostem Gelände projeziert, mit einer Camera Obscura, die auch ein auf dem Kopf stehendes Abbild der Wirklichkeit zeigt. Der Kanadier selbst, nennt seine Reihe „Anteroom“ und die Titel der Arbeiten geben lediglich das wieder, was sie darstellen z.B. „CAT in Room“, „Monsterhouse in Room“oder „Rhododendron in Room“.

BOOOOOOOM

 

Wer hat den Höchsten?


04.01.10

Aus Wikipedia:

Der Burj Dubai ist mit 828 Metern und 189 Stockwerken sowohl das höchste bis heute errichtete Gebäude als auch das höchste Bauwerk der Welt. Der Burj Dubai ist das Gebäude mit der höchsten genutzten Etage, hat das höchste Dach und die dritthöchste Aussichtsplattform. Außerdem überragt der Burj Dubai den Taipei 101 (509 m) als bisher höchstes Gebäude (Höhe der Gebäudestruktur), den Willis Tower (527 m) (ehemals: Sears Tower) als bisher absolut höchstes Gebäude (Höhe bis Antennenspitze) und den CN Tower (553 m) in Toronto als bisher höchstes nicht abgespanntes Bauwerk. Damit gehen die genannten Rekorde des höchsten Bauwerks zum ersten Mal seit Errichtung des Empire State Buildings 1931 wieder an ein einzelnes Gebäude. Der Burj Dubai ist zudem das erste welthöchste Gebäude der Menschheitsgeschichte, das auch zu Wohnzwecken genutzt wird.

Ich hab mal nachgezählt, in dem kurzen Absatz wird 12 mal das Wort hoch verwendet, meistens als Superlativ. Die Fotos sind von Semâ Bekirovic und ich finde sie passend.

Booooooom!