„Grund Sicherung“ – Designdiplom zum Thema Hartz IV


26.03.10

Der Anteil, der Empfänger von Arbeitslosengeld II in der deutschen Bevölkerung, beträgt im Januar 2010, 7,9 %. Allein in Berlin erhalten, mit einem Anteil von 16,7 %, momentan rund 570.000 Menschen Zuschüsse zum Lebensunterhalt, in Form von AlG II, Berlin hat rund 3,4 Millionen Einwohner. Die Debatten, Analysen und Studien schießen wie Pilze aus dem Boden. Das unbequeme und frustrierende Dauerthema beschäftigt Soziologen, Politiker, Gesellschaftskritiker – und Jakob Börner. Er hat dazu seine Diplomarbeit angefertigt, in Kommunikationsdesign.

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Die Portraits und Interieurs der Fotoserie „Grund Sicherung“ die der Hamburger fotografierte, zeigen Eltern, junge Menschen, gepflegte Fußböden, leuchtende Farben und ausschnitthaft festgehalten, offensichtlichen Mangel, zuweilen auch Stagnation. Die Kurzinterviews lassen Menschen vermuten, die so gar nicht in das Bild vom Hartz IV-Empfänger passen wollen, das gestützt durch Statistiken und Expertenkommentare, von Menschen entsteht, die auf staatliche Sicherung ihres Lebensunterhaltes angewiesen sind. Das hat einen Grund: die Serie ist nicht im statistischen Sinne repräsentativ, im Gegenteil sie ist subjektiv. Sie ist das Ergebnis einer intensiven Beschäftigung eines Einzelnen mit der Veranschaulichung eines Abstraktums, das derzeit wieder in ratloser Munde, Einigen hier zu Wort kommenden, nicht über die Lippen will, Hartz IV. Der Fotograf erklärt seine Intention selbst in einem Gespräch. Er hätte nicht das Fremde, das Ausgrenzende festhalten wollen, sondern das Bekannte, das Gewohnte, etwas mit dem er sich selbst identifizieren könne. Er hat es gesucht, in den Menschen die er fotografiert hat, in den Geschichten, die sie über sich erzählen, und in dem, was ein zerknautschtes Bettlaken, der geblümte Duschvorhang und die Videotapesammlung zu verraten vermögen.

Aus der anfänglich geplanten Reportage über das Leben mit Hartz lV und Armut im weitesten Sinne, wurde eine Serie, Fotos und Interviews beinhaltend, die bereits in einer Printausgabe der Zeit erschien und noch bis kommenden Freitag in einer Ausstellung in Hamburg zu sehen, ist. In unserem Gespräch, hat mir Jakob Börner einige Hintergrundinformationen über den Entstehungsprozess dieser Fotos gegeben. Er erzählte vom Vermieter des Wohnhauses, in dem er zuerst die Möglichkeit hatte zu fotografieren, bevor er anfing bei Ämtern, Notunterkünften und Essenausgabestellen, Menschen anzusprechen. Die dürftigen Einzimmer-Appartments dieses Wohnhauses sind fast ausschließlich von Hartz lV-Empfängern bewohnt. Die Miete der Räume hat der Mann exakt an den zulässigen Miethöchstsatz angepasst. Er erzählte auch von einer, auf dem Foto, noch jung wirkenden Frau, Mieterin in diesem Haus, die mittlerweile verstorben sei, vermutlich an den Umständen ihres Lebenswandels. Von den meisten Beteiligten erfuhr Jakob Börner, das sie mittlerweile nicht mehr auf Hilfe durch Arbeitslosengeld II angewiesen sind. Die komplette Serie, bestehend aus Portraits, Interieurs und Interviews ist auf seiner Internetseite unter basic care zu sehen. Jakob Börners schriftliche Erläuterungen stehen im Folgenden in Auszügen unter den Fotos.

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

„Zu dem Thema kam ich, als ich von einer Zeitschrift die Aufgabe bekam eine Fotoreportage zum Thema Hartz IV, Armut und Obdachlosigkeit anzufertigen. Ich begann mit einer klassischen Reportage. Das heißt, ich habe die Einrichtungen aufgesucht, die sich mit der Versorgung von Armen Menschen befassen, wie Obdachlosenheime, Essenausgabestellen oder die Busse die herumfahren und Essen an die Menschen verteilen aber auch die Orte an denen Obdachlose schlafen.“

„Wie bei allen Themen ist es für mich als Fotograf schwierig, mich zu überwinden um den Kontakt zu den Personen herzustellen. Ich fing die Serie in einem Wohnhaus an, in dem hauptsächlich Hartz IV Empfänger lebten. Da es dann meist typisch war, dass man sich erstmal unterhält, kam nach einiger Zeit die Idee, das Projekt zu erweitern und zuerst den besuchten Personen ein paar Fragen zu ihrer Meinung zu Hartz IV zu stellen und dann darauf folgend ein Portrait aufzunehmen. Die Interviews sind dabei sehr wichtig, da durch die Sprache der Personen ein noch persönlicherer Eindruck von der entsprechenden Person vermittelt werden kann, als es das Foto tut. Denn dort gibt es oft ja auch gar nichts besonderes zu sehen. Personen, die in ihren Wohnungen sitzen. Menschen, die auch alles andere machen könnten, bei denen man oft nicht darauf kommen würde, dass sie Hartz IV empfangen.“

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

„So richtig habe ich nie Reportagefotografie betrieben. Ich fand es auch eher lästig, wenn ich in kurzer Zeit eine Reportage zu einem Thema anfertigte. Dies auch deshalb, da es schwierig ist in der Kürze der Zeit eine gute Reportage aufzunehmen. Reportagebfotos sollen von Geschehnissen berichten. Inhaltlich, lassen mich diese Bilder oft kalt, meist, weil sich ihre wohl komponierte Ästhetik wiederholt und abnutzt, zum anderen, da diese Fotografie zwar vielleicht schlimme Ereignisse zeigt, letztlich aber Außergewöhnliches, Ereignisse die fern von mir geschehen die mich nicht persönlich betreffen, die ich auch nicht mit eigner Erfahrung verknüpfen kann. Aber auch in mir fremden Dingen, lässt sich etwas finden, mit dem ich etwas anfangen kann, was mich und auch andere Unbeteiligte betrifft.“

„Jüngere Menschen aufzunehmen, war eine Möglichkeit die Gruppen von Personen einzuschränken. Da ich selber jünger bin, wählte ich Personen meines Alters. Dabei ging es mir wiederum um eine unterschiedliche Mischung. Diejenigen, die von Hartz IV voraussichtlich nur kurze Zeit betroffen sind sollten genauso gezeigt werden, wie Langzeitarbeitslose. Oft gab es bei meinen Besuchen bei den unterschiedlichen Personen Details, die ich interessant fand, auch, da sie einfach die vorgefundene Situation auf den Punkt brachten.“

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

„Die Bedeutung der Interieurs liegt für mich eher bei dem was der Betrachter beim Ansehen der Bilder denkt oder spürt. Die Bilder entstanden meist intuitiv. Es geht es nicht um die sachliche Berichterstattung eines Reportagefotografen. Es geht um ein Puzzle aus vielen unterschiedlichen Personen, die hinter den Bildern stecken. Die Fotos sind vielmehr eine Zustandsbeschreibung der Lebensumstände.“

Alle Fotos:  © Jakob Börner

Zahlen von statista.de

Reaktion auf den Gastkommentar in der FAZ von Gunnar Heinsohn, Soziologe, Demograf, Ökonom und Autor (hier als Expertenkommentar bezeichnet)

Die Ausstellung Fotodiplome mit den Arbeiten von Jakob Börner läuft noch bis zum 02.04.2010 im Hamburger Gängeviertel, Valentinskamp 39, 20355 Hamburg

Der Freitag hats getwittert

 

Marilynized Monsters – Jesse Lenz’ unfreiwillige Verharmlosung


12.01.10

Jesse Lenz bestückt Ex-Diktatoren von ultralinks bis ultrarechts, Phantasiemonster und andere Geißeln der Menschheit, mit warholschen Marilyn-Monroe-Attributen. Er legt amerikanischen Politikern der Gegenwart das gleiche Make-up an wie ihren Ehefrauen und Erzfeinden. Er schmeisst alle in einen Topf. Denn, auf alle diese Monster wendet er eine These an, die Lüge der gesellschaftlichen und medialen Popularisierung, die aus Mördern Kultfiguren mache. Als Audrucksmittel bedient er die prägnanten Erkennungsmerkmale, des zur Ikone der Pop-Art-Bewegung gewordenen Siebdruckgemäldes von Andy Warhol, seinerzeit kritisch brisant, heute in den Mainstream verbannt. Es würde genau das repräsentieren, was er an der popkulturellen Etablierung von Massenmördern so scharf kritisiert, eine grelle, Glück und Party-Nonstop suggerierende Maske, die dunklsten Abgründe deckelnd.

Meiner Meinung nach, macht er einen Fehler, er gibt nicht die tatsächlichen Ziele seiner Kritik, also Medien und einen undifferenziert konsumierenden Teil der Gesellschaft, der Lächerlichkeit preis, sondern diejenigen, die bewusst und unbewusst popularisiert werden, die Bösewichte der Weltgeschichte. Zumal sich schon jeder Dritte über die, dem Konzept sehr ähnlichen, Yearbook yourself Anwendung zum Deppen der vergangenen Jahrzehnte gemacht hat. Meine These: Lächerlichkeit verharmlost! Schwammig wird es, wenn man sich nicht mehr traut, beispielsweise Grausamkeit mit einer adäquaten Entsprechung visuell aufzuzeigen, und damit einen wahrgenommenen fehlgeleiteten Personenkult zu hinterfragen, vielleicht weil man Angst hat ein Gähnen zu provozieren, oder nicht angestrengt agitatorisch wirken möchte. Auch wenn Lenz mit seiner Interpretation des Warhol Gemäldes, dem er eine, wie er sagt, weitgehend unbekannt gebliebene Medienkritik zuspricht, eine Verurteilung der Verklärung und Ikonisierung dieser Personen anstrebt, popularisiert er sie eigenhändig, in dem er ihren Lach- und Tragewert als T-Shirt erhöht. Da beisst sich die Katze in den Schwanz und seine lange, meinetwegen auch gut hergeleitete Erklärung, liest der ein oder andere vielleicht gar nicht. Visuelle Kommunikation muss selbsterklärend sein, gutgemacht bedarf sie keiner verbalen Decodierung mehr. Von mir gibt es an dieser Stelle nur den erhobenen Zeigefinger. Zu den besprochenen Inhalten geht es über den Link oben.

yeeknew.com

 

Sticken für den Widerstand


10.09.09

Der Kreuzstich — radikal biederes Inventar eines jeden trauten Heims von Anno Dazumal. Meine heutige Entdeckung verbindet tatsächlich
revolutionäre Attitüde mit Sofakissen-Chic. Aus stetem Anlass hat es die Überwachungskamera in slickem Silberfaden in den Blog geschafft.
Spreeblick liefert heute den passenden Stoff dazu.

 

Justine and the Presidents


08.04.09

“The presidency itself is a seemingly immortal and impenetrable institution; by inserting myself in its timeline, I attempt to locate something intimate and mortal.” – Justine Lai

© Justine Lai

© Justine Lai

In ‘Join or Die’ malt sich Justine Lai beim Sex mit amerikanischen Präsidenten der Vergangenheit. Mit der Veröffentlichung dieser durchaus kontroversen Ölgemälde bezweckt Justine die Humanisierung und Demythologisierung des großen, mächtigen Präsidenten und zeigt ihn, den Mann, als Privatperson, als Menschen, der er oft nicht zu sein scheint. In den USA könnte es durchaus zu Aufruhr kommen, wenn Justine die noch lebenden ehemaligen Präsidenten beim Geschlechtsverkehr mit ihr darstellt. Sie selbst sagt:

“I use this intimacy to subvert authority, but it demands that I make myself vulnerable along with the Presidents. A power lies in rendering these patriarchal figures the possible object of shame, ridicule and desire, but it is a power that is constantly negotiated.

I approach the spectacle of sex and politics with a certain playfulness. It would be easy to let the images slide into territory that’s strictly pornographic—the lurid and hardcore, the predictably “controversial.” One could also imagine a series preoccupied with wearing its “Fuck the Man” symbolism on its sleeve. But I wish to move beyond these things and make something playful and tender and maybe a little ambiguous, but exuberantly so. This, I feel, is the most humanizing act I can do.” – Justine Lai

Die junge Amerikanerin lebt und arbeitet in San Francisco und hat Kunst an der renommierten Stanford University studiert.

Via Colectiva

 

Read between the lines


17.11.08

“The idea is to bring across a concept that the magazine offers profound journalism about topics of real importance to the world of today.”

- Icaro Doria, Creator für FCB Publicidade

Via Noquedanblogs

Die Werbeargentur FCB Publicidade kreierte diese Posterkampagne für das portugisische Magazin Grande Reportagem. Schnell wird klar, dass dies nicht als konventionelle Kampagne zu verstehen ist. Das Ziel war und ist es ein politisches Statement zu setzten, Aufmerksamkeit weit hinter allen konsumorientierten Rahmen zu erregen. Die Daten entnahmen die jungen Macher dieser Poster, mit dem einegehenden Namen “Meet the World”, den offiziellen Webseiten der UNO und Amnesty International.

 

Wassup Obama


03.11.08

Wer den legendären Budweiser Werbespot mit den “Wassup-Boys” nicht kennt, dem fehlt wohl ein Stück amerikanische Kulturgeschichte. Acht Jahre nach dem Erscheinen des originalen Clips wurde nun eine neue, aktuelle Version gedreht. 2008 dreht sich die Message weniger um Bier, aber dafür um einem Haufen neuer Probleme.

True.

Via Hypebeast

 

Präsidentschaftskandidaten wo das Auge hinsieht


20.10.08

Obama im weißen Haus...bald Realität?

Obama im weißen Haus…bald Realität?

Die US Wahlen rücken immer näher. And it’s getting pretty crazy…! Mal überlegen … Angela Merkel Graffiti, Gerhard Schröder Actionfiguren und Helmut Kohl als Comicheld. Die USA wird von einer Flut Obama “Souvenirs” überschwemmt, so wie’s aussieht sind die Anhänger der Demokraten einfach kreativer. Aber Barack macht schon einen guten Posterboy.

Via: San Francisco Art & Design Lover

 

Sarah Palin for Kathimerini Magazine


15.10.08

© Sarah Palin for Kathimerini Magazine

© Sarah Palin for Kathimerini Magazine

Sarah, Mäuschen übertreibs nicht. Wir wissen, du liebst deine Heimat, deine Homebase. Aber wenn du allen Ernstes die amerikanische Flagge zum Dresscode deklarierst, dann rollen sich uns die Fußnägel hoch. Wahlkampf hin, Wahlkampf her, ist wirklich alles gut bei dir?

Sarah Louise Heath Palin, geboren am 11. Februar 1964 in Sandpoint, Idaho, ist eine Politikerin in den Vereinigten Staaten und Mitglied der Republikanischen Partei. Seit dem 4. Dezember 2006 ist sie als erste Frau Gouverneurin des US-Bundesstaates Alaska. Am 29. August 2008 wurde sie vom republikanischen Präsidentschaftskandidaten John McCain als Kandidatin für die Vizepräsidentschaft vorgeschlagen.

via: Instablogs

 

Heavy Metal in Baghdad


02.10.08

In Baghdad gehen Bomben hoch, Baghdad ist laut, Baghdad ist aggressiv, Baghdad ist Anarchie. Eddi Moretti und Suroosh Alvi von VBS.TV/Vice Films begleiteten Acrassicauda, die einzige Heavy Metal Band im Irak, drei Jahre lang bei ihrem persönlichen Kampf für Meinungsfreiheit, künstelrische Entfaltung und für die Musik. Heavy Metal in Baghdad dokumentiert auf so realistische Art und Weise das dramatische Leben dieser jungen Band, dass einem sogar beim headbanging das Herz aufgeht.

If I didn’t play guitar as hard as I can, I’m going to kill someone!

Das Screening in Deutschland fand am 29.09. im Kino Babylon in Berlin statt und wurde von Presse und Vice Freunden bejubelt.

Heavy Metal rules!

 

Barack Obama sketch by David Choe


08.09.08

© David Choe

© David Choe

Selten befand sich in den Reihen der Demokraten ein solch charismatischer Präsidentschaftskandidat wie Barack Obama, aufgrund seines Alters und seiner Vitalität wird häufig der Vergleich zu John F. Kennedy gezogen. Upper Playground bekennt sich offen zum Demokraten und veröffentlicht Kunstwerke und Publikationen rund um seine Person. Diese fulminante Darstellung des ersten afro-amerikanischen Präsidentschaftskandidaten geht auf das Konto des vielseitigen Künstlers David Choe. Insgesamt 200 durchnummerierte Exemplare dieses Motives sind im Onlineshop von Upper Playground erhältlich.

Via: Highsnobiety

 

Daily Life in Belarus


25.08.08

Wer bist du, Belarus? Das fragte sich der Boston Globe und veröffentlichte auf seiner Website eine Fotostrecke, die zwar keine Antwort  geben kann, aber Einblicke. Belarus, im deutschen Sprachraum Weißrussland und im Ex-DDR-Sprachgebrauch Belorußland genannt, liegt im Herzen Osteuropas. Es grenzt an Polen, die Ukraine, Russland, Lettland und Litauen und wird von einem Mann regiert, der sich – diplomatisch gesagt –  mit unlauteren Methoden seit 14 Jahren an der Macht hält. Sein Name:  Alexandr Grigorjewitsch Lukaschenko. Der hat 2004 mal eben die Verfassung zu seinen Wiederwahl-Gunsten ändern lassen und sitzt bis 2011 gemütlich in Minsk, der Hauptstadt seiner Republik. Belarus aka Weißrussland ist aber weit mehr als sein kontroverses Staatsoberhaupt.  Es ist ein Land, das 10 Millionen Köpfe zählt, 10 Millionen Geschichten erzählen kann. Boston.com hat sich 19 Geschichten rausgesucht. 19 aus 10.000.000.  

 

Typography and Nationalism


02.07.08

John von Social Design Notes schreibt:

“An article I wrote on typography and nationalism [...] This is an idea I’ve had simmering for a couple of years, so it’s nice to finally see it in public. In the end, I only had 1,300 words to use so there’s some interesting material I had to cut. (One could write a dissertation on the subject.) But I think the arc of it comes across.”

Stimmt! Den kompletten Artikel gibt es hier: “The Law of the Letter”

 

Gay Marriages Now Legal in California


28.06.08

Der 16. Juni 2008 wurde zu einem der denkwürdigsten Tage in der amerikanischen Geschichte im ermüdenden Kampf für Gleichberechtigung.

Der Oberste Gerichtshof Kaliforniens hob die Verweigerung auf, gleichgeschlechtlichen Partnern den Ehestatus anzuerkennen. Die Ehe wurde gemäß des California Family Code, Section 308.5 nur rechtlich, wenn sie zwischen Mann und Frau geschlossen wurde. Es war bereits möglich eine Lebenspartnerschaft, Domestic Partnership, eintragen zu lassen, die rechtlich der Ehe gleichgestellt war. Eine offizielle Ehe war dies jedoch nicht.

APTOPIX Gay Marriage

APTOPIX Gay Marriage

Endlich wird „the right to marry” auch auf homosexuelle Partner übertragen. Der oberste Richter des Staates Kalifornien Ronald M. George erklärt, dass jegliche Bestimmungen, welche Individuen auf Grund ihrer sexuellen Orientierung diskriminieren, von nun an aus dem kalifornischen Grundgesetzt verschwinden. Dies soll, so George, mit derselben Härte passieren, mit der bereits Rassen- und Geschlechterdiskriminierung als verfassungswidrig erklärt wurden und macht den Palmenstaat somit zum ersten Bundesland in den gesamten USA mit solch bindenden und strikten Gesetzesbestimmungen. Lediglich das östliche Massachusetts verabschiedete ein ähnliches Gesetzt und formt in diesem Zusammenhang mit Kalifornien die tollerante Minderheit im konservativen Amerika.