Patrice & JR


12.08.10

Patrice lieh dem Nina Simon Song Ain’t got no (I got Life) seine Stimme und der Fotokünstler JR bescherte dem dazugehörigen Video – mit den, für seine Arbeiten charakteristischen, Foto-Objekt-Montagen – einigen Wiedererkennungswert.

Booooooom!

 

This entry is part 1 of 1 in the series Kanye West

 

Tumblingerstraße – Miniatur über Graffities in München


10.08.10

Abschlussarbeit von Schülern der Designschule München mit Musik von Mr. Polaroid.

facebook

 

Facebook – Endlich Freiheit für deine Daten


23.07.10

Für den Satire-Klassiker Extra3 hat Alexander Lehmann einen Animationsfilm gemacht, der, mit lustigstem Sprecher veredelt, in die Rolle von Facebook schlüpft und beissend-harmlos, die emsigen Bemühungen des Sozialnetz-Magnaten, mit Hilfe von Nutzerinformationen und immer verwirrenderen Privatsphäreneinstellungen, die persönliche Konsumfreiheit von Netzwerkangehörigen zu verteidigen, beteuert.

 

Lesertip: Miss Web


15.07.10

Teil zwei der Faltperformance

 

Lesertip: Mister Web


14.07.10

Danke an Katharina alias DorettaD die mich per Twitter mit Videonachschub versorgt hat, inklusive Fortsetzung.

 

Julien Vallée für OFFF 2010


08.07.10

Julien Vallée, berühmt berüchtigt für jede Menge Schreibtischchaos und anderen grafischen Schabernack, hat für das OFFF 2010 eine animierte Sponsorenpräsentation entwickelt, die einfach sehenswert ist.

iGNANT

 

Ink – Meditation im Wasserglas


29.06.10

Kein Sturm im Wasserglas sondern acht Minuten Langeweile zu Fahrstuhlmusik von Fila Brazillia. Ich finde nach wie vor, in Sachen Tinte ist das hier ungeschlagen.

Video: Brainflakes
Titel: Subtle Body von Fila Brazillia

Monsieur Bandit

 

Cardboard Mechanics Installation


17.06.10

Auch ohne Stop-Motion-Animation ist diese Pappinstallation von vier Studenten der Utrechter Hochschule für Kunst und Technologie sehr ansehnlich.

 

Black Rain – Sonnenwind auf der Milchstrasse


14.06.10

Letztes Jahr hat die Royal Academy den Film in der Ausstellung „Erde” in London gezeigt. Er heißt Black Rain und ist von Semiconductor (Ruth Jarman und Joe Gerhardt). Black Rain besteht aus Bildern der Solar-Mission STEREO. Hier sieht man visuelle Daten des HI (Heliospheric Imager) wie sie im interplanetaren Raum Sonnenwind und CME’s (koronale Ausbrüche) aufnehmen, die in Richtung Erde unterwegs sind. Das Video verfolgt die Reise der Twin-Satelliten von ihrem ursprünglichen Standpunkt auf der Erdlaufbahn um die Sonne. Wie in der früheren Arbeit von Semiconductor „Brilliant Noise”, wird wieder mit wissenschaftlichen Satelliten-Rohdaten gearbeitet, die weder gereinigt noch für den öffentlichen Gebrauch aufbereitet, verarbeitet werden.
 

A Perfect Match – iPad & Velcro


11.06.10

Eigentlich handelt es sich hier nicht um einen Werbespot sondern um eine Anleitung wie doppelseitiges Klettklebeband und mobiles Multimediagerät zu einem unschlagbaren Team verschmelzen können. Jesse Rosten betont trotzdem das es sich hier um theoretische Möglichkeiten handelt, in der Praxis zu wenig erprobt um  ihr Gelingen oder die Unversehrtheit des Gerätes zu garantieren.

GIZMODO

 

MakeMake Studio für My Robot Friend – Waiting


07.06.10

Grundlage für das Stop Motion-Video für My Robots Friend sind lediglich Papier und Bleistift. Als MakeMake Studio mit Sitz in London bringen die Designer Chris Tozer und Liam Stevens Illustrationen und Grafiken sehr ansehnlich in Bewegung.

FormFiftyFive

 

Piano, piano


05.06.10

Für alle ohne Pianoforte im Eigenheim, aber mit viel musikalischem Talent und Passion für Chopin oder Céline Dion, hier ein interaktives Trostpflaster von Kokokaka. Für die ersten Harmonieversuche per Ein-Finger Suchtechnik auf jeden Fall ein netter Zeitvertreib, jedoch nichts für professionelle High-End Dreiklangspieler und Fans spektakulärer Tastenläufe oder pathetischer Pedaleinsätze. Ich habe heute morgen schon Alle meine Entchen geübt und empfehle, bevor man in die Tasten haut, das Video erst vollständig laden zu lassen, sonst klingt´s staccato.

today and tomorrow

 

1000 mal kopiert – ein Youtube-Experiment


02.06.10

Patrick, Musik- und Videokünstler  aus Chicago, hat mit seinem Experiment „Sitting in a Room“ die Veränderungen eines digitalisierten Objektes demonstriert, die es erfährt wenn man es wieder und wieder kopiert. Dazu hat er ein kurzes Video 1000 mal bei Youtube hochgeladen, gerippt und wieder hochgeladen. Die den digitalen Darstellungsformen Youtube und mp4 inharenten digitalen Schlacken in Form von Video- und Audiorauschen, häufen sich von Kopie zu Kopie, sie überzeichnen und übertönen das Original bis zur Unkenntlichkeit. Bereits nach wenigen Wiederholungen des Kopiervorgangs, setzt der Kopiereffekt ein.

Patrick:

I started this project exactly 1 year ago, almost to the hour. The final version is a lot different than I thought it would be, I was expecting a lot more digital video noise, and a lot less digital audio noise. Let this be a lesson, though, always be careful how you convert your digital media!

An homage to the great Alvin Lucier, this piece explores the ‘photocopy effect’, where upon repeated copies the object begin to accumulate the idiosyncrasies of the medium doing the copying. Full words: I am sitting in a room different from the one you are in now. I am recording the sound of my speaking voice as well as the image of myself, and I am going to upload it to YouTube, rip it from YouTube, and upload it again and again, until the original characteristics of both my voice and my image are destroyed. What you will see and hear, then, are the artifacts inherent in the video codec of both YouTube and the mp4 format I convert it to on my computer. I regard this activity not so much as a demonstration of a digital fact, but more as a way to eliminate all human qualities my speech and image might have.

Twitter

 

KesselsKramer – Schlimmer geht‘s immer


30.05.10


Es gab etliche lustige Momente auf der TYPO Berlin aber die Präsentation der KesselsKramer-Kampagne für das Hans Brinker Budget Hotel, während des Vortrags von Erik Kessels, hat in Punkto Lachpotential alles andere in den Schatten gestellt. Das Backpacker-Paradies in Amsterdam hat im Laufe der 15 Jahre, in denen KK für die Kommunikationsstrategie des Hotels verantwortlich war, ungeahnte Kompatibilität für Werbetrends bewiesen. Man gab sich designaffin und umweltbewusst, machte bei Vorher-Nachher-Aktionen mit und scheute auch nicht den Vergleich mit der Konkurrenz, schaute vor die eigene Haustür und gab Gästen gern den fleißigen Zimmerservice für daheim mit auf den Nachhauseweg. Und wer jetzt denkt schlimmer gehts nicht, kennt noch nicht den exklusiven Weckruf und die Ausstattung im Sanitärbereich. Während seiner Ausführungen hat Kessels betont, das die wirklichen Zustände im Brinker genauso wären wie abgebildet, sehr beruhigend. Mit der simplen Strategie, unbequeme Tatsachen zu betonen und zu steigern, haben KesselsKramer das Flodder-Image des Brinker Hotels optimal genutzt und daraus ein Kultobjekt gemacht. Mittlerweile gibt es sogar ein Buch über die Langzeitkampagne es heisst, wen wunderts: The Worst.

 

Uta und Thilo von Debschitz – Fritz Kahn „Man Machine“


29.05.10

Als ich im November 2009 der Animation des Fritz Kahn Plakats Der Mensch als Industriepalast von Henning Lederer einen Beitrag widmete, hatte der Wissenschaftler, Visionär und geistige Vater dieses Plakates noch nicht einmal einen Wikipediaeintrag, das hat mich damals erstaunt, denn der Mann hat Einiges geleistet. Er war Ideengeber der Mensch-Machine-Metapher, die humanbiologische Fakten, Körperfunktionen und -prozesse in einer Weise erklärt und illustriert, die den Menschen in der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts am vertrautesten war, mit industriellen Abläufen, mit Maschinen, mit Arbeit.

Er selbst, obwohl Schöpfer dieses starken Bildes vom Menschen als „leistungsfähigste Maschine der Welt“, von dem zahlreiche, interpretierende und nachahmende Werke aus den Bereichen Medizin, Information, Film und Werbung existieren, ist trotz des Einflusses den er auf die Informationsgrafik in der Humanbiologie hatte und seiner zu Lebzeiten großen Beliebtheit als wissenschaftlicher Autor, in Vergessenheit geraten.

Das unscheinbare Schienbein ist in der Lage, mehr als ein Dutzend erwachsene Männer zu tragen

Die Geschwister Uta und Thilo von Debschitz, sie Architektin und Kulturjournalistin, er ein Designer, sind durch Zufall auf das Werk Fritz Kahns gestossen und haben ein Buch über den Visionär und Wissenschaftler erarbeitet. In ihrem Vortrag auf der TYPO Berlin 2010 sprachen sie über dessen Entstehung und Inhalt und zeigten illustratorische und cineastische Rezeptionen auf sein Werk, von Woody Allen, über den Bauhaus Grafiker Herbert Bayer bis zum britischen Pop-Artisten Eduardo Paolozzi.

Aus: Was sie schon immer über Sex wissen wollten von und mit Woody Allen (Spermie)

Die Fülle an Material – von einer Vielzahl verschiedener Illustratoren gezeichnete, in Vergleiche und Metaphern umgesetzte humanbiologische Information – zu finden und zu sichten, zu benennen und zu archivieren, zu scannen und zu kommentieren, war eine zeitliche, finanzielle und emotionale Herausforderung. Das Buch, als Bildband konzipiert, umfasst die Bereiche Biografie, Schaffen und Rezeption und hat eine weltweite, für die Autoren überraschende, Resonanz hervorgerufen. Die gleichnamige Ausstellung im Medizinhistorischen Museum der Charité besuchten 24. 000 Menschen. Seit Januar 2010 kann man Fritz Kahn nun auch in der Wikipedia finden und den Eintrag haben nicht die Buchautoren verfasst.

Der Trailer für das Sundance Festival 2007, ebenfalls inspiriert von Fritz Kahns Metapher