re-view: Men Paris FS 2010

Junya Watanabe © men.style.com
Junya Watanabe © men.style.com

Ich war enttäuscht, mein halbjährliches Highlight auf Seite von men.style.com sind immer die Bilder von The Sartorialist gewesen, die die Menschen am Rande der Schauen zeigen. Diesmal gabs nur eine kleine Zusammenstellung von ein paar Bildern…. Was sagt uns das nun? Bedeutet es, dass nicht besonders viel Gutes zu sehen war? Oder ist der Scott mittlerweile einfach zu teuer? Wie dem auch sei, es geht ein bisschen um das, was auf den Schauen gezeigt wurde und weniger um die Statisten am Rande. Es gab sicherlich einiges Tolles, aber vieles ist schon wieder aus meiner Erinnerung verschwunden. Mode soll ja Begehrlichkeiten wecken, aber in den Zeiten medialer Überbeanspruchung bleibt nicht viel hängen.

Woran ich mich gerne im nächsten Sommer erinnern werde: Nachdem schon der letzten Junya Watanabe Schau mein Herz gehörte – werde ich ihm auch im kommenden Sommer nicht meine Liebe entsagen. Seine Kollektion riecht nach der guten alten Zeit und den Idealen elitärer Nichtstuer. All das ist doch ziemlich erstrebenswert oder zumindest ein kleines Arkadien für die Mittagspause. Die Kombinationen aus Jacket und Hose ist einfach ideal, um die Tage zu versüßen. Alles hat so einen lässigen altmodischen Touch. Selbst in Kombination mit verwaschenen Jeans, eigentlich ja eher einen Würgereiz auslösend, ist es mehr als begehrenswert.

Paul Smith © men.style.com
Paul Smith © men.style.com

Was ich sicherlich vergesse: Jetzt wirds schwer, ich muss mal kurz nachdenken und nochmals alles in Gedanken durchgehen… Diese Art Bermuda mit Aufschlag zum Beispiel. In Mailand gabs die unter anderem bei Calvin Klein Collection, in Paris dann liefen sie bei Louis Vuitton durch die Reihen. Sie sind schön, aber hatten wir das nicht schon im letzten Sommer? Und im Vorletzten nicht auch?

Weitere Beiträge zu diesem Thema:

Kommentare zu diesem Beitrag