Dance don´t beat

Das Leben in philippinischen Gefängnissen ist kein Zuckerschlecken. Der schlechte Ruf von menschenunwürdigen Zuständen eilt den Haftanstalten voraus. So war es auch in Cebu – bis Michael Jackson frischen Wind hinter den schwedischen Gardinen wehen ließ.

Zweimal am Tag tanzen sich 1.600 Häftlinge ihre Sorgen von der Seele. Killer, Bankräuber, Drogendealer, alle schwingen gemeinsam die Hüften und sollen so resozialisiert werden. Ausgedacht hat sich diese etwas andere Art der Beschäftigungstherapie Gefängnisdirektor und Musikfan Byron Garcia.

Das Programm wurde 2007 ins Leben gerufen. Seit dem sind die Gefangenen wie verwandelt: Die Stimmung ist gut, es gibt keine Schlägereien mehr, die Insassen arbeiten zusammen statt sich zu bekämpfen. Während die Häftlinge früher den ganzen Tag nichts zu tun hatten, treffen sie jetzt mindestens fünfmal pro Woche ihre Tanzlehrerin Gwen Lador. Sie kommandiert das Häftlingsheer und braucht dafür weder Waffen noch Wärter und es funktioniert.

Was als Fitnessprogramm gedacht war, hat längst Showqualitäten und wird von Millionen von Menschen weltweit auf dem eigens dafür eingerichteten Youtube-Channel verfolgt.

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